IHEU-Crowdfunding-Kampagne zum Welthumanistentag 2018

Schutz für Humanisten in Gefahr

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In einigen Ländern der Welt erfahren Humanisten Bedrohungen an Leib und Leben. Am heutigen Welthumanistentag hat die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU) deshalb das Crowfunding-Projekt "Schutz für Humanisten in Gefahr" ins Leben gerufen.

Ziel der Crowdfunding-Kampagne der IHEU ist es, Gelder für die Menschenrechtsarbeit der Organisation zu sammeln, insbesondere für ihre Arbeit gegen die Verfolgungen von nicht religiösen Menschen.

Laut der Webseite der Kampagne droht Atheisten derzeit in zwölf Ländern die Todesstrafe. In vielen anderen Ländern sorgen "Blasphemie"-Gesetze dafür, dass Humanisten sich nicht frei äußern dürfen.

Seitens der IHEU wird betont, dass neben der Gefahr einer Verfolgung durch den Staat auch militante religiöse Gruppierungen eine erhebliche Gefahr für nicht religiöse Menschen darstellten. In einigen Ländern, wie Pakistan oder Bangladesh, wurden in den vergangenen Jahren bereits einige Freidenker von solchen Gruppierungen getötet.

"Am Welthumanistentag wollen wir den Humanismus und humanistische Werte feiern – aber wir müssen diese Werte auch leben", sagt Gary McLelland, Geschäftsführer der IHEU. "Die IHEU setzt sich für die Rechte von Nicht-Religiösen ein und unterstützt und berät verfolgte Humanisten. Wir haben es bereits erreicht, dass sich die Sichtweise von Menschenrechtsgremien, Experten und Gesetzgebern hinsichtlich der Rechte nicht religiöser Menschen verändert hat. Jetzt ist es an der Zeit, dass die weltweite Gemeinschaft von Humanisten und nicht religiösen Menschen sich solidarisch zeigt und uns hilft, jene zu schützen, die in Gefahr sind."

Ziel der Kampagne ist es, 20.000 Britische Pfund (knapp 23.000 Euro) zu sammeln. Spenden sind über die Crowdfunding-Webseite der Kampagne möglich.