Uns erfasst eine Anschlagswelle aus dem islamistischen Spektrum. Dauernd hören wir Forderungen wie damit umzugehen sei. Unsicherheit verbreitet sich in der Bevölkerung. Die Angst vor terroristischen Akten wächst stetig. Doch kaum jemand weiß genau, was "Islamismus" eigentlich konkret bedeutet.
Nach der Absage der Taylor–Swift-Konzerte in Wien wegen Terrorgefahr fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die europäischen Regierungen dazu auf, das Erstarken des Islamismus in Europa glaubwürdig zu bekämpfen.
Am vergangenen Wochenende hielten 1.100 Gottesstaat-Anhänger ungestört eine einschüchternde Machtdemonstration auf dem Hamburger Steindamm ab. Angemeldet wurde die Versammlung von der Gruppe "Muslim Interaktiv", die als Tarnorganisation der verbotenen islamistischen Sekte Hizb ut-Tahrir (HuT) agiert. Die Betätigungen der Kalifats-Kämpfer beschränkten sich bisher weitestgehend auf das Internet. Dort radikalisieren sie maßgeblich Identitätsfragen von jungen Muslimen. Das HuT-Netzwerk in Deutschland wächst und tritt mittlerweile selbstbewusster in der analogen Öffentlichkeit auf.
Am morgigen Donnerstag ist ab 20:15 Uhr der Podcaster und Philosoph Dr. Dr. Sebastian Schnelle zu Gast im "Humanistischen Campus" des HVD Bayern. "Wie religiöser Fundamentalismus und Rechtsextremismus die offene Gesellschaft bedrohen" lautet der Untertitel seines Online-Vortrags.
Der Krieg in der Ukraine ist ein Segen für die Taliban. Die bärtigen Gotteskrieger in Afghanistan können ohne internationale Aufmerksamkeit schalten und walten, wie sie es für richtig und islamisch halten. Die afghanischen Frauen fühlen sich wie gefangen in einem Zombiefilm.
Nach einer erfolgreichen Initiative wird in der Schweiz am 7. März über ein Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit abgestimmt. Wie bereits bei ähnlichen Vorstößen in den letzten Jahren in den Niederlanden und Dänemark wird heftig debattiert, ob ein Verbot kontraproduktiv oder sogar frauen- und muslimfeindlich sei.
Man könnte ein kleines Ratespiel anstellen: Was ist die in Deutschland zweitgrößte rechtsextremistische Bestrebung nach der AfD? Es sind die Grauen Wölfe mit einem türkischstämmigen Hintergrund. Nur selten berichten die Medien darüber. In Frankreich wurden sie jetzt verboten. Worum geht es aber bei dieser politischen Bestrebung? Der Extremismusforscher Armin Pfahl-Traughber fasst die wichtigsten Gesichtspunkte für den hpd zusammen.
Nicht erst mit dem Aufstieg der islamistischen Terrormiliz IS wurde deutlich, dass Teile der deutschen Politik weder eine eindeutige Definition des Islamismus-Begriffes haben noch dass sie überhaupt in der Lage sind, die Tragweite der Problematik auch fernab von radikalen Salafisten überblicken zu können.
Weil ihn ein sterbender Mann der Hexerei beschuldigte, wurde Domingo Choc Che von einer fanatischen christlichen Meute gefangen genommen, gequält und schließlich lebendig angezündet. Die sich in Südamerika ausbreitenden Pfingstkirchen stehen nicht nur in Konkurrenz zueinander, sondern auch in Konkurrenz zu traditionellen Glaubens- und Heilslehren.
Bei der Diskussion über die Entwicklungen im Thüringer Landtag und die Distanz gegenüber AfD und "Linke" wurde immer mal wieder vom "Hufeisen-Modell" gesprochen. Doch was ist das überhaupt und ist das sinnvoll? Der hpd fragte den Extremismusforscher Armin Pfahl-Traughber.
Die Ereignisse in Thüringen überschlagen sich und nicht nur dort scheint das dogmatische Festhalten an der Hufeisentheorie von Seiten der CDU und FDP eine stabile Regierungsbildung schwierig zu machen. Ein guter Anlass, um sich mit der unter Politolog*innen umstrittenen Theorie etwas genauer zu befassen. Ein Kommentar von Constantin Huber.
Religiöse Extremisten benutzen die Mechanismen des sozialen Netzwerks, die zur Löschung von Hassbeiträgen gedacht sind, um Kommunikation und Organisation religionsfreier Menschen zu sabotieren. Anfang Dezember haben sich vier Abgeordneten des US-Kongresses deshalb in einem Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg gewandt.
Christopher Daase, Nicole Deitelhoff und Julian Junk haben mit "Gesellschaft Extrem. Was wir über Radikalisierung wissen" einen Forschungsüberblick zum Thema vorgelegt. Da zu den Autoren viele langjährige Forscher gehören, erhält man so einen informativen und strukturierten Überblick, gelegentlich aber auch mit kleinen Schiefen.
Andreas Blechschmidt, Aktivist der Roten Flora in Hamburg, plädiert in seinem Buch "Gewalt, Macht, Widerstand" dafür, dass Militanz auch mit einer Vermittlung einhergehen müsse. Diese Gewaltbejahung ignoriert den enormen Schaden, der durch pseudoemanzipatorisches Gehabe für die legitimen Anliegen von Protestbewegungen entsteht.
Die Studie des an der Universität der Bundeswehr in München lehrenden Erziehungswissenschaftlers Alex Aßmann "Die Geschichte einer Radikalisierung" behandelt das Leben Gudrun Ensslins bis zu ihrem Schritt in den Untergrund, der mit der Befreiung von Andreas Baader im Mai 1970 begann. Folglich handelt es sich bloß um eine Biographie für die Vor-Terrorismuszeit.