Das eigene Zuhause ist für viele Frauen der gefährlichste Ort. Jede vierte Frau in Deutschland erlebt mindestens einmal in ihrem Leben häusliche Gewalt. Das bedeutet, dass wir alle mit großer Wahrscheinlichkeit sowohl Betroffene als auch Täter kennen.
Wenn Frauen zu Todesopfern von "Eifersuchtsdramen", "Familientragödien" oder "Ehrenmorden" werden, ist ihre Geschlechtszugehörigkeit oft ein wesentlicher Bestandteil der Tatmotive. Expert*innen des Instituts für Kriminologie der Universität Tübingen und des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen durchleuchten Taten, Tatmotive und Rechtsprechung auf breiter Datengrundlage.
#LetUsTalk ("Lasst uns reden") ist ein Aufschrei von vielen Frauen aus muslimischen Communities im Westen, denen Islamophobie vorgeworfen wird, wenn sie laut über Benachteiligung, Diskriminierung und Demütigung von Mädchen und Frauen innerhalb ihrer Familie und Gemeinschaften sprechen. Im Zentrum stehen dabei der Text eines kanadischen Arztes ägyptischer Abstammung und seine Kritik an der Verschleierung minderjähriger Mädchen.
Schon zuvor wurden Frauen und Mädchen in Afghanistan bereits weitestgehend aus der Erwerbsarbeit und den weiterführenden Schulen verdrängt. Nun macht sich die islamistische Regierung ans Werk, auch die gesamte kulturelle Landschaft umzuwälzen und verbannt Frauenrollen komplett aus Film und Fernsehen.
Nach der am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Bundeskriminalamtes waren im Corona-Jahr 2020 119.164 Frauen von Partnerschaftsgewalt betroffen. Für 132 Frauen endete dies tödlich. Damit ist die Gewalt an Frauen im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent angestiegen. Terre des Femmes fordert von der künftigen Bundesregierung mehr Schutz für Frauen und Mädchen: Ausbau der Frauenhausplätze, Rechtsanspruch für Betroffene, verbindliche Schulungen für Polizei und Justiz.
Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes feiert heute ihr 40-jähriges Bestehen. Anlässlich dessen wird es eine Online-Veranstaltung auf YouTube geben. In den vergangenen vier Jahrzehnten ist viel erreicht worden, was nun in einem Buch zusammengetragen wurde. Der hpd veröffentlicht hier das Editorial, verfasst von Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle.
Auf dem von Terre des Femmes veranstalteten "Filmfest FrauenWelten" konnte man den einfühlsamen Dokumentarfilm "Seyran Ateş: Sex, Revolution and Islam" sehen. Er erzählt die Geschichte der mutigen Frau, die sich selbst aus einem gesellschaftlichen Gefängnis befreite, um ihren Wunsch nach Freiheit für sich und andere mit einem neuen zu bezahlen. Er zeigt, was Religion anrichten kann.
Derzeit läuft der aktuelle 007-Film "Keine Zeit zu sterben" in den Kinos, nachdem der Start wegen der Pandemie mehrfach verschoben werden musste. Er fällt äußert positiv auf durch Emotion und Emanzipation: Er hat viel Tiefgang und trägt der #MeToo-Dabatte Rechnung.
Die feministische Zeitschrift EMMA hat ihren Preis für den "sexistischsten lebenden Mann" (in Anlehnung an den "Sexiest Man Alive" des US-Magazins People) an keinen anderen als das Oberhaupt der nach wie vor männerdominierten katholischen Kirche vergeben: Papst Franziskus.
Im Juli kündigte General Andika Perkasa an, dass die Armee keine Jungfräulichkeitstests bei Rekrutinnen mehr durchführen würde. Nachdem die Ankündigung Erleichterung und Lob auslöste, ist zwei Monate später noch immer keine schriftliche Veröffentlichung erfolgt, die Zweifingertests und andere demütigende und schmerzhafte Prozeduren für Bewerberinnen ausschließen.
Die "Tage" einer Frau kommen nicht immer pünktlich. Das kann viele Gründe haben. Aber kann es auch an der Covid-19-Impfung liegen? Die Ärztin Natalie Grams-Nobmann erklärt in ihrer Kolumne, was die Forschung über einen möglichen Zusammenhang weiß.
Wirft man einen Blick in die Geschichte des "Abtreibungsparagrafen" so wird nicht nur die mehrfach gespaltene Moral deutlich, es zeigt sich auch, wie wenig es um "Lebensschutz" und Menschenwürde oder Demokratie und Humanität geht. Es geht um die Kontrolle weiblicher Reproduktionsfähigkeit und um die Durchsetzung von Herrschaftsansprüchen sowie um bevölkerungspolitische Interessen. Ein historischer Überblick von Gisela Notz.
Nachdem die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen haben, sorgt man sich um die Frauen im Land. Die internationale Initiative "Women against Taliban", die auch vom Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland unterstützt wird, ruft deshalb zur Hilfe für Frauen in Afghanistan auf.
Die Ereignisse in Afghanistan überschlagen sich. Quasi jede Minute gibt es über die verschiedenen Newsticker neue Schilderungen über Menschen, die versuchen, vor dem islamistischen Regime der Taliban zu fliehen, da sie um ihr physisches und psychisches Wohl bangen. Doch eine Gruppe leidet ganz besonders unter den Repressalien der neuen Machthaber: Frauen.
Am 13. Juli dieses Jahres sollen zwei Brüder ihre 34-jährige Schwester im Namen der Ehre in Berlin ermordet haben. TERRE DES FEMMES fordert, Gewalt im Namen der Ehre beim Namen zu nennen und endlich Lücken in der Integrationspolitik zu schließen.