Symbolbild

Warum die kirchlichen Sonderrechte ein Auslaufmodell sind

Privilegien ohne Rückhalt

Kirchensteuer, Staatsleistungen aus Steuermitteln, der Sonderweg beim kirchlichen Arbeitsrecht, der konfessionelle Religionsunterricht an staatlichen Schulen: Eine aktuelle INSA-Umfrage zeigt: 31 Prozent der Bürger befürworten eine Einschränkung dieser Privilegien – ein Trend, der mit 39 Prozent ausgerechnet unter CDU/CSU-Anhängern am stärksten ausgeprägt ist.

Hanfpflanzen

Autofahren mit Hanfmedikation in Österreich möglich

Andy Klingler aus Thierbach in Tirol ist ein zäher Kämpfer. Er kämpft gegen seine schwere Krankheit und er kämpft für die Legalisierung von Hanf im medizinischen Bereich. Er leidet an der Stoffwechselerkrankung Adrenomyeloneuropathie, die unheilbar ist. Die Beweglichkeit seiner Beine ist durch Spastiken eingeschränkt, sodass er nur mit Krücken gehen kann. Trotzdem nimmt Andy Klingler regelmäßig am Wien-Marathon teil. 11,2 km legt er letztes Mal dabei zurück, denn Andy Klingler lässt sich nicht unterkriegen.

Türkei ohne Darwin

Was sich bereits Anfang des Jahres angekündigt hat, scheint nun Tatsache zu werden: die türkischen Behörden streichen Darwins Evolutionstheorie aus den Lehrbüchern der 9. Klassen. Dafür muss in allen neuen Schulen künftig ein Gebetsraum oder eine Moschee eingerichtet werden.

Britische Gesellschaft steht hinter humanistischen Werten

Die "British Humanist Association", in der sich Prominente wie Stephen Fry seit Jahren engagieren, hat in der zurückliegenden Woche einen Relaunch gestartet und ist jetzt unter dem Label "Humanists UK" aktiv. Eine Umfrage zur Zustimmung zu humanistischen Werten veranlasste die erfolgreiche Organisation, ihren Namen zu ändern und im ganzen Königreich aktiv zu werden.

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Ruud Koopmans Aufsätze über Bedingungen gelungenen Miteinanders

Der Migrationsforscher und Soziologe Ruud Koopmans legt in seinem Buch "Assimiliation oder Multikulturalismus? Bedingungen gelungener Integration" zehn Abhandlungen zu unterschiedlichen Aspekten des Themas vor. Meist handelt es sich um Auswertungen und Interpretationen zu empirischen Studien, worin es auch um bedenkliche Einstellungen und Mentalitäten von Migranten, aber ohne pauschalisierende Vourteile geht.

25 Jahre Einsatz für Menschenrechte

Der deutsch-irakische Verein WADI unterstützt seit 25 Jahren Programme zur Selbsthilfe und Stärkung von Menschenrechten im Nahen Osten. Im Zentrum der Arbeit stehen Projekte, die konkrete Hilfe mit den Rechten und Fähigkeiten der Einzelnen verbinden: Alphabetisierungs- und Bildungsprogramme, Kampagnen gegen weibliche Genitalverstümmelung und der Kampf gegen häusliche Gewalt. Vor Kurzem erhielt der Verein den Roland-Berger-Preis für Menschenwürde. Der hpd blickt mit Thomas von der Osten-Sacken, Geschäftsführer von WADI, auf ereignisreiche Jahre zurück. 

Ein Eingriff in die Selbstbestimmung

Der Deutsche Ethikrat behauptet, dass eine ausnahmsweise Zulassung des Medikaments Natrium-Pentobarbital (NaP), wie sie das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 2. März 2017 beschloss, der staatlichen Neutralität gegenüber Lebenswertvorstellungen widerspreche. Der Verein DIGNITAS – Menschenwürdig leben – Menschenwürdig sterben ist anderer Meinung: Nicht die ausnahmsweise Zulassung, sondern ein Verbot der Abgabe widerspricht dem Prinzip der Neutralität gegenüber individueller Lebensgestaltung und stellt einen unzulässigen staatlichen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht des Menschen dar.

