Trotz anders lautender Rechtslage verlangt die Bremer Evangelische Kirche bei Einstellungen für Köch*innen, Hausmeister*innen und Reinigungskräften noch immer die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche.
Die Idee der Menschenrechte wurde über Jahrhunderte gegen den brutalen Widerstand der Kirchen durchgesetzt. Heute tun Berufschristen gern so, als hätten sie sie erfunden. Menschenwürde, las man kürzlich wieder, leite sich aus der "Ebenbildlichkeit" der Menschen mit Gott ab. Das ist natürlich grober Unfug. Denn das Konzept "Gott" ist per se ein unsoziales und moralfreies.
Ein Dokumentarfilm entlarvt den Gründer der "Organischen Christusgeneration" als Verschwörungstheoretiker. Der ehemalige Autoverkäufer Ivo Sasek sieht sich als Gesandter Gottes oder alleiniger Apostel, der die Rechtgläubigen vor der kommenden Apokalypse retten und ins Heil führen muss.
Der ZEIT-Autor Raoul Löbbert findet das "alltägliche Christen-Bashing" niveaulos. Er fühlt sich diskriminiert und schreibt: "Wer heutzutage sagt, dass er an Gott glaubt, wird schnell blöd angemacht." Das kann nicht unkommentiert bleiben, meint hpd-Autor Ralf Rosmiarek.
Ein Referentenentwurf des niedersächsischen Justizministeriums sieht vor, dass VertreterInnen von Staatsanwaltschaften sowie RichterInnen in Zukunft keine religiösen und weltanschaulichen Symbole mehr bei öffentlichen Verhandlungen tragen dürfen.
Religiösen Menschen werden oftmals sehr positive Eigenschaften wie vermehrte Hilfsbereitschaft, Altruismus oder Empathie zugeschrieben. Befasst man sich näher mit der Materie, bekommt man jedoch ein anderes Bild vermittelt. Die Autorin hat ihre Bachelorarbeit mit dem Titel: "Der Zusammenhang zwischen Religion bzw. Religiosität und prosozialen Tendenzen: Ein systematisches Review der empirischen Forschungsliteratur" für den hpd zusammengefasst.
Bislang war es vor allem die katholische Kirche, die in Sachen Missbrauch im Fokus stand. Gestern wurde bekannt, dass eine unabhängige Kommission jahrelanges Vertuschen und Verschweigen sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche auch in der Evangelische Kirche Deutschland (EKD) erkennt.
Digitalisierung ist die große neue Herausforderung! Für Konzerne, Parteien und Glaubensgemeinschaften gilt gleichermaßen: Nur, wer sich auf den neumodischen Schnickschnack einlässt, wird morgen noch einen Platz auf der Bildfläche finden. Ein Damoklesschwert, insbesondere im Nacken jener, die sich ohnehin schon "konservativ" schimpfen. Und wer den Aufsprung bislang nicht gewagt hat, bekommt dieser Tage die allerletzte Chance, sich ins elektronische Neuland vorzutasten.
Bei allen Religionen und Glaubensgemeinschaften geht es in irgendeiner Form ums Seelenheil. Religion ist die Antithese zum weltlichen Teil des Lebens, bei dem weniger das Sein im Mittelpunkt steht, sondern vor allem das Haben. Dieses dient dazu, die Existenz und das Überleben zu sichern. Die Aufgabenteilung ist klar.
Noch immer werden Atheisten und Säkulare in aller Welt verfolgt und diskriminiert. In zwölf Ländern gibt es sogar die Todesstrafe für "Gotteslästerung". Diese düstere Bilanz zieht die Internationale Humanistische und Ethische Union (Internatinal Humanist and Ethical Union, IHEU) in ihrem "Freedom of Thought Report" 2018, der jetzt auf der UN-Vollversammlung in New York vorgestellt wurde.
Schauspielerin Leah Remini, bekannt aus der Comedy-Serie "King of Queens", war seit ihrer frühen Jugend Mitglied bei Scientology. Nach über 30 Jahren, zahlreichen Spenden und der medienwirksamen Bewerbung der Organisation, trat sie 2013 aus. Seitdem kritisiert sie Scientology öffentlich und hat auch eine Fernsehserie über die Nachwirkungen von Scientology gedreht. Seit vergangenem Donnerstag läuft die Serie unter dem Titel "Leah Remini: Ein Leben nach Scientology" auch in Deutschland.
Als die Mitglieder der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e. V. vergangenen Donnerstag den Weltnudeltag begingen, hatte das oberste deutsche Gericht ohne ihr Wissen bereits über sie entschieden. Wie erst jetzt bekannt wurde, wies das Bundesverfassungsgericht am 11. Oktober die anhängige Verfassungsbeschwerde der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e. V. ab.
Eine Österreicherin, die Mohammed als Pädophilen bezeichnet hatte, sei hierfür zu Recht von österreichischen Gerichten verurteilt worden. Dies erklärte am vergangenen Donnerstag der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg.
Was du nicht besiegen kannst, das musst du dir zum Freund machen. Die katholische Kirche hat jetzt diese Weisheit beherzigt und den Kampf Gott gegen Pokémon erst einmal aufgegeben. Gott hatte, mit seinen bisherigen Skills "Unsichtbarkeit" und "Kampfstärke Null", keine Chance gegen all die kleinen, bunten, lustig herumwuselnden und muntere Battles austragenden Pokémon-Figuren, die man aber immerhin ja sehen kann – die Spiel-App auf dem Smartphone vorausgesetzt.