Obwohl ein beträchtlicher Teil der US-Amerikaner sich keiner bestimmten Religion zuordnet beziehungsweise gar keine hat, spiegelt sich das bei ihren Volksvertretern nicht wider. Aber nicht, weil es unter ihnen keine Ungläubigen gäbe, sondern weil sie sich davor scheuen, dies bekannt zu geben.
Der im Jahre 2014 verhaftete und zunächst wegen Blasphemie zum Tode verurteilte Blogger Mohamed Mkhaïtir wurde am 29. Juli 2019 aus dem Gefängnis entlassen. Über den Senegal konnte er sich nach Europa in Sicherheit bringen.
Ein neuer Erlass, initiiert vom Kronprinzen und inoffiziellen Regenten Mohammed bin Salman, macht's möglich: Frauen im wahhabitischen Gottesstaat erhalten ein weiteres bisschen Freiheit. Gleichzeitig bleiben Frauenrechtlerinnen eingesperrt und werden möglicherweise sogar gefoltert.
Nach zwei Jahren interner Diskussion und Planung in einer Kommission des Moskauer Patriarchats war es Ende Juli so weit. Die Russisch-Orthodoxe Kirche möchte die Segnung von Massenvernichtungswaffen in Zukunft aussetzen. Neben Osterbackwaren und Haustieren sollen aber auch weiterhin persönliche Waffen zur Verteidigung des Vaterlandes gesegnet werden können.
Das westafrikanische Nigeria kommt nicht zur Ruhe. Seit Jahren terrorisiert die islamistische Gruppierung Boko Haram das Land im Wunsch, die Scharia als Rechtsgrundlage zu etablieren sowie als westlich bezeichnete Bildung auszumerzen.
Nachdem Bischof Luis Urbanc erklärt hatte, dass Frauen erst dieselben Rechte wie Männer erhalten sollten, wenn sie mit schweren Werkzeugen hantierten, segnete er noch den Anwalt, der einen des sexuellen Missbrauchs beschuldigten Kleriker verteidigt.
Der ägyptische Atheist Sherif Gaber musste im vergangenen Jahr untertauchen, da ihm wegen islamkritischer Videos eine langjährige Haftstrafe droht. Auf Twitter bittet er verzweifelt um Hilfe.
Die Islamische Gemeinschaft Spaniens mit Hauptsitz im südspanischen Granada plant, ein eigenes Ausbildungszentrum für vertrauenswürdige Imame aufzubauen.
Mitte Juli dieses Jahres hat Bundesratspräsident Daniel Günther die Schuld Deutschlands am Völkermord an Herero und Nama als historische Schuld bezeichnet und bedauert. Eine echte Entschuldigung Deutschlands ist das nicht.