BERLIN. (hpd) Zur “Pegida” als Bewegung hat die Bundeskanzlerin in ihrer Neujahrsansprache das Nötige in der angemessenen Kürze gesagt. Interessanter scheinen die Reaktionen außerhalb Dresdens und des unmittelbaren ideologischen Einflussbereichs der Pegida. Auf sie passt das Wort vom “hilflosen Antifaschismus”.
BERLIN. (hpd) Im Nach- und Fortgang der Beschneidungsdebatte kommt es in Deutschland zu Wortmeldungen von unterschiedlichster Seite. Dabei sind mitunter auch überraschende und unerwartete Statements und Schlussfolgerungen vorgelegt worden. So geschehen auch im Sommer 2014, als sich in einer Ausgabe der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" verschiedene Autoren in interessanten Beiträgen dem Thema Antisemitismus zu nähern versuchten.
Die "Saudi School Vienna" muss sich auf eine Überprüfung durch den Wiener Stadtschulrat einstellen. In Lehrbüchern der Schule fanden sich angebliche Weltverschwörungstheorien und Judenhetze.
(hpd) Der Historiker Thomas Kaufmann, Professor für Kirchengeschichte in Göttingen, legt mit “Luthers Juden” eine differenzierte Abhandlung zum Antisemitismus bei dem Reformator vor. Er macht darin überzeugend deutlich, dass die Judenfeindschaft integraler Bestandteil seiner Theologie bereits in der Frühphase war und sich bei ihm protorassistische Positionen ausmachen lassen.
Der Historiker Wolfgang Benz spricht im Interview über gefährliche Ausgrenzungen, hartnäckige Vorurteile, falsche Maßnahmen und den "Bodensatz" in der Gesellschaft.
(hpd) Die Historikerin Lena Berggren präsentiert in ihrem Buch “Blodets reinhet. En historisk studie av svensk antisemitism” (“Des Blutes Reinheit. Eine historische Studie über den schwedischen Antisemitismus”) zwei Fallstudien zur Entwicklung des Propagandisten Elof Eriksson und der Organisation “Samfundet Manhem”.
BERLIN. (hpd) Mit der Kundgebung am Brandenburger Tor wurde am gestrigen Sonntag ein Zeichen gegen Antisemitismus und Judenfeindlichkeit gesetzt. Dazu aufgerufen hatte der Zentralrat der Juden und neben viel Politprominenz kamen auch rund 5.000 Teilnehmer.
(hpd) Die beiden Politikwissenschaftler Dana Ionescu und Samuel Salzborn veröffentlichen in ihrem Sammelband “Antisemitismus in deutschen Parteien” Fallstudien, die den Umgang mit Antisemitismus in allen relevanten deutschen Parteien behandeln. Dabei wird auf Basis einer Fülle von Informationen die Ambivalenz des Verhaltens kritisiert, bei der Israelfeindlichkeit aber die Motivation eines nicht-antisemitischen Antiimperialismus ignoriert.
BERLIN. (hpd) Nachdem es am Rande von pro-palästinenischen Demonstrationen auch in Deutschland zu antisemitischen Äußerungen kam, ist eine Diskussion darüber entbrannt, wo die Grenze zwischen berechtigter Israelkritik und Judenhass zu ziehen ist.
Auf verschiedenen propalästinensischen Demonstrationen gegen den Angriff Israels gegen den Gaza-Streifen kam es zu antisemitischen Beschimpfungen. Ein Prediger in der An-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln hat dabei sogar zum Mord aufgerufen.
(hpd) Der Politikwissenschaftler Samuel Salzborn legt mit “Antisemitismus. Geschichte, Theorie, Empirie” den ersten Band der von ihm herausgegebenen Schriftenreihe “Interdisziplinäre Antisemitismusforschung” vor.
(hpd) Das "Jahrbuch für Antisemitismusforschung" liegt in seiner 22. Ausgabe mit zwölf Aufsätzen zu drei Themenkomplexen vor. Es beschreibt die Angst vor einer angeblichen "jüdischen Rache" nach 1945, den Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft und Fallstudien zu historischen Aspekten des Antisemitismus. Alle Beiträge stammen von Kennern der jeweiligen Thematik.
BERLIN. (hpd) 2003 hielt die „Tätervolk-Rede“ Deutschland wochenlang in Atem. Die Worte des Politikers Martin Hohmann stießen auf heftigen Widerspruch, teils jedoch auf Zustimmung. Schnell fand die Karriere des Hardliners ein Ende. Der letzte große Antisemitismus-Skandal Deutschlands (Antizionismus einmal ausgeklammert) verdient eine abschließende Betrachtung.
BERLIN. (hpd) Wen meint der ägyptische Staatspräsident Mohammed Mursi, wenn er sagte, dass "Zionisten Blutsauger sind, Kriegstreiber, Nachkommen von Affen und Schweinen"? Antisemitismus und Bündnispolitik im Nahostkonflikt überfordern die westliche Intuition. Doppeldeutigkeiten und Antisemitismen haben Tradition.
WIEN. (hpd) Der Wiener Gemeinderat wird den Dr.-Karl-Lueger-Ring im Stadtzentrum umbenennen. Eine lokalpolitische Entscheidung um ein wenige hundert Meter langes Straßenstück mit einer Bedeutung, die weit über Wien hinausgeht.