Antisemitismus

Aufregung, Aufregung über alles

Handyvideos von Gewalttaten, abstoßender Gangstarap, Spahn ... Skandale regieren! Wer Aufmerksamkeit will, muss brutal, gnadenlos und dumm sein. Oder so tun. Unsere Kultur ist eine der Aufregung geworden. Unseren Autor regt das mächtig auf.

Muslimischer Antisemitismus – eine Auswertung von 70 Interviews

Der Kultur- und Politikwissenschaftler David Ranan legt mit seinem Buch "Muslimischer Antisemitismus – Eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland?" eine Auswertung von 70 Interviews mit höher gebildeten Muslimen zum Thema vor. Auch wenn immer wieder reflexionswürdige Anmerkungen gemacht werden, neigt der Autor doch häufig zu etwas vorschnellen kritischen Verallgemeinerungen.

Demonstration am al-Quds-Tag in Nischapur 2011

Antisemitismus im Islamismus

Auf der Antisemitismus-Konferenz des Svenska kommitén mot antisemitism in Stockholm hielt der hpd-Autor Armin Pfahl-Traughber am 8. November 2017 einen Vortrag über den Antisemitismus im Islamismus. Der hpd veröffentlicht das Manuskript dieser Rede.

Einseitigkeiten gegen andere Einseitigkeiten

Der Psychologe Rolf Verleger, früher Mitglied im Zentralrat der Juden in Deutschland, kritisiert in seinem Buch "Hundert Jahre Heimatland? Judentum und Israel zwischen Nächstenliebe und Nationalismus" eine angeblich unkritische Sicht auf die Politik des israelischen Staates. Das Buch selbst wirkt etwas fragmentarisch und unstrukturiert, sowohl in Form und Inhalt, und setzt der Einseitigkeit einer kritiklosen Sicht auf die Politik der israelischen Regierung seine eigene Einseitigkeit der Ignoranz gegenüber den politischen Kontexten entgegen.

Absurde Pauschalisierungen zur Bewertung von Kritik an der israelischen Regierung

Der Publizist Abraham Melzer will in seinem Buch "Die Antisemiten-Macher. Wie die neue Rechte Kritik an der Politik Israels verhindert" die angebliche Instrumentalisierung des Antisemitismus-Vorwurfs gegen Kritiker der israelischen Regierung problematisieren. Auch wenn der Autor in Einzelfällen dafür Fallbeispiele benennen kann, versteigt er sich teilweise zu absurden Pauschalisierungen – und verschenkt damit ein wichtiges Thema.

Cover Luther

Martin Luthers judenfeindliche Schriften - Band 2

Karl-Heinz Büchner, Bernd P. Kammermeier und Reinhold Schlotz dokumentieren in "Martin Luther. Judenfeindliche Schriften Band 2" nach der berüchtigten Schrift "Von den Juden und ihren Lügen" vier weitere antisemitische Abhandlungen im Originaltext, aber auch im heutigen Deutsch. Den Herausgebern kommt das Verdienst zu, damit auf die nicht nur aus einer Schrift bestehenden judenfeindlichen Schattenseiten des Reformators erinnert zu haben.

Lutherstatue

Kein Platz für Antisemitismus!

Die Evolutionären Humanisten Trier sprechen sich gegen das Vorhaben aus, einen Platz in Trier nach dem Reformator Martin Luther zu benennen. Martin Luther war einer der wirkmächtigsten Judenhasser der Geschichte und ist deshalb als Namenspate für Straßen, Plätze und öffentliche Einrichtungen ungeeignet. Mit der Unterzeichnung des Aufrufs kann man das Anliegen unterstützen.

Darstellung und Dokumentation zu einer antisemitischen Fälschung vor Gericht

Der Historiker und Slavist Michael Hagemeister legt mit "Die 'Protokolle der Weisen von Zion' vor Gericht. Der Berner Prozess 1933 – 1937 und die 'antisemitische Internationale'" eine Darstellung und Dokumentation zum Thema vor. Der Autor ist als jahrzehntelanger Forscher in diesem Bereich bekannt, seine Kritik richtet sich gegen die bislang etablierte Version zur Entstehungsgeschichte, ohne dass er damit apologetische Absichten in Richtung der "Protokolle" verfolgt.