"Erregender Frauenhass" ist der Titel eines soeben erschienenen Sammelbandes, herausgegeben vom Feministischen Bündnis Heidelberg. Die Beiträge setzen sich kritisch mit Pornografie auseinander und behandeln die Frage, welche Folgen Produktion und Konsum von Pornografie haben – für Frauen und queere Menschen, für das Geschlechterverhältnis, die Gesellschaft und für unsere gelebte Sexualität im Alltag. Der hpd sprach mit zwei der Herausgeberinnen.
Der Zentralrat der Konfessionsfreien Österreich hat eine neue Statistik-Seite mit dem Namen StatKB online gebracht. Dort werden interessante statistische Auswertungen und Grafiken veröffentlicht, die so noch nie öffentlich zugänglich beziehungsweise zusammengefasst waren. Der hpd sprach mit Balázs Bárány, dem Präsidenten des Humanistischen Verbandes Österreich und Kopf hinter StatKB.
Die islamistische Übergangsregierung in Syrien ist inzwischen für mehrere Massaker an Minderheiten verantwortlich. Vor Tagen vertrieben Regimekräfte gewaltsam die kurdische Bevölkerung aus Aleppo, zuletzt rückten syrische Truppen weiter in kurdisch kontrollierte Gebiete vor. Interimspräsident Ahmed Al-Scharaa sagte seinen für heute geplanten Besuch in Berlin kurzfristig ab. Über die islamistische Transformation Syriens, die Machtambitionen der Türkei und den erneuten Verrat des Westens an den Kurden sprach der hpd mit dem Bundesvorsitzenden der Kurdischen Gemeinde Deutschlands, Ali Ertan Toprak.
Einerseits ist Ernährung wie Fußball: Irgendwie sind wir alle Experten. Andererseits gibt es wohl keinen anderen Bereich, für den es vergleichbar viele Ratschläge gibt (Bücher, Webseiten, Podcasts, Vorträge...). Konstantin Linders Buch "Tellerwissen" stellt sich der Frage, was wir essen sollten, und kommt trotzdem nicht als klassischer Ratgeber daher. Der hpd sprach mit dem Autor über seinen Ansatz, über Ernährungsmythen und über gesundes Essen jenseits von Geboten und Verboten.
Auf dem Fachtag "Rechtsextremismus in Beratung und Psychotherapie" des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hielt Jan-Gerrit Keil Ende September einen Vortrag "zur Psychologie extremistischer Brückennarrative". Keil ist studierter Psychologe und arbeitet als Oberpsychologierat beim Landeskriminalamt der Polizei Brandenburg in der Abteilung Zentraler Staatsschutz/Terrorismusbekämpfung. Alexander Wolber sprach mit ihm über extremistische Brückennarrative und was man ihnen entgegnen kann.
Wissenschaft wurde einst, gerade in linken und liberalen Kreisen, als ein wichtiger Wegweiser in eine bessere Zukunft angesehen. Heute steht wissenschaftliches Denken unter Beschuss, nicht nur von "Querdenkern" oder aus dem Weißen Haus, sondern sogar aus akademischen Kreisen. Amardeo Sarma verteidigt in seinem neuen Buch "Scientific Temper" eine wissenschaftliche Grundhaltung mit universellem Anspruch. Der hpd sprach mit ihm über Tatsachen und Narrative, über Wunschdenken, Evidenz und die Werte der Wissenschaft.
In New York City gewinnt Zohran Mamdani als erster Muslim die Wahl zum Bürgermeister. Der hpd sprach mit dem Politikwissenschaftler Armin Pfahl-Traughber über demokratischen Sozialismus und Vorwürfe des Antisemitismus beziehungsweise Islamismus.
In einer Zeit, in der rechte Populisten und die AfD die deutsche Erinnerungskultur beenden möchten, wendet sich Helmut Ortner gegen jede Verharmlosung und Relativierung der NS-Vergangenheit. Die "Entsorgung" der NS-Zeit" will er nicht akzeptieren.
Geraldine Rauch, die Präsidentin der TU Berlin, hat gegen eine islamismuskritische Veranstaltung des Allgemeinen Studentenausschusses protestiert. Die Kurdische Gemeinde Deutschland fordert in einem Offenen Brief nun ihren Rücktritt. Der hpd sprach mit ihrem Bundesvorsitzenden Ali Ertan Toprak.
Erstmals seit der Richtungswahl 2024 gab es bei der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) eine Mitgliederversammlung. Diesmal fand sie online statt. Die Wissenschaftsorganisation stellt sich neu auf: freie Debatte statt Lagerdenken, gute Gesprächskultur als Leitmotiv. Im Gespräch mit dem Koordinator des Wissenschaftlichen Zentrums Felix Pfannstiel ziehen der Vorsitzende André Sebastiani und der wissenschaftliche Leiter Nikil Mukerji Bilanz. Und sie diskutieren einen wegweisenden Beschluss der Mitgliederversammlung, der die künftige Linie der GWUP prägen und die Organisation wieder zurück zu ihren Ursprüngen führen soll.
Welchen Einfluss nehmen Verlage auf weltanschaulich-politische Bewegungen? Das ist eine von vielen Fragen, auf die eine soeben im Aschaffenburger Alibri-Verlag erschienene historische Studie Antworten gibt. Der Kulturwissenschaftler Horst Groschopp hat die Geschichte des Neuen Frankfurter Verlags untersucht, der im frühen 20. Jahrhundert eine bedeutsame Rolle in der humanistischen Publizistik gespielt hat. Das Buch ist zugleich Auftakt einer neuen Reihe, dieses Mal in Partnerschaft mit der Dr. Arthur Pfungst-Stiftung in Frankfurt am Main. Der hpd hat mit dem Autor darüber gesprochen.
Die Vereinten Nationen fordern eine "Kehrtwende" in der internationalen Nordkoreapolitik. Ein Gespräch mit Nicolai Sprekels, Direktor der Stiftung SARAM, über die gestiegene sicherheitspolitische Relevanz Nordkoreas, die prekäre Lage internationaler NGOs nach der Abwicklung des US-amerikanischen Entwicklungsministeriums und über die Frage, wie diese "Kehrtwende" aussehen könnte.
Kürzlich ist ein neuer Report des Office of the High Commissioner for Human Rights (OHCHR) zur Menschenrechtslage in Nordkorea (DVRK) erschienen. Das OHCHR hat hier einen überaus umfangreichen Zehnjahresbericht vorgelegt, der als Grundlage für die Nordkoreapolitik der Zukunft dienen soll. Ein Gespräch mit James Heenan, Direktor des UN-Menschenrechtsbüros in Seoul.
Die SPD-Fraktion im Bundestag hat erstmals eine Sprecherin für Säkularität und Humanismus benannt: Kathrin Michel, Abgeordnete aus Bautzen, die auch die Schirmherrin des Parlamentarischen Abends ist, den der Zentralrat der Konfessionsfreien in dieser Woche veranstaltet. Der hpd sprach mit ihr über ihre künftige Rolle, über weltanschaulich neutrale Politik und ihren Ansatz, wie sie Dinge voranbringen will.
Die Goethe-Universität wickelt das "Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam" ab. Damit gibt es in Deutschland keine kritische Forschung mehr zum Thema Islamismus. Die Leiterin des Forschungszentrums, Ethnologin Susanne Schröter, bedauert die Schließung und sieht sie im Kontext der an den deutschen Hochschulen dominanten postkolonialen Theorie.