BONN. (hpd) Der Historiker Wolfgang Wippermann legt mit "Luthers Erbe. Eine Kritik des deutschen Protestantismus" ein Buch zum Thema vor, welche sich auf den Kontext von "Kirche und Staat", "Kirche und Krieg", "Kirche und Kapital", "Kirche und Antisemitismus", "Kirche und Antiziganismus" sowie "Kirche und Antifeminismus" bezieht. In gut verständlicher Form macht der Autor an vielen Beispielen die jeweiligen Verfehlungen deutlich, wobei aber nur am Rande nach den Bedingungsfaktoren für das Agieren oder Nicht-Agieren der Kirchen-Anhänger und –Funktionsträger gefragt wird.
BERN(CH). (hpd) In seinem heute publizierten Bericht spricht sich der Regierungsrat Christoph Neuhaus nur für administrative Reformen aus – das Berner Kirchenrecht soll im Kern nicht angetastet werden. Die Löhne der Pfarrpersonen sollen also nach dem Willen der Regierungsrats weiterhin durch die Allgemeinheit und nicht durch die Kirchenmitglieder bezahlt werden.
OBERWESEL. (hpd/gbs) Erstmals in der Geschichte des Katholikentags verweigert eine Stadt die beantragte Millionen-Subvention: Der Münsteraner Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwoch den Antrag der Veranstalter auf Gewährung eines Barzuschusses in Höhe von 1,2 Mio. EUR abgelehnt.
MÜNSTER. (hpd) Jahrzehntelang war es unhinterfragte Praxis, dass Kirchentage zu über einem Drittel aus öffentlichen Geldern von Stadt, Land und Bund mitfinanziert werden. Das westfälische Münster ist nun die erste Stadt, die sich dieser Praxis widersetzt. In der gestrigen Ratssitzung lehnte der Rat von Münster einen städtischen Barzuschuss von 1,2 Millionen Euro für das katholische Glaubensfest ab – lediglich Sachleistungen sollen gewährt werden.
KIEL. (hpd) Die Piratenpartei Schleswig-Holstein hat auf ihrem Landesparteitag eine Resolution zur konsequenten Trennung von Staat und Kirche beschlossen, die auf dem zeitgleich stattfindenden Landesparteitag der SPD keinen Erfolg hatte.
Obwohl die Bundesregierung an allen Ecken und Enden spart: die kirchlichen Gehälter sind davon nicht betroffen. Im Jahr 2009 zahlte der Staat mehr als 442 Millionen Euro für kirchliche Personalkosten.
KONSTANZ. (hpd) Nach der Eingabe an den Petitionsausschuss des Landtages von Baden-Württemberg in Bezug auf ein Verbot religiöser Werbung und für Neutralität im öffentlichen Dienst des Landes haben sich bei der "Humanistischen Alternative Bodensee" (HABO) mehrere Personen gemeldet, die von ähnlichen Aktionen berichteten.
ERFURT. (hpd) Am 5. Dezember 2014 ist in Thüringen mit Bodo Ramelow erstmalig in der Bundesrepublik Deutschland ein Politiker der Partei DIE LINKE zum Ministerpräsidenten eines Bundeslandes gewählt worden. Mit den Stimmen seiner Partei, der SPD und der GRÜNEN. Diese stellen auch die Mitglieder einer 3-Parteien-Koalitionsregierung. Bezüglich dieses politischen Novums scheiden sich die deutschen Geister.
WEIMAR. (hpd) Die Zeitschrift MIZ - Politisches Magazin für Konfessionslose und AtheistInnen - widmet sich in ihrer jetzt erschienenen Ausgabe 3/14 dem Schwerpunktthema “Marx reloaded – Zur Aktualität von Marxismus und Religionskritik”. Breiter Raum wird im Heft auch dem zweiten Schwerpunkt “Staat und Kirche” eingeräumt.
Kaum hat eine demokratische Mehrheit im Landesparlament von Schleswig-Holstein beschlossen, dass es in der neuen Landesverfassung keinen Gottesbezug geben soll, versuchen die Kirchen dagegen vorzugehen.
BERLIN. (hpd) Vor wenigen Tagen erst hat das Parlament von Deutschlands nördlichstem Bundesland entschieden, dass “Gott” nicht in der Landesverfassung erwähnt werden soll. Wer jedoch geglaubt haben sollte, damit wäre diese skurrile Angelegenheit aus der Welt, hat sich allerdings getäuscht.
(hpd) Die kurzgefasste Kernaussage dieses Buches von Gerd Kallweit lautet: Illusion verbindet Politiker und dadurch den Staat mit Kirche und Fußball. Abgeordnete des Bundestages und der Landtage lassen sich ebenso wie die Mehrheit der Bevölkerung von dem unwirklichen Gemeinschaftsgefühl bezaubern, das der Fußballbegeisterung zugrunde liegt. Gelegentlich kann diese auch schmerzhaft sein, wenn der Heimatverein des Autors Mainz 05 heißt.
KIEL. (hpd/ibka) Heute befasst sich der Kieler Landtag in zweiter Lesung mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Verfassung von Schleswig-Holstein. Umstritten ist, ob ein Gottesbezug (“in Verantwortung vor Gott und den Menschen”) in die Präambel der Verfassung aufgenommen werden soll.