BERLIN. (hpd) Nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln und anderen Großstädten hat die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz die Muslime in Deutschland zu einer "Form des aufgeklärten Islams” aufgerufen. Ihr Wunsch wäre, "dass wir auf einen Islam zusteuern, der deutsch ist”. Dieses "deutsch-muslimische Leben” könne nur auf der Grundlage der deutschen Verfassung und Gesetze stattfinden, betonte Deligöz. Das heiße, dass in keinerlei Weise Gewalt akzeptiert oder gar verherrlicht werden dürfe.
BERLIN. (hpd) Vor der Gefahr, dass sich die Radikalen (Islamisten einerseits, Rassisten andererseits) gegenseitig hochschaukeln und die Demokratie gefährden, warnt Memet Kilic, Rechtsanwalt, Vorsitzender des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates und früherer grüner Bundestagsabgeordneter, in einer Exklusivstellungnahme für den hpd.
BERLIN. (hpd) Laut einer aktuellen Studie glauben 0,0 Prozent der Isländer unter 25 Jahren an die Schöpfung der Welt durch Gott. 93,9 Prozent glauben, dass das Universum durch den Urknall entstand, 6,1 Prozent haben zu dem Thema keine Meinung oder eine andere Theorie über den Ursprung der Welt.
BONN. (hpd) Die Erziehungswissenschaftlerin und Theologin Christa Mulack untersucht in ihrem Buch "Gewalt im Namen Gottes. Ursachen und Hintergründe im biblischen Monotheismus” den Zusammenhang einerseits von dem Glauben an nur einen Gott und andererseits von der Gewalt im Namen der Religion. Dabei geht die Autorin ausführlich auf die Frühgeschichte des Judentums mit beachtenswerte Ausführungen zu Detailaspekten ein, driftet aber im Laufe des Textes mit ihrer Frontstellung gegen das religiöse Patriarchat immer mehr in einen mythischen Feminismus ab.
OBERWESEL. (gbs) Nach den Haushaltsplänen der Bundesländer werden die beiden christlichen Großkirchen im laufenden Jahr erstmals mehr als eine halbe Milliarde Euro an Staatsleistungen erhalten. "Verrechnet man dies mit den Zahlungen, die seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 an die Kirchen geflossen sind, kommt man auf die stolze Summe von 16,8 Milliarden Euro an Staatsleistungen – und dies, obwohl die deutsche Verfassung schon seit 1919 die Ablösung dieser Leistungen verlangt”.
BERLIN. Der ehemalige Domspatzen-Kapellmeister Georg Ratzinger ist der Bruder des ehemaligen Papstes Joseph Ratzinger. Er war verantwortlich, als bei den Regensburger Domspatzen geprügelt und auch auf andere Art und Weise missbraucht wurde. Jetzt will er davon nichts mehr wissen.
BERLIN. (gbs) Anlässlich der anhaltenden Diskussionen um die Ereignisse in Köln, bei denen in der Silvesternacht zahlreiche Frauen zu Opfern sexueller Belästigungen und sexueller Gewalt wurden, hält die Giordano-Bruno-Stiftung eine Debatte über das Verhältnis von Religion und Sexualität für dringend erforderlich.
BERLIN. (hpd) Zu einem "entschiedenen Widerstand” gegen die in der evangelischen Kirche verbreiteten "Irrlehren” ruft der langjährige Hauptredner der überkonfessionellen Evangelisationsbewegung ProCHrist, Ulrich Parzany, auf. Parzany unterstützt auch die die Aktion "Christival”, die auf Versammlungen auch schon mal "Homoheilungen” anbietet.
BERLIN. (hpd) Nach Ansicht des Erzbischofs von Toledo, Braulio Rodriguez Plaza, sind Frauen selbst schuld, wenn sie von ihren Männern körperlich misshandelt werden. Häusliche Gewalt habe ihren Ursprung darin, dass Frauen ihren Männern nicht gehorchten oder gar um eine Scheidung bäten.
BERLIN. (hpd) Nach achtmonatiger Recherche stellte Rechtsanwalt Ulrich Weber am vergangenen Freitag das Zwischenergebnis seiner Recherchen zum bereits 2010 aufgedeckten Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen vor. Weber geht davon aus, dass etwa jeder Dritte der rund 2.100 Mitglieder des Knabenchors zwischen 1953 und 1992 Missbrauchserfahrungen machen musste. Webers Zahlen liegen damit wesentlich höher als jene, die das Bistum Regensburg vor einem Jahr aufgrund eigener Recherchen veröffentlicht hatte.
BERLIN. (hpd) Ein Jahr nach dem islamistischen Attentat auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" erscheint ein Sonderheft der Satirezeitschrift mit einer Auflage von einer Million Exemplaren. Die Titelseite der Ausgabe erregte bereits Tage zuvor die Gemüter.
BONN. (hpd) Der ehemalige Theologie-Professor Hubertus Mynarek legt mit "Papst Franziskus. Die kritische Biographie” die erste deutsche kritisch gehaltene Lebensbeschreibung des Papstes vor und deutet ihn darin insbesondere im Lichte seine jesuitischen Sozialisation. Die Erörterung konzentriert sich mehr auf die theologische, weniger auf die politische Seite; gleichwohl findet man darin gut begründete kritische Einschätzungen, mitunter etwas polemisch, mitunter etwas weitschweifig vorgetragen.
BERLIN. (hpd) Bekennende Multikulturalisten werden nicht amüsiert sein, bekommen sie jetzt auch Gegenwind aus der islamischen Community. Dabei war die Welt bislang aus ihrer Sicht übersichtlich strukturiert: die verschiedenen "Kulturen”, allesamt gleichwertig und deshalb jeder Kritik entzogen. Dass dabei von Wohlmeinenden (möglicherweise vor allem, jedenfalls aber auch) die stockkonservativen Kräfte in den anderen "Kulturen” bedient wurden, ist heute offensichtlich.
BERLIN. (hpd) Angesichts der angekündigten Heiligsprechung von "Mutter Teresa" lässt sich fragen, was die katholische Kirche unter Nächstenliebe versteht. Die englische Zeitung Guardian bezeichnete die Sterbehospize des Ordens von Mutter Teresa als als eine "organisierte Form unterlassener Hilfeleistung".
BERLIN. (hpd) Papst Franziskus hat für das kommende Jahr 2016 die nächste Heiligsprechung angekündigt. Diesmal soll die bereits im Jahr 2003 selig gesprochene Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa (1910–1997) nun heilig gesprochen werden. Nach der umstrittenen Heiligsprechung des früheren Papstes Johannes Paul II. scheint dieses Prozedere weitaus weniger Diskussion auszulösen. Doch hinter ihrem Mythos verbergen sich nur allzu viele Ungereimtheiten.