Zentrum für politische Schönheit startet neue Aktion

"Lassen wir Schüler die Fackel des freien Wortes in die ewige Finsternis der Diktatur werfen"

Das Künstlerkollektiv um das Zentrum für politische Schönheit sorgt mit seinen Kunstaktionen regelmäßig für Aufsehen. Nun hat es anlässlich des 75. Jubiläums des Widerstands der Geschwister Scholl eine neue Aktion gestartet.

Mit der neuen Aktion will das Zentrum für politische Schönheit den Widerstand der Geschwister Scholl wieder aufleben lassen. Dazu sucht das Künstlerkollektiv junge Menschen, die regimekritische Flugblätter in Diktaturen verteilen – darunter Syrien, Russland, Sudan, Nordkorea, Eritrea, Simbabwe, Türkei, Usbekistan, Saudi-Arabien und Tschetschenien. Auf der Website der Aktion, die vorgeblich in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Regierung stattfindet, können sich Kandidaten für eine Reise in einen totalitären Staat ihrer Wahl anmelden.

Die regimekritischen Flugblätter werden im Rahmen eines Wettbewerbs von einer Jury ausgewählt. Die Sieger des Wettbewerbs erhalten Sachpreise im Wert von insgesamt über 5.000 Euro. Eine Preisverleihung soll am 29.6.2017 um 19 Uhr in den Münchener Kammerspielen stattfinden. 

Eines der ersten Flugblätter, die an das Zentrum für politische Schönheit gesendet wurden, richtet sich an die türkische Bevölkerung und ruft zum "Widerstand gegen die Erdokratur" auf.

Kommentare (5)

Roland Fakler (nicht überprüft)

Di. 27 Jun 2017 - 20:12

Die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus in unseren Schulen sollte bei den Schülern nicht einfach Lähmung und Schuldgefühle verursachen, sondern sie sollte vor allem dazu befähigen, aktuelle und zukünftige Diktaturen zu erkennen, um sie zu verhindern.
Merkmale einer vollendeten Diktatur sind: Ende der freien Wahlen; Einparteienstaat; Aufhebung der Gewaltenteilung; Ende der Meinungs- und Pressefreiheit; willkürliche Verhaftungen. Gilt für die heutige Türkei. Geistige Vorbereitung auf die Diktatur: Absolutheitsanspruch einer Ideologie (orthodoxer Islam – ehemalige Katholische Kirche); Gesetze werden nicht von Menschen, sondern von Gott bzw. seinen Vertretern auf Erden gemacht und können eigentlich nicht verändert werden; Ungleichheit der Menschen; Herrschaft der Rechtgläubigen: Sonderrechte für die Herrschenden; Entrechtung und Verfolgung der Falschdenkenden; Abwertung Andersdenkender und letztlich ihre Vernichtung oder Vertreibung; Einschränkung der Menschenrechte zugunsten der Herrschenden.
Zum Videofilm (1:20 Kreuz an der Wand – was für ein Terror) fällt mir noch ein: Die schlimmste und längste Diktatur in Europa war die der Heiligen, Katholischen Kirche!

Kay Krause (nicht überprüft)

Mi. 28 Jun 2017 - 06:13

Zitat: "Auf der Webseite der Aktion, die vorgeblich in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Regierung stattfindet,............." (Zitat Ende)
Frage: Welcher Künstler wagt sich an die dankbare Aufgabe, an eben diese Bayerische Staatsregierung ein solches regimekritisches Flugblatt zu senden?
Beginnen könnte man schon mal mit dem "C" für "Christlich" im Namen. Abgesehen davon, dass dieses "C" lediglich ein Aushängeschild für den katholischen Wählerfang ist, gilt m.E. auch das Gebot für demokratische und speziell für regierende Parteien, weltanschaulich neutral für die Anliegen und Bedürfnisse ALLER Bürger zu sorgen, und nicht nur für (in diesem Fall) die Christen.
Der zweite Punkt wäre das "S" für "Sozial"im Namen dieser Partei. Diese soziale (angebliche Volks-) Partei ist immer gerade so sozial, dass sie von den traditionsbewußten Lederhosen- und Kreuzesträgern wieder gewählt wird. Real sorgt sie für das Wohlergehen der Industrie, der Banken und Kirchen, ist also ein Vasall von Kapital und Kirche, wie fast alle konservativen Parteien.
Bayern ist in den 50ger-, 60ger bis in die 70ger Jahre hinein unter dem Cleverle und Oberspezi F.J.Strauß mit erheblichen Finanzmitteln aus dem Bundestopf von einem Agrarland zu einem erfolgreichen Industriestaat geworden, weigert sich aber heute, mit seinem Beitrag zu eben diesem Topf die ärmeren Länder zu unterstützen.
Spezlwirtschaft und Mauscheleien (also Korruption) gehören in dieser Partei zum guten Ton, zum Alltagsleben. "Mir san mir, und do lass'ma uns von niamd's dreiredn!" ist das Schlagwort des Tages.
Dieses - lieber Leser - ist lediglich ein Beispiel. In anderen Parteien und Regierungen ist es kaum anders, aber hier gibt es (im Gegensatz zu Bayern) doch ab und zu mal einen Wechsel, der für den Bürger die kurzfristige Hoffnung auf politische Aufrichtigkeit aufkommen läßt.
Also: wer schreibt das Flugblatt?

Rene Goeckel (nicht überprüft)

Mi. 28 Jun 2017 - 11:31

Das kann doch hoffentlich nur ein schlechter Scherz sein?

Der Goeckel hat gekräht,
doch weiß niemand - warum.
Er hat mal kurz den Kropf gebläht.
Wir nehmen's ihm nicht krumm.

Thomas B. Reichert (nicht überprüft)

Mi. 28 Jun 2017 - 17:27

Hab da mal mitgemacht.

Mein Beitrag: https://scholl2017.de/flugblatt/f3uYPv/

Florian Chefai

Hier sollte eine kurze Beschreibung des Autors bzw. der Autorin stehen. Die Autoren sind noch nicht angelegt, weil im Rahmen der Migration diese Daten nicht zuverlässig aus dem Freitext-Inhalt zu extrahieren sind.

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