Beim Thema Geschlechtsidentität im Spitzensport hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) eine Wende vollzogen. Es verlangt ab den Sommerspielen 2028 in Los Angeles einen einmaligen Geschlechtertest von Sportlerinnen für die Teilnahme an Frauen-Wettbewerben. Transfrauen ist ein Start in den Frauen-Konkurrenzen untersagt.
Das Thema hatte im Jahr 2025 für heftige Diskussionen gesorgt. Damals hatten Imane Khelif aus Algerien und Lin Yu-Ting aus Taiwan in Paris in den Boxwettbewerben ihrer Gewichtsklassen olympisches Gold gewonnen. Schon vor den Spielen hatte es Streit gegeben, ob sie überhaupt hätten antreten dürfen.
Der hpd hatte die Debatte kommentiert und über die Wortmeldung des Evolutionsbiologen Richard Dawkins in dieser Frage berichtet.
Die nun vollzogene Wende begründete die IOC-Präsidentin Kirsty Coventry so: "Als ehemalige Athletin glaube ich leidenschaftlich an das Recht aller Olympioniken auf einen fairen Wettbewerb. Die von uns angekündigte Richtlinie basiert auf der Wissenschaft und wurde von medizinischen Experten geleitet. Bei den Olympischen Spielen können selbst kleinste Margen den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen. Daher ist es absolut klar, dass es nicht fair wäre, wenn biologische Männer in der Kategorie der Frauen antreten würden. Zudem wäre es in einigen Sportarten schlichtweg nicht sicher."
Jeder Athlet müsse mit Würde und Respekt behandelt werden, und die Athleten müssten nur einmal in ihrem Leben getestet werden. Es müsse eine klare Aufklärung über den Prozess sowie Beratungsangebote geben, flankiert von fachmedizinischer Beratung.





