BERLIN. (hpd) Wenn einer eine Vorstellung von der Welt hat und bemerkt, dass diese nichts mit der Realität zu tun hat, was macht er dann? Er passt seine Vorstellung an. Nicht so jedoch Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller. Der Präfekt der Römischen Glaubenskongregation möchte lieber die Lebenswirklichkeit ausblenden.
STEISSLINGEN. (hpd) Ein nicht unwichtiger Nachtrag zu den Meldungen der letzten Tage: Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin, immerhin die rechte Hand des Papstes und der zweitwichtigste Mann im Vatikan, hat soeben nicht nur von einer "Niederlage der christlichen Prinzipien" gesprochen, sondern ungleich höher gegriffen und Irlands Verhalten eine "Niederlage für die Menschheit" genannt. Wer so spricht, beweist, wie schmerzhaft die Ohrfeige aus Irland gewesen ist.
KÖLN. (hpd) Die Volksabstimmung der Iren, Schwulen und Lesben die Ehe zu öffnen, stellt viel mehr dar als nur einen Sieg der Humanisten über die Religiös-Dogmatischen. Es ist auch eine schallende Ohrfeige der Iren für die katholische Kirche, die sich der Einführung der Homo-Ehe mit ihrem gesamten Machtapparat entgegenstellte.
MÜNSTER. (hpd) Bei meinem jüngsten Besuch im Bahnhofskiosk konnte ich der Versuchung einfach nicht widerstehen. Ich habe sie gekauft: die deutsche Erstausgabe der Zeitschrift "Mein Papst – das Privatleben von Jorge Bergoglio" auf Hochglanzpapier. Warum? Weil ich es endlich verstehen will, dieses Phänomen "Franziskus".
STEISSLINGEN. (hpd) Gerade zieht das vollschlanke Gesicht eines Kardinals durch die Medien. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Marx (München) hat die einstimmig verabschiedete Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken "Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute" öffentlich gerügt.
MOOSSEEDORF/CH. (hpd) Gegen den Willen seines Bistums hat ein Schweizer Pfarrer ein gleichgeschlechtliches Paar gesegnet. Statt sich weiter für seine Überzeugung einzusetzen und damit eine Versetzung zu riskieren, missachtet er die Solidarität von fast 44.000 Schweizerinnen und Schweizern, lenkt ein und waltet seines Amtes künftig mit einem Maulkorb.
BERLIN. (hpd) Die am 27. April 2015 von der Vollversammlung des Verbandes der Diözesen Deutschlands beschlossene Novelle der "Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse" ist seitens des Humanistischen Verbandes Deutschlands auf deutliche Kritik gestoßen.
BERLIN. (hpd) Eine etwas andere Autobiografie legt der Autor Ralf Prestenbach aus Koblenz vor: "Heiliger Bim Bam, Ein Messdiener fällt vom Glauben ab" ist ein humorvoller Rückblick auf (s)eine Kindheit im Rheinland.
STEISSLINGEN. (hpd) Nach den Passionslegenden (Mt 27, 59, Mk 15, 46; Jo 19, 40) wurde der Leichnam des Jesus von Nazaret in Tücher gehüllt und beigesetzt. Bei der Wichtigkeit dieser Herrenreliquien verwundert es nicht, dass an die 40 einzelne Grabtücher verehrt wurden, die allesamt unecht sein dürften.
MOOSSEEDORF/CH. (hpd) Franziskus sagt, dass er einen Rücktritt nach dem Vorbild seines Vorgängers nicht ausschließe. Mit solchen Gedankenspielereien erwärmt der Argentinier die Debatte, die seit der Demission von Papst Benedikt XVI. sporadisch aufflammt: Ist das Pontifikat auf Lebenszeit noch zeitgemäß?
Seit 165 Jahren erscheint alle zwei Wochen – weltweit verbreitet und in viele Sprachen übersetzt – die 1850 von Jesuiten in Neapel gegründete Zeitschrift "La Civiltà Cattolica" (CC).
BERLIN. (hpd) Mit dem Titel "Verfehlung", Untertitel "Glaube - Vertrauen - Zweifel", ist ein deutscher Spielfilm in bundesdeutschen Kinos angelaufen. Ein katholischer Gemeinde-Priester unterwirft männliche Jugendliche seiner sexuellen Gewalt. Kindesmissbrauch wäre die Anklage, sofern es dazu kommen würde.
Der ehemalige Priester Wojciech G. ist wegen Kindesmissbrauch zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zudem muss er rund 37.000 Euro Entschädigung an die Opfer zahlen.