An der Päpstlichen Universität kann man jetzt den Studiengang "Kinderschutz" absolvieren. Zwölf Plätze sollen angeboten werden. Inhaltlich geht es um Sexualität und Keuschheit, um den Umgang mit Missbrauch sowie die Aufarbeitung von Fehlern. In Rom fand jetzt die Eröffnungsfeier statt – inklusive Kinderchor.
Vorurteile sind Gift für das soziale Gefüge einer Gesellschaft. Und oft der Nährboden für Fake News und Verschwörungstheorien. Opfer von Ressentiments sind meist Minderheiten, die gern als Projektionsfläche für die eigene Unzufriedenheit dienen. So führen Vorurteile oft zu Feindbildern.
Aufgrund eines Konstruktionsfehlers beteten Muslime in einer türkischen Moschee 37 Jahre lang in die falsche Richtung. Vorgeschrieben ist das Gebet Richtung Mekka. Doch die betroffenen Muslime können beruhigt sein, denn sie waren in der jüngeren Vergangenheit nicht die einzigen, die kurzzeitig die himmlische Orientierung verloren.
Während etlichen Kardinälen, Erzbischöfen und Bischöfen der römisch-katholischen Kirche öffentlich sexuelle Missbrauchshandlungen vorgeworfen worden sind, und zum Teil kirchliche und/oder gesetzliche Strafen verhängt wurden, ist derartiges in Hinblick auf die letzten drei Päpste nicht bekannt geworden.
Klöster sind diese Orte zwischen romantischen Vorstellungen von Kreuzgängen in der Morgensonne und Gärten voll duftender Kräutern und florierenden Wirtschaftsbetrieben, die von Bier bis Wellness alles aufbieten, was zahlende Kundschaft durch die Pforten treiben.
Aktuell ist der Teufel in der katholischen Kirche wieder ganz groß in Mode. Nicht nur Papst Franziskus redet gern und viel von ihm, auch für weniger hochrangige Führungskräfte der katholischen Kirche ist der Satan zum neuen Fetisch geworden. Ein irischer Bischof plant in seiner Gemeinde nun die Einrichtung einer Exorzismus-Task-Force, um die teuflischen Auswirkungen von Reiki und anderen New Age Heilmethoden unter Kontrolle zu bringen.
Sie sind unerwünscht und offiziell weiß niemand von ihnen. Manche werden abgetrieben, andere fühlen sich allzeit verleugnet: Priesterkinder. Einige Tausend sollen Schätzungen zufolge in Deutschland leben. Tomek ist ein solches Priesterkind.
Der Argentinier war wohl zu lange in Italien unterwegs. Ganz im Stile der Mafia bezeichnete er gestern bei einer Generalaudienz als "Auftragsmord", was für aufgeklärte Menschen das letzte Mittel ist, eine ungewollte Schwangerschaft zu beenden.
Andreas Altmann hat jüngst ein Buch über seine Reise durch Mexiko veröffentlicht. Der hpd darf ein komplettes Kapitel des Buches veröffentlichen. Wir haben uns für das entschieden, in dem der Autor erklärt, weshalb er in seinen Texten regelmäßig auf das Thema Religion zurückkommt.
Haben Sie diesen Monat schon täglich einen Rosenkranz gebetet? Nicht? Dann kann es sehr gut sein, dass Sie Schuld an den dämonischen Einflüssen auf die katholische Kirche haben. Immerhin hatte doch der Papst dazu aufgefordert, im Monat Oktober täglich einen Rosenkranz zu beten, um die Attacken des Teufels zurückzudrängen und die katholische Kirche zu mehr Bewusstsein bezüglich ihrer Fehler zu bringen.
Die katholische Kirche leidet seit Jahren unter einem Imageverlust – zumindest in der westlichen Welt. Die negativen Schlagzeilen reißen nicht ab. Die Wahl des argentinischen Kardinals zum Papst im Jahr 2013 schien einen Wendepunkt zu markieren. Der volksnahe Geistliche mit seinem Herz für die Armen und Minderprivilegierten wurde als Heilsbringer in dreifachem Sinn versehrt: Er sollte die Geister vertreiben, die den Ruf ruinierten, die Kirche vom Pomp entrümpeln und reformieren.
Kirchenvertreter zeigen sich schockiert über den sexuellen Missbrauch, den ihre Kollegen weltweit zigtausendfach begangen haben. Die Wahrheit ist: Diese perfide Form der Unterdrückung ist in Ideologie und Struktur der Kirche bereits angelegt.
Die erschreckenden Befunde der Studie zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche mit hohen dokumentierten Fallzahlen fordern das auf das Legalitätsprinzip verpflichtete Strafrecht zum Handeln heraus.
Im Juli hatte der Ältestenrat der Stadt einer Einladung zugestimmt, jetzt nahm sie der Kirchentagsveranstalter an. Die Frankenmetropole will sich mit insgesamt rund vier Millionen Euro an den Kosten des Protestantentreffens beteiligen, was sich aber für die Stadt auszahlen soll. Die Argumente dafür sind nicht neu – und wurden in der Vergangenheit des Öfteren widerlegt.