Laut einer aktuellen Umfrage sprechen sich derzeit 65 Prozent der Deutschen für eine Abschaffung des staatlichen Kirchensteuerabzugs aus. Das Ergebnis der Umfrage deckt sich mit den Aussagen älterer Umfragen zum Thema Kirchensteuer.
Der ZDF-Terrorismusexperte Elmar Theveßen legt in seinem Buch "Terror in Deutschland. Die tödliche Strategie der Islamisten" eine journalistische Bestandsaufnahme vor und geht dabei von der Existenz eines "Materplans" aus. Es handelt sich um eine anschauliche Darstellung von einem Kenner der Materie, die aber etwas mehr Analyse und Systematik verdient gehabt hätte.
Bei der bundesweiten Razzia der Polizei gegen die salafistische Vereinigung "Die wahre Religion" wurden auch mehr als 22.000 Korane beschlagnahmt. Nun streitet man sich, wie die Bücher vernichtet werden können.
Ist es typisch, dass in katholischen Familien nicht über Religion gesprochen wird? Das Katholizismus in ihnen praktiziert aber nicht diskutiert wird? Dass die grundlegenden Fragen unseres menschlichen Selbstverständnisses an die "Experten" der Religion abgetreten werden?
Der Anteil der Katholiken und Protestanten in der deutschen Bevölkerung ist 2015 auf 28,9 beziehungsweise 27,1 Prozent gesunken. 36 Prozent der Bevölkerung gehörten keiner Religionsgemeinschaft an. Der Anteil der konfessionsgebundenen Muslime lag bei 4,4 Prozent. Die Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften (u. a. Orthodoxe Kirchen, Freikirchen, Juden, Hindus und Buddhisten) stellten rund 3,6 Prozent der Bevölkerung. Dies geht aus einer aktualisierten Hochrechnung hervor, die die Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) auf ihrer Website veröffentlicht hat.
Am 16.12.2016 war es so weit: Der Luther-Truck erreichte Tübingen. Luther-Truck, das ist eine Wanderausstellung der Evangelischen Kirche, der so genannte europäische Stationenweg anlässlich des Reformationsjubiläums 2017.
In Heidelberg machte dieses auch "Geschichtenmobil" genannte Fahrzeug (offiziell vom Verein "Reformationsjubiläum 2017" betrieben) zwei Tage Station. Volkswagen und Deutsche Bahn sind Jubiläumspartner, die EKD, der evangelische Kirchentag und Luther2017 unterstützen das Projekt. Karl-Heinz Büchner, Reinhold Schlotz und unser Autor Bernd P. Kammermeier, die Luthers judenfeindliche Schriften in heutiges Deutsch übertrugen, besuchten den Truck, um zu erkunden, wie kritisch Luther – der Namenspatron der Lutherdekade und des Luther-Jahres - hier präsentiert wird. Sie fanden Überraschendes.
Es ist völlig klar, dass der Islam Aufklärung benötigt. Doch die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, diesen Aufklärungsprozess in Gang zu setzen. Was also tun? Zuvorderst ist es wichtig, dass man sich auf einige Basisbanalitäten verständigt. Zum Beispiel darauf, dass nicht "islamophob" ist, wer den konservativen Alltagsislam im Allgemeinen und den Islamismus im Besonderen kritisiert. Im Gegenteil: Kritik ist die Voraussetzung jeglicher Aufklärung im Islam. Ein Kommentar von Kacem El Ghazzali.
Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, fordert mehr muslimische Vertreter in Rundfunkräten. Die Berichterstattung in Bezug auf den Islam sei "defizitär" und "tendenziös".
"… Was jedermann oft für ausgemacht hält, verdient am meisten untersucht zu werden" (Georg Christoph Lichtenberg). Und am eindeutigsten ausgemacht scheint das Bild zu sein, das Millionen sich von Gott machen. Horst Herrmann nimmt das nicht hin und versucht, andere Perspektiven aufzuzeigen.
Nicht nur evangelikale Christen, sondern auch sehr viele Muslime – wahrscheinlich die Mehrheit – lehnen die biologische Evolutionstheorie ab. Eine solche Geisteshaltung mutet im 21. Jahrhundert in etwa wie die Behauptung an, die Erde sei eine Scheibe. Ernsthafte Bemühungen, die Religion mit der Evolutionstheorie unter einen Hut zu bringen und die religiös bedingten Barrieren abzubauen, verdienen daher Unterstützung.
Der Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck sprach am Mittwoch vor der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bochum darüber, welch friedensfördernde Auswirkungen die Religionen haben. Für ihn ist der religiös motivierte Terror in Syrien, Irak, Nigeria kein gegenteiliges Zeichen, sondern (wieder einmal nur) falsch verstandene Religion.
Nur knapp zwei Wochen nach dem bundesweiten Verbot des Netzwerks "Die wahre Religion", die in Innenstädten Korane verteilte, wurden am vergangenen Wochenende in einigen Städten in Nordrhein-Westfalen Mohammed-Biographien verteilt. Der Kern der Gruppe, die sich "We love Muhammad" nennt, sammelt sich dabei um den bundesweit bekannten Salafistenprediger Pierre Vogel, der in Münster dabei war.
Im katholischen Portal kath.net durfte Bischof Heinz Josef Algermissen einmal mehr seine sehr seltsame Weltsicht darlegen. Für ihn haben allein Christen den rechten Blick auf die Wirklichkeit. Menschen anderer Bekenntnisse schließt er dabei nicht nur aus, sondern er diffamiert sie zudem.
Der Religionsphilosoph Anton Grabner-Haider behandelt auf 137 Seiten in einem ersten und zweiten Teil des Buches die älteren und neueren Verflechtungen von Religion und Politik, wobei der Schwerpunkt seiner Ausführungen praktisch exklusiv den Vernetzungen, Verfilzungen und Verschmelzungen zwischen Kirchenchristentum und Staat gewidmet ist. Andere Religionen werden höchstens marginal gestreift.