Ja-Wort ohne Gottes Hilfe

In Nordirland haben sich das Model Laura Lacole und der nordirische Fußballnationalspieler Eunan O'Kane in einer humanistischen Zeremonie das Ja-Wort gegeben. Das Besondere daran: sie mussten die rechtliche Anerkennung ihrer nichtkirchlichen Trauung erst gerichtlich durchsetzen. Ob humanistische Trauungszeremonien auch künftig eine standesamtliche Eheschließung in Nordirland ersetzen können, wird erst im September geklärt.

Gerhard Engelmayer

Gelungenes Treffen der Humanisten in Nürnberg

Ein Podium zur Vernetzung unter HumanistInnen oder weltliches Pendant zum Kirchentag? Das ist war eine meiner Fragen, die ich mir bei der Anreise zum Deutschen Humanistentag stellte. Der fand vom 15. bis 18.06.2017 im bayrischen Nürnberg statt. Auf Einladung eines extra gegründeten Vereins in Trägerschaft des Humanistischen Verbandes Bayern kamen diverse Prominente und Intellektuelle, Vertreter mehrerer Parteien und Organisationen sowie ca. 500 Gäste in der Meistersingerhalle zusammen, um sich zu präsentieren oder über eine breite Palette von Themen zu referieren und zu diskutieren.

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Rezension

Fremde Feinde

Verhaftet, angeklagt, hingerichtet. Der Prozess gegen Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti gilt als einer der unfairsten der amerikanischen Justizgeschichte. Die Beweislage, die den beiden italienischen Einwanderern die Schuld an einem Raubmord gab, war brüchig. Sie mussten am 23. August 1927 sterben – trotz weltweiter Proteste. Waren sie unschuldig?

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Friedhof

Immer weniger kirchliche Bestattungen

Immer weniger Menschen in Deutschland sind Mitglied einer der beiden großen christlichen Kirchen. Im vergangenen Jahr waren nach Berechnungen der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) bereits 48 Prozent der Bevölkerung konfessionsfrei. Dementsprechend gibt es auch immer weniger Bestattungen, die konfessionell begleitet werden.

Die Kirche und das liebe Geld

Die Verteidigung kirchlicher Privilegien ist nicht antifaschistischer Auftrag

Seit die Alternative für Deutschland (AfD) die ersten Entwürfe ihres Landtagswahlprogramms für Sachsen-Anhalt veröffentlicht hat, schlagen die Wellen bei einem Thema besonders hoch: Nicht nur kirchennahe Medien sahen in den kirchenpolitischen Forderungen der Partei eine „Kampfansage“ an die Kirchen, selbst in Medien des linken Spektrums war von einer „Bedrohung“ die Rede. Doch kirchliche Propaganda dominiert eine nüchterne Betrachtung der Fakten und die Konfliktlinien werden falsch gezeichnet.

Internationaler Strafgerichtshof

Streit um IStGH spitzt sich zu

Die USA haben Sanktionen gegen die Präsidentin des Internationalen Strafgerichtshofs Tomoko Akane sowie den Juristen Abdoulaye Seye verhängt und verschärfen damit den Konflikt um die Zuständigkeit des IStGH. Grund ist der anhaltende Streit über die IStGH-Haftbefehle im Gaza-Konflikt sowie die Frage, ob der Gerichtshof ohne Ratifizierung Israels überhaupt ermitteln darf. Damit erreicht das historisch gespannte Verhältnis zwischen den USA und dem IStGH unter Präsident Donald Trump einen neuen Tiefpunkt.

