In deutschen Kliniken wird operiert, katheterisiert und bestrahlt, was die Gebührenordnung hergibt… diese auf dem rückwärtigen Umschlag des im Piper Verlag erschienenen Buches angeführte Feststellung nimmt der Palliativmediziner Dr. Matthias Thöns zum Anlass für eine sehr kritische Analyse des deutschen Gesundheitswesen mit seinen überbordenden Kosten, seiner Missachtung des Patientenwillens und unmenschlichem Einsatz der Apparatemedizin bei Sterbenskranken.
Im Nordwesten des Jemen wurde am Mittwoch-Nachmittag ein von "Ärzte ohne Grenzen" unterstütztes Krankenhaus bei einem Luftangriff getroffen. Mindestens 11 Menschen starben, darunter ein Mitarbeiter von "Ärzte ohne Grenzen". Mindestens 19 Personen wurden verletzt. Das Krankenhaus in Abs (Hadscha), welches "Ärzte ohne Grenzen" seit Juli 2015 unterstützt, wurde teilweise zerstört. Die verbliebenen Gebäude wurden evakuiert und Patienten und Mitarbeiter in Sicherheit gebracht.
BERLIN. (mpg) Methoden der kollektiven Intelligenz können zu erheblich genaueren medizinischen Diagnosen führen – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ein Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung hat neue Erkenntnisse gewonnen, wie sich ärztliche Entscheidungen durch das Einholen mehrerer unabhängiger Meinungen verbessern lassen könnten. Dabei fanden die Forscher auch heraus, dass für die Qualität der Diagnose die Zusammensetzung der Ärztegruppe entscheidend ist.
BERLIN. (hpd) Der Gesundheitsforscher Gerd Antes hält klinische Studien an Demenzkranken für unerlässlich. Bei der jetzigen Altersentwicklung in Deutschland müsse sehr intensiv darüber nachgedacht werden, wie man mit Studien näher herankommen könne an die Medikation von multimorbiden, alten Menschen, sagte der Direktor des Cochrane Zentrums für evidenzbasierte Medizin am Universitätsklinikum Freiburg der Wochenzeitung "Das Parlament".
BERLIN. (hpd) Eine junge Frau aus Idaho ist heute todkrank, weil ihre Eltern ihr in der Kindheit medizinische Hilfe versagten. Aus religiösen Gründen. Die junge Frau fordert nun eine strafrechtliche Verfolgung ihrer Eltern.
GIEßEN. (hpd) Alternativmedizinische Verfahren sind bei Patienten beliebt, versprechen sie doch weitgehend sanft, natürlich und weitgehend ohne Nebenwirkungen zu sein. Aber sind sie tatsächlich eine Alternative zur sogenannten Schulmedizin?
GIESSEN. (hpd) In seinem 1932 erschienenen Roman “Schöne Neue Welt” entwarf Aldous Huxley eine düstere Vision unserer Zukunft. Im Jahre 632 nach Ford, unserem 26. Jahrhundert, werden die Menschen nicht mehr in intimen Umarmungen gezeugt, sondern in anonymen Laboratorien gezüchtet.
Die Medizinjournalistin Krista Federspiel spricht in einem Interview über die Werbemechanismen der Esoterik, ihre Gefahren und die Lobbying-Versuche der homöopathischen Industrie.
TRIER. (hpd) In Trier konnte eine Woche lang die Ausstellung “Echte Körper” bestaunt werden. 200 Exponate, bestehend aus konservierten menschlichen Körpern und Organen, sollten anatomisches Wissen an interessierte Besucher vermitteln. Schon vorab wurde der Ausstellung Würdelosigkeit vorgeworfen.
Den diesjährigen Nobelpreis für Physiologie oder Medizin erhalten drei Forscher, die im Gehirn von Säugetieren auf die Grundlagen des "inneren GPS" gestoßen sind.
SCHWEIZ. (hpd) Die Ethiker in der Nationalen Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin NEK gehören alle zum christlich-konservativen Filz. Anfang des Jahres wurden 8 von 15 Mitgliedern der Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin NEK ersetzt. Unter anderem wählte der Bundesrat zwei Moraltheologen in die Kommission, nämlich Markus Zimmermann von der Universität Freiburg und Frank Mathwig von der Universität Bern.
ERLANGEN. (hpd) Mit einem "evidenzbasierten Blick auf die Beschneidungsdebatte" will Hendrik Pekárek die Risiken und Vorteile der Zwangsbeschneidung Neugeborener unvoreingenommen bewerten. Den zentralen Aspekt jedoch leugnet er: Es ist keine medizinische, sondern eine ethische Frage.
(hpd) Als es kurz nach dem Ableben des amerikanischen Psychiaters Leon Eisenberg in den Medien hieß, dass das "Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätssyndrom" (ADHS) "eine erfundene Krankheit" sei, erregte das viel Aufmerksamkeit. War es doch eben dieser Eisenberg, der darum kämpfte, das Krankheitsbild ADHS in das DSM, das wichtigste Handbuch der Psychologie, aufzunehmen.