Da seine beiden Söhne nicht für den sonntäglichen Kirchgang aufstehen wollten, prügelte ein Mann im US-Bundesstaat Utah die Jungen mit einer Gitarre aus dem Bett. Die beiden setzten sich mit ihren vier Fäusten gegen das verordnete Hallelujah zur Wehr und zeigten den Vater an.
Im zentralamerikanischen Staat El Salvador ist der Schwangerschaftsabbruch generell verboten und die Strafen für Abtreibende sind hoch. Nun ist in El Salvador eine junge Frau nach einer Totgeburt vom Vorwurf der Abtreibung freigesprochen worden.
Die Berufung des australischen Kardinals George Pell ist gescheitert. Der ehemalige Finanzchef des Vatikans war im Dezember 2018 des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger schuldig gesprochen worden. Der Vatikan betont, dass Pell während des gesamten Verfahrens stets seine Unschuld beteuert und nun das Recht habe, sich an den Obersten Gerichtshof Australiens zu wenden.
Die "Grüne Lunge der Erde" brennt. Allein in diesem Jahr gab es bereits mehr als 70.000 Brände; der Großteil davon von Menschen gelegt. Seit zwei Tagen sind Medien und Weltöffentlichkeit darauf aufmerksam geworden. Und was wird getan? Gebetet.
Zwischen 1960 und 2008 soll Priester Renato Poblete 22 Menschen sexuell missbraucht haben. Vier davon sollen zur Tatzeit sogar minderjährig gewesen sein. Das bestätigt eine kircheninterne Untersuchungskommission nun nach Prüfung der Anzeigen und Beweise.
Ein Gesetzentwurf im australischen Bundesstaat Victoria sieht vor, dass Priester Kindesmissbrauch, der ihnen während der Beichte berichtet wird, staatlichen Stellen melden müssen. Tun sie es nicht, drohen ihnen drei Jahre Haft. Der Erzbischof von Melbourne erklärte, dass er in einem solchen Fall das Beichtgeheimnis nicht verletzten würde.
Wenn man als schwuler Sozialdemokrat auf einem CSD in einem Niqab für das Recht demonstriert, eine Burka tragen zu dürfen, ist das in vielerlei Hinsicht grotesk. So ist es aber jüngst in den Niederlanden geschehen.
Obwohl noch immer als besonders katholisches Land bekannt, ändert sich die Situation in Spanien aktuell drastisch. Mehr und mehr Menschen treten aus der Kirche aus. Immer weniger derer, die noch Mitglieder sind, besuchen Messen oder lassen sich kirchlich trauen.
Am 31. Juli 2019 wurden in Iran die Menschenrechtsaktivistinnen Mojgan Keshavarz, Yasaman Aryani sowie deren Mutter Monireh Arabshahi aufgrund ihres Engagements gegen die Kopftuchpflicht zu langen Haftstrafen verurteilt.
Europa ist innerhalb weniger Jahre zum Tollhaus geworden. Kriege im Nahen Osten, politische Spannungen und Elend auf dem afrikanischen Kontinent lösten Flüchtlingsströme aus, die Europa umgepflügt haben. Und die christliche Moral und Ethik weggespült.
Obwohl ein beträchtlicher Teil der US-Amerikaner sich keiner bestimmten Religion zuordnet beziehungsweise gar keine hat, spiegelt sich das bei ihren Volksvertretern nicht wider. Aber nicht, weil es unter ihnen keine Ungläubigen gäbe, sondern weil sie sich davor scheuen, dies bekannt zu geben.
Der im Jahre 2014 verhaftete und zunächst wegen Blasphemie zum Tode verurteilte Blogger Mohamed Mkhaïtir wurde am 29. Juli 2019 aus dem Gefängnis entlassen. Über den Senegal konnte er sich nach Europa in Sicherheit bringen.
Ein neuer Erlass, initiiert vom Kronprinzen und inoffiziellen Regenten Mohammed bin Salman, macht's möglich: Frauen im wahhabitischen Gottesstaat erhalten ein weiteres bisschen Freiheit. Gleichzeitig bleiben Frauenrechtlerinnen eingesperrt und werden möglicherweise sogar gefoltert.
Nach zwei Jahren interner Diskussion und Planung in einer Kommission des Moskauer Patriarchats war es Ende Juli so weit. Die Russisch-Orthodoxe Kirche möchte die Segnung von Massenvernichtungswaffen in Zukunft aussetzen. Neben Osterbackwaren und Haustieren sollen aber auch weiterhin persönliche Waffen zur Verteidigung des Vaterlandes gesegnet werden können.