Radioteleskop

Von Dyson-Sphären, außerirdischen Artefakten und den Folgen des Erstkontakts

Übermorgen ist der Wissenschaftsjournalist und Philosoph Rüdiger Vaas zu Gast im Onlineformat „Sternenklar“, organisiert von Kortizes und der Astronomischen Gesellschaft Nürnberg. Basierend auf seinem neuesten Buch „Der intelligente Kosmos – Außerirdische Zivilisationen und die Zukunft der Menschheit“ wird er vom aktuellen Stand der astronomischen Suche nach außerirdischer Intelligenz erzählen und Vorstellungen von deren womöglich alles Menschenmögliche übertreffenden technologischen Fähigkeiten erläutern.

Blut-Test

Der Pränataltest auf Trisomie 21 im Meinungsstreit

Immer wieder brechen Kontroversen auf, inwieweit es zulässig sein soll, dass Frauen die Schwangerschaft abbrechen, nachdem mithilfe vorgeburtlicher Diagnostik Behinderungen des Fetus festgestellt worden sind. Besonders strittig ist das bei Trisomie 21. Die Einwände gegen solche Abbrüche lassen sich jedoch entkräften. Genauer betrachtet stellen sie keine Diskriminierung von Menschen dar, die mit Behinderungen geboren worden sind. Es gilt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren zu respektieren und sie bei ihrer persönlichen Entscheidungsfindung zu unterstützen.

Klassenzimmer

Ein Fortschritt und ein Verfassungsproblem

Der Zentralrat der Konfessionsfreien begrüßt die Einführung des Pflichtfachs „Werte und Normen” an Niedersachsens Grundschulen. Zugleich übt er Kritik am neuen Fach „Christliche Religion”, das zeitgleich die bisher getrennten Fächer Evangelische und Katholische Religion ersetzt. Zudem warnt der Verband dringend davor, die Debatte um den Religionsunterricht in die politisch rechte Ecke zu rücken.

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In welchem Verhältnis stehen eigentlich Demokratie und Humor? Gewährleistet Demokratie die Freiheit der komischen Kunst? Oder ist der Humor eine der kontrollierenden Gewalten, die dafür sorgt, dass diese Freiheit nicht verschwindet? Gerade wurde eine Ausstellung eröffnet, deren Werke dazu einladen, über diese Frage nachzudenken. Mit dabei sind auch „Spott sei Dank“-Karikaturen, die beim hpd erschienen sind.

„Brückenfestival“ in Nürnberg

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Steffen Mau hat in seiner Analyse „Die vielen Krisen der Demokratie“ präzise seziert, woran die liberale Demokratie derzeit krankt. Seine Bestandsaufnahme ist zutreffend – aber dennoch unvollständig. Denn sie benennt zwar die Symptome, nicht aber die wohl wichtigste gemeinsame Ursache der gegenwärtigen Verwerfungen.

Sascha Adamek

„CLAIM“-Zahlen zur Muslimfeindlichkeit dürfen als „unsauber“ bezeichnet werden

Der Investigativjournalist Sascha Adamek bewertete in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ die von „CLAIM“ verbreiteten Zahlen zu antimuslimischen Vorfällen als „eine glatte Fälschung“ und sprach von „Alarmismus“. „CLAIM“ wollte ihm diese Aussagen gerichtlich untersagen lassen. Doch das Landgericht Hamburg erklärte Adameks Äußerungen für zulässig. „CLAIM“ ist dabei kein unbeschriebenes Blatt: Sowohl die Methodik und Verbindungen der Organisation als auch der von ihr verwendete Begriff des „antimuslimischen Rassismus“ stehen seit Jahren in der Kritik.

Der Vorstand von ISAH Saarland

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Am Montag fand in Saarbrücken die Gründungsversammlung der Initiative „ISAH Saarland“ statt, auf der sich ein bisher informeller Kreis säkularer Humanisten als Verein organisierte. Die „Initiative Säkularität, Aufklärung und Humanismus Saarland“ (ISAH Saarland) hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig die Interessen konfessionsfreier, humanistisch orientierter Menschen im Land öffentlich zu vertreten.

Plakat C2C Congress 2026

Lösungen für eine bessere Zukunft

Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

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