Dem saudischen Blogger Raif Badawi, Träger des Deschner-Preises der Giordano-Bruno-Stiftung (GBS), drohen nach Medienberichten weitere 50 Peitschenhiebe. GBS-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon, der in seinem Buch "Die Grenzen der Toleranz" ausführlich auf den Fall Badawi eingeht, fordert die deutsche Politik auf, "endlich klare Kante zu zeigen und Saudi-Arabien unter Druck zu setzen".
Vor vier Jahren wurde der saudi-arabische Blogger Raif Badawi wegen "Beleidigung des Islams" zu 1.000 Stockhieben und zehn Jahren Gefängnis verurteilt. 50 Hiebe musste er bereits ertragen. Laut einer vertraulichen Quelle soll die Strafe nun fortgesetzt werden.
Verkaufen Atheisten ihre Seelen immer an den Teufel oder nehmen sie auch andere Verkaufsangebote an? Um zu beweisen, dass Atheisten sogar entsprechenden Offerten von Religionsgemeinschaften nicht zwangsläufig ablehnend gegenüber stehen, führten atheistische Studenten der Universität von Texas in Austin eine ungewöhnliche Auktion durch.
Erstmals in Österreich sprechen Menschen, die von Priestern und Nonnen missbraucht wurden, offen über das, was ihnen angetan wurde. Begleitet von der Kamera suchen die Betroffenen die Tatorte von damals auf, viele machen ihre Geschichten erstmals öffentlich, ihre Familien erfahren mitunter zum ersten Mal von diesem verschwiegenen Schmerz. Nach zweijähriger Drehzeit liegt ein Sittenbild der Gewalt, Vertuschung und der Heuchelei vor, ein Einblick in das wohl größte Verbrechen der Nachkriegszeit, von dem rd. 16.000 Menschen betroffen sein dürften. Der sexuelle Missbrauch durch Kirchenangehörige bleibt ein Trauma quer durch die Gesellschaft.
In der 33. Sitzung des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen konnten erstmalig Vertreter humanistischer Verbände (Humanist Union of Greece, British Human Association, European Humanist Federation) offen einen Appell artikulieren, welcher Griechenland zur Unterbindung von rassistischen Diskriminierungen innerhalb der Gesellschaft, zur Entkriminalisierung von Blasphemie und zu mehr Meinungsfreiheit auffordert.
Bei Recherchen mit dem ARD Politmagazin Report München wurden viele Hinweise gefunden, dass die UN einseitig mit dem Assad-Regime zusammenarbeiten. Hilfsgüter werden vor allem in Gebiete geliefert, die unter Kontrolle des Regimes stehen.
Der Mord an Frauen, die vermeintlich die Familienehre beschmutzt haben, ist in Pakistan eine verbreitete Praxis. Bisher war es aufgrund einer speziellen Gesetzgebung möglich, dass die Mörder straffrei ausgingen. Dieses juristische Schlupfloch wurde nun geschlossen.
Eine sogenannte "Geste der Verantwortung" zur sexuellen Gewalt durch die Kirche haben Kardinal Schönborn und Parlamentspräsidentin Doris Bures nun für den 17. November 2016 angekündigt. Die verstorbene NR-Präsidentin Barbara Prammer hatte hier mehr Feingefühl bewiesen und hat vor drei Jahren eine Veranstaltung der kircheneigenen Klasnic-Kommission unter Ausschluss der betroffenen Kirchenopfer im Hohen Haus unterbunden.
Zwei Menschen geben sich das Ja-Wort. Ein Grund zur Freude. Es sei denn, beide gehören demselben Geschlecht an und sind katholisch. Dass homosexuelle Katholiken eine staatlich eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen, ist zum Glück trotzdem keine Seltenheit. Dass dies jedoch zwei Nonnen wagen, ist eher ungewöhnlich.
Der südafrikanische Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu, der letzte Woche seinen 85. Geburtstag in Kapstadt feierte, hat offenbart, dass auch er später die Option zum assistierten Tod haben und nicht um jeden Preis am Leben erhalten werden möchte.
Als ich während der Ferien zum chilenischen Nationalfeiertag am 18. September eine Woche Urlaub in Kolumbien verbrachte, war die Reaktion meiner Gesprächspartner dort immer die Gleiche – eine Mischung aus belächelndem Mitleid und Bewunderung über das Land am äussersten Rande Südamerikas.
Die Teilnehmer des Treffens der Warschauer KOD-Mitglieder mit Adam Michnik, dem Chefredakteur der Tageszeitung "Gazeta Wyborcza" am vergangenen Mittwochabend erreichte während der Sitzung die Nachricht, dass das Projekt der Verschärfung des Abtreibungsgesetz im Sejm gefallen ist. Reaktion auf die Nachricht waren lautstarkes Applaus und große Freude.
Der Weltschachbund FIDE hat Mitte September beschlossen, dass die Frauenschach-WM 2017 im Iran stattfinden soll. Doch im Iran müssen Frauen in der Öffentlichkeit Kopftuch tragen – das gilt auch für auch Ausländerinnen und Nicht-Musliminnen. Führende Schachspielerinnen protestieren deshalb gegen den Veranstaltungsort.
Maryam Namazie, gebürtige Iranerin und Gründerin des Rats für Ex-Muslime, konstatiert zunehmende atheistische Bestrebungen innerhalb vieler muslimischer Gemeinden in Großbritannien. Allerdings hätten viele Menschen Angst sich öffentlich von ihrem Glauben abzuwenden, da sie Diskriminierung und Isolation durch ihre muslimischen Gemeinden befürchten: "Da ist eine große Gruppe von Menschen, welche weder gehört noch gesehen werden", so Namazie.
Bereits vor mehr als zehn Jahren fanden Soziologen der Universität von Minnesota heraus, dass die unbeliebteste 'religiöse Minderheit' der Vereinigten Staaten von Amerika die Atheisten sind. Jüngst veröffentlichte Studienergebnisse zeigen, dass sich das Image der Atheisten in den vergangenen Jahren nicht verbessert hat.