Hamburg

Eröffnung

Humanistentag in Hamburg voller Erfolg

Trotz Streiks im Nahverkehr kamen rund 100 Gäste zum dritten Humanistentag in Hamburg zusammen und erlebten ein dichtes Programm mit zwölf Vorträgen und Diskussionen zu aktuellen säkularen Themen. Im Zentrum standen Debatten über Säkularität in der Einwanderungsgesellschaft, religionspolitische Fragen sowie die Forderung nach stärkerer säkularer Ausrichtung der Politik. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten die Keynote von Julian Nida-Rümelin zum "Epochenbruch" sowie ein satirischer Abschluss der Pastafari, der den Tag pointiert ausklingen ließ.

Haus der Patriotischen Gesellschaft Hamburg

Humanisten versammeln sich zum dritten Mal in Hamburg

Wie schon in den Jahren 2013 und 2019 wird auch 2026 wieder ein Humanistentag in Hamburg stattfinden. Im Mittelpunkt stehen säkulare und humanistische Themen, die für Hamburg eine besondere Relevanz haben. Damit soll sowohl den weit über 50 Prozent konfessionsfreien Bürgern der Stadt ein Gesprächsangebot gemacht werden als auch der Austausch mit anderen Weltanschauungsgemeinschaften und Religionen gefördert werden.

Kundgebung am Rathausmarkt

Hamburger Women's March zeigt: Der Kampf um universelle Frauenrechte bleibt aktuell

Am Vortag des Internationalen Frauentags versammelten sich in Hamburg bis zu 200 Menschen zum Women's March, organisiert von der Initiative "International Women in Power" der "Kulturbrücke Hamburg". Die Demonstration richtete sich gegen Unterdrückung und religiösen Fanatismus, trat ein für die universellen Menschenrechte von Frauen, weltweit und in Deutschland. Die Reden und Performances der Veranstaltung machten deutlich: Der Einsatz für Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Säkularität bleibt eine gesellschaftliche Daueraufgabe, die Solidarität über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg erfordert.

Die erste Widerstandsaktion gegen "Religion für alle"

Mit einer Petition setzt sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hamburg dafür ein, dass in den Klassen 1 bis 6 eine Alternative zum Religionsunterricht angeboten wird. Gerhard Lein ist ehemaliger Schulleiter und Religionslehrer in Hamburg und war zudem Abgeordneter der SPD in der Hamburger Bürgerschaft. Der hpd sprach mit ihm über die Petition, die staatliche Neutralitätspflicht und das "klerikale Kartell" hinter den Kulissen der Hamburger Bildungspolitik.

"Prozess gegen Deutschland"

Am Freitag begann im Hamburger Thalia Theater ein außergewöhnliches politisches Experiment: Milo Raus "Prozess gegen Deutschland" stellt in einem fiktiven Tribunal die Frage, ob ein AfD‑Verbot nicht nur denkbar, sondern vielleicht sogar notwendig wäre. Zwischen realen Juristen, Aktivisten und politischen Akteuren verhandelt das Stück die brennenden Konflikte unserer Zeit. Kaum gestartet, provoziert das Projekt heftige Reaktionen aus allen politischen Lagern und macht deutlich, wie umkämpft der demokratische Raum weiterhin ist.

Strafjustizgebäude Hamburg

Gotteslästerungs-Prozess: Verfahren eingestellt

Das Strafverfahren gegen vier Angeklagte, die sich vor dem Amtsgericht Hamburg wegen "Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen" (§ 166 Strafgesetzbuch) verantworten mussten, ist nach Paragraf 153a Strafprozessordnung vorläufig eingestellt worden. Zwei der Angeklagten schieden bereits vor dem Prozess mit einer Geldauflage aus dem Verfahren aus. Die beiden verbliebenen Angeklagten stimmten in der Hauptverhandlung der Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung von 300 Euro an eine Menschenrechtsorganisation zu.

Das Hamburger Rathaus

Neuer Vorstoß für muslimische Wohlfahrtsverbände

Der Plan, soziale Angebote wie Kitas, Pflege und Beratung unter einem eigenen muslimischen Wohlfahrtsverband zu bündeln, sorgt für Diskussionen. Kritiker warnen vor Parallelstrukturen und mangelnder Integration. Die Teilnahme von Schura-Vertretern an umstrittenen religiösen Veranstaltungen zu Neujahr sorgte für zusätzliche Brisanz.