JENA. (mpg) Bislang ging man davon aus, dass die Zahl der Veränderungen im Genom nicht durch kulturelle Faktoren beeinflusst wird. Dem entgegen steht nun das Ergebnis einer aktuellen Studie. Ein Forscherteam aus Deutschland und Frankreich analysierte mehr als 500 Sequenzen des männlichen Y-Chromosoms bei Landwirtschaft treibenden Ethnien und bei traditionell als Jäger und Sammler lebenden Bevölkerungsgruppen im südlichen Afrika.
BERLIN. (hpd) Der Titel dieses Buches ist einem Zitat Hugo de Vries entlehnt: "Natural Selection may explain the survival of the fittest, but it cannot explain the arrival of the fittest". Die Selektion kann gut beschreiben, wie Innovationen, die in einzelnen Individuen auftreten, sich auf ganze Populationen ausbreiten können. Wie diese neuen Merkmale entstehen, erklärt sie nicht.
LEIPZIG. (mpg) Moderne Menschen haben sich im Laufe von vielen Tausend Jahren an ihre Umwelt angepasst. Doch wie genau verschiedene Varianten des Erbguts zu dieser Anpassung beigetragen haben, war lange umstritten. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben nun das Erbgut von Menschen analysiert, die vor 45.000 bis 7.000 Jahren gelebt haben.
LEIPZIG. (mpg) Frühere Untersuchungen des mütterlich vererbten mitochondrialen Genoms eines Hominiden aus der "Knochengrube" Sima de los Huesos aus dem Jahre 2013 hatten ergeben, dass die Mitochondriengenome dieser Frühmenschen entfernt mit denen der Denisova-Menschen verwandt waren, ausgestorbenen Verwandten des Neandertalers aus Asien. Dieses Ergebnis überraschte, denn äußerlich weisen die Fossilien einige Neandertaler-Merkmale auf.
DÜSSELDORF. (ek) "Evolution macht Schule" - unter diesem Motto erlebten die Dritt- und Viertklässler der Theodor-Heuss-Schule in Düsseldorf am vergangenen Donnerstag eine Unterrichtsstunde der ganz besonderen Art: Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen sowie mit Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Filmemacherin Ricarda Hinz, Buchautor Michael Schmidt-Salomon und Künstler Jacques Tilly sahen sie sich in der Schulaula einen Film zur Evolutionsgeschichte an. Der knapp 20-minütige Streifen "Big Family - Die phantastische Reise in die Vergangenheit" ist Teil der Evokids-Lehrmaterialien.
BERLIN. (hpd) Schon immer hat den Autor des Artikels eine Auffälligkeit der Religionssysteme interessiert, nämlich ihre Fixierung auf das Geschlechtliche. Kaum ein religiöser Gesetzesbereich ist so reglementiert und durch Strafandrohung eingeengt wie die Sexualität, vor allem die der Frauen.
BERLIN. (hpd) "Die ältesten Lebewesen der Erde" zu fotografieren, das war das über zehnjährige Kunst- und Wissenschaftsprojekt der Rachel Sussman. Es führte sie auf alle Kontinente, ja sogar nach Grönland und auf die Inseln vor der Küste der Antarktis. Daraus ist jetzt ein Buch entstanden, das geradezu ehrfürchtig stimmen kann. Eine Hymne auf das Leben, das je älter desto unauffälliger daherkommt und unglaublich zäh ist.
LEIPZIG. (mpg) Ein internationales Forscherteam hat mithilfe verschiedener DNA-Analysemethoden entdeckt, dass Neandertaler und moderne Menschen sich vor etwa 100.000 Jahren und damit mehrere Zehntausend Jahre früher als bisher bekannt vermischt haben. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass einige moderne Menschen bereits früh aus Afrika auswanderten und sich mit Neandertalern vermischten. Diese modernen Menschen starben aber später aus, gehören also nicht zu den Vorfahren heute lebender Nicht-Afrikaner, die erst vor etwa 65.000 Jahren Afrika verließen.
OBERWESEL. (gbs) "Die Evolutionstheorie bildet das Fundament des modernen Weltbildes. Wir dürfen sie unseren Kindern nicht vorenthalten!” Mit diesem Statement präsentiert sich das Projekt "Evokids – Evolution in der Grundschule” auf der Didacta 2016, die vom 16.–20. Februar in Köln stattfindet.
BERLIN. (hpd) Bislang gab es kaum Unterrichtsmaterialien, die Lehrerinnen und Lehrer nutzen konnten, um das für das moderne Weltbild grundlegende Thema "Evolution" in den Klassenstufen 3 - 6 zu behandeln. Diesen Missstand behebt ein 113-seitiges Lehrbuch, das die Projektgruppe "Evokids – Evolution in der Grundschule" heute auf ihrer Website veröffentlicht hat.
LEIPZIG. (mpg) Als moderne Menschen vor vielen Tausend Jahren in Europa auf Neandertaler trafen und sich mit ihnen fortpflanzten, erbten einige Nachkommen Genvariationen, deren Träger Infektionen besser abwehren konnten. Dieses Neandertaler-Erbe könnte aber auch dafür verantwortlich sein, dass einige Menschen anfälliger für Allergien sind.
BERLIN. (hpd) Mit "Big Family – Die phantastische Reise in die Vergangenheit" hat Michael Schmidt-Salomon ein neues Buch zum Thema "Evolution" vorgelegt. Im Gespräch mit dem hpd erklärt er, wie es dazu kam und warum er es als "Skandal" betrachtet, "dass Kinder mit religiösen Schöpfungsmythen gefüttert, aber über die realen Hintergründe der Entwicklung der Arten im Unklaren belassen werden". Außerdem erläutert er, warum eine "frühzeitige Beschäftigung mit Evolution der Schlüssel für eine erfolgreiche Integrationspolitik sein könnte" und weshalb er die meisten Buchhandlungen nicht betreten kann, ohne dass ein "unwiderstehliches Ekelgefühl" in ihm aufsteigt.
TÜBINGEN. (mpg) HIV wandelt sich rasant und bildet nach einer Infektion unzählige Virus-Varianten. Wissenschaftler aus der Arbeitsgruppe von Richard Neher vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben in Kooperation mit Arbeitsgruppen aus Stockholm die Evolution von HI-Viren in mehreren Patienten über einige Jahre analysiert. Diese Berechnungen erlauben nicht nur Rückschlüsse auf die Evolution von Organismen, sondern könnten auch bei der Impfstoffentwicklung hilfreich sein.
OBERWESEL. (gbs) Die Giordano-Bruno-Stiftung hat im Rahmen des Projekts "Evokids – Evolution in der Grundschule" einen Film veröffentlicht, der die Geschichte der Evolution als Familiengeschichte eines Kindes erzählt, das zu seinen Urahnen zurückreist. Das 18-minütige Video "Big Family – Die phantastische Reise in die Vergangenheit" stammt von der Düsseldorfer Filmemacherin Ricarda Hinz, die das gleichnamige Buch von Michael Schmidt-Salomon und Anne-Barbara-Kindler eindrucksvoll in Szene gesetzt hat.
OSTERWITZ/AT (hpd) Ein Buchtitel, der Skepsis weckt. Wer kann sich zutrauen, den Sinn des menschlichen Lebens (aus evolutionärer Sicht) umfassend zu beschreiben? Der 86jährige, weltweit sehr bekannte amerikanische Biologe, Insektenkundler, Evolutionstheoretiker und Soziobiologe Edward O. Wilson – Träger zahlreicher hoher und höchster wissenschaftlicher Auszeichnungen sowie auch des Pulitzer-Preises – unternimmt das Wagnis.