Die Einteilung von Menschen in Rassen wird von der modernen Genetik widerlegt. Gegen falsche biologistische Vorstellungen aus unrühmlichen Zeiten der Wissenschaft haben sich deshalb nun explizit deutsche Wissenschaftler in der "Jenaer Erklärung" ausgesprochen.
Clemens Tönnies, Aufsichtsratsvorsitzender bei Schalke 04, hat mit seinen Äußerungen über "die Afrikaner" und ihre Fortpflanzung eine Rassismus-Debatte ausgelöst. Was ist davon zu halten? Ein Kommentar von hpd-Autor Mukeba Muamba.
Wer sich zum Start ins Wochenende mal wieder aufregen will über den Irrsinn von Religion und was passiert, wenn man sie mit der Tagespolitik vermischt, ist hier genau richtig: Ein afroamerikanischer Pastor erklärte vor drei Tagen im US-Fernsehen, warum Trump kein Rassist sei, Gott keine offenen Grenzen möge und deutete an, dass Satan in der EU die Fäden ziehe.
Es gibt in Deutschland durchaus Feindschaft gegen Muslime. Doch ist dafür die Bezeichnung "antimuslimischer Rassismus" angemessen? Der Extremismusforscher Armin Pfahl-Traughber meint "nein". Er stellt eine bedenkliche Ausweitung des Rassismus-Verständnisses fest und sieht die drohende Gefahr einer Menschenrechtsrelativierung.
DNA-Tests können Familiengeheimnisse lüften und Ungewolltes enthüllen. In den USA spielen sie auch in Politik und Gesellschaft eine Rolle. Für weiße Nationalisten ebenso wie für mögliche demokratische Präsidentschaftskandidatinnen.
Zum gestrigen "Internationalen Tag gegen Rassismus" fand im Abgeordnetenhaus von Berlin eine Anhörung zum Thema "Rechtsextreme, rassistische und antisemitische Gewalttaten in Berlin im Jahr 2017" statt. Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, wurde für eine Stellungnahme eingeladen. Der hpd dokumentiert den Beitrag.
Der US-amerikanische Historiker Ibram X. Kendi legt mit "Gebrandmarkt. Die wahre Geschichte des Rassismus in Amerika" eine neue Darstellung zum Thema vor, wobei sich die historische Beschreibung an einzelnen Persönlichkeiten orientiert. Der Autor nimmt in seinem auch literarisch geprägten Buch dabei einige neue Deutungen vor und wählt auch einen ungewöhnlichen Vermittlungsansatz, wobei beides zu weiteren Reflexionen anregen kann.
Vor fast exakt 50 Jahren fällte der Oberste Gerichtshof in den USA ein bahnbrechendes Urteil, als er ein Gesetz aufhob, das Ehen zwischen weißen und nichtweißen Menschen verbot. Der Fall "Loving vs. Virginia" machte Geschichte. Der amerikanische Regisseur Jeff Nicholls rekonstruiert ihn in seinem sehenswerten Drama "Loving". Ein stiller und empathischer Film, gedreht und gespielt mit bebender Wut.
Donald Trumps Geschrei gilt allem Fremden. Schwarze, Homosexuelle, Atheisten, ja, selbst Frauen haben es in den Amerika in diesen Tagen nicht leicht. Es ist nicht verwunderlich, dass der objektiv beste Film des Jahres aus den USA kommt und die Welt aus der Perspektive eines an den Rand gedrängten jungen Mannes in den Blick nimmt.
Der mexikanische Dokumentarfilm "The Devil’s Freedom" hat den Amnesty International Filmpreis erhalten. Der Friedensfilmpreis ging an den chilenischen Film "Adriana’s Pact", in dem die Folgen der Pinochet-Dikatur in der Familie der Regisseurin thematisiert werden. Auch den Berlinale-Besuchern lagen in diesem Jahr Menschenrechte am Herz. Philipp van Leeuws Kriegsdrama "Insyriated" und Raoul Pecks Dokumentarfilm "I’m Not Your Negro" wurden mit dem Panorama-Publikumspreis ausgezeichnet
Die beiden Journalisten Frederik Obermaier und Tanjev Schultz legen mit "Kapuzenmänner. Der Ku-Klux-Klan in Deutschland" eine Darstellung zum Thema vor. Leider fehlt es an Belegen und manche Einschätzung hätte man auch differenzierter begründen können, gleichwohl handelt es sich um ein informatives Buch zu einem keineswegs nur exotischen Phänomen im Rechtsextremismus.
Eine junge algerische Journalistin taucht mit der Kamera ein in die Welt des slawistischen Islam, zwei junge Filmemacher erkunden den Kosmos einer jungen schwarzen Frau im rassistischen Amerika und eine französische Nachwuchsfilmerin begleitet zwei Schwestern aus der Minderheit der Jenischen in ihrem Alltag. Außerdem präsentiert die Berlinale Filme zu den politischen Folgen der Wirtschaftskrise in Südeuropa und zum Krieg in der Ukraine sowie einen hochbrisanten friedenspolitischen Appell.
Im Januar vor 40 Jahren erschien sie zum ersten Mal, die Frauenzeitschrift EMMA. Anlässlich des Jubiläums führte die stellvertretende hpd-Chefredakteurin Daniela Wakonigg ein Interview mit EMMA-Gründerin und -Chefredakteurin Alice Schwarzer – über religiösen Fanatismus, Rassismus und Frauenrechte im Zeitalter von Donald Trump.
Die heftigen Reaktionen auf die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht und auf das Verhalten der Polizei setzen eine Diskurstradition fort, welche die Meinungsverschiedenheit und Diskussion als solche verurteilt. Ein nüchterner und reflektierter Streit in der Sache ist zur Orientierung jedoch notwendig, meint Mukeba Muamba in einem Kommentar.
LONDON. (hpd) Der Ausgang des Brexit-Votums hat in Großbritannien nicht nur zu kräftigen Verwirbelungen in der politischen Landschaft geführt. Landesweit haben auch ausländerfeindliche Angriffe zugenommen.