Das Unternehmen, das die Buskampagnen-Motive mit fahrbaren Werbeflächen durch die Straßen von Berlin transportierte, manipulierte die Grafiken in vorauseilendem Gehorsam. Nach entsprechenden Interventionen konnte das Motiv am zweiten Tag der Buskampagne aber wieder wie geplant gezeigt werden. Außerdem gab es eine Stadtrundfahrt der besonderen Art: Auf säkularen Spuren ging es durch die Hauptstadt.
Zu den stärksten Kräften unseres Bewusstseins gehört die Einbildung. Wir sind von Ängsten und Sehnsüchten gesteuert, weshalb unser Hirn Bilder, Ideen und Hoffnungen produziert, die aus tiefen unbewussten Schichten stammen und oft wenig mit den eigentlichen Lebensumständen oder der realen Welt tun haben. Die Folge: Der Aberglaube beherrscht unser Denken.
Am Samstag war der rote Doppeldeckerbus mit dem Slogan "Kirchenstaat? Nein danke" zum ersten Mal öffentlich zu sehen: Am Potsdamer Platz in Berlin – auch wenn dieser Standort erst erkämpft werden musste. Abends diskutierten Philipp Möller, Michael Schmidt-Salomon und Tanja Baudson über die Frage der Evidenzbasiertheit deutscher Politik in der "Urania".
In keiner Moschee konnte Seyran Ateş bisher ihren Glauben frei und selbstbestimmt praktizieren. Also gründete sie einfach selbst eine und erhält dafür jeden Tag Morddrohungen. Ihren Mut verliert sie deshalb noch lange nicht, im Gegenteil: Sie kämpft umso entschlossener für einen liberalen Islam.
Wie die Wahrnehmungspsychologie ein neues Verständnis ästhetischer Urteile ermöglicht, erklärte der Bamberger Psychologieprofessor Claus C. Carbon anlässlich der brainWEEK Mitte März im Humanistischen Salon Nürnberg. In dem von ihm vorgestellten Gebiet der Empirischen Ästhetik geht es etwa um Varianten der Mona Lisa, neues Produktdesign oder Internettrends.
Die Hasskampagne gegen den Bund für Geistesfreiheit (bfg) Erlangen geht weiter: Wie der hpd erst jetzt erfuhr, gab es eine Bombendrohung gegen die Erlanger Heidenspaßparty am vergangenen Karfreitag. Die Polizei leitete entsprechende Maßnahmen ein und so konnte die Feier wie geplant stattfinden. Doch das war nicht der einzige "Ostergruß" an die Freigeister.
Über 60 Gäste diskutierten am 5. und 6. April 2019 in Berlin mit sechs ReferentInnen über eine neue Kultur des Abschieds, über Trost und Trauer, das verbreitete Bedürfnis nach neuen Bestattungsformen, humanistische Seelsorge und ebensolche Trauerzeremonien.
Vergangenen Freitag veranstaltete das "Bündnis altrechtliche Staatsleistungen abschaffen" – kurz BAStA – im "Haus der Demokratie und Menschenrechte" in Berlin eine Diskussion mit dem Titel: "100 Jahre Staatsleistungen – 100 Jahre Missachtung der Verfassung". Vertreter aus Wissenschaft, Kirche, Zivilgesellschaft und Politik legten vor einem mit vielen säkularen Parteimitgliedern besetzten Publikum ihre Positionen zum Stand der Dinge dar.
Am 4. Mai 2019 startet in Berlin die zweite Buskampagne. Am vergangenen Samstag wurden die Ziele der Kampagne im Berliner Meistersaal vorgestellt. Buchautor und Moderator Philipp Möller war schon bei der ersten Buskampagne im Jahr 2009 dabei. Ebenso Carsten Frerk (fowid), der neben Ingrid Matthäus-Maier (GerDiA), Jacqueline Neumann (ifw) und Michael Schmidt-Salomon (gbs) auf dem Podium saß.
Am Freitag kamen 25.000 Menschen zum allfreitäglichen Schulstreik fürs Klima. Es hatte sich ein prominenter Gast angekündigt: Greta Thunberg, die Gründerin der Bewegung. Mit Spannung wurde ihre Rede erwartet. Mittlerweile sind es nicht mehr nur Schüler, die an den Demonstrationen teilnehmen, längst beteiligen sich auch ältere Generationen. Und einige von ihnen versuchen, die erfolgreiche Bewegung zu nutzen, um ihre eigenen Themen zu platzieren.
Mit dem 1000-Kreuze-Marsch in Münster eröffnen christliche AbtreibungsgegnerInnen traditionell die Saison der "Lebensschützer-Märsche" im deutschsprachigen Raum. Wie in den Vorjahren formierte sich gegen die AbtreibungsgegnerInnen auch in diesem Jahr vielfältiger und lauter Protest.
Mit der Wünschelrute Wasser oder ein "strahlendes" Handy aufspüren, Gegenstände allein durch Gedankenkraft bewegen oder eine bislang unbekannte Strahlungsform nachweisen – solche und ähnliche paranormale Fähigkeiten wollen die Kandidaten der jährlichen Psi-Tests der GWUP unter wissenschaftlichen Versuchsbedingungen demonstrieren. Der erste, der die Tests besteht, gewinnt 10.000 Euro.
In diesem Jahr wurden erstmals die Düsseldorfer Karnevalswagen gesegnet. Viele von ihnen hat Jacques Tilly gebaut. Der Agnostiker ist enttäuscht und fühlt sich ausgeschlossen. Das Karnevalskomitee versteht die Aufregung nicht: Das Fest habe schließlich christliche Wurzeln.
Wir leben in einer Zeit der politisch motivierten Wiederbelebung von Mythen, warnte die Philosophin und Kunsthistorikerin Susanna Berndt im Januar beim Humanistischen Salon von Kortizes in Nürnberg. Um die mit mythischen Weltbildern verbundenen Gefahren einzudämmen, sei es wichtig, den Reiz und die Funktion ihrer Narrative für die Menschen zu verstehen.
In fast 30 Städten in Deutschland wurde am vergangenen Samstag gegen den Paragraph 219a des Strafgesetzbuchs – das sogenannte "Werbeverbot für Abtreibungen" – protestiert. Über 6.000 Menschen sollen an den Kundgebungen teilgenommen haben; in Berlin trafen sich die DemonstrantInnen auf dem Rosa-Luxemburg-Platz vor der Volksbühne.