Scheidender Bürgermeister von Neukölln kritisiert Konzept des "antimuslimischen Rassismus"

Zu Welt sagte Martin Hikel (SPD): "Dieser Begriff ergibt aus meiner Sicht keinen Sinn." Seine Kritik: Der Begriff vermische legitime Kritik an real gelebten islamischen Praktiken mit Diskriminierung von Muslimen. Damit würde so getan, als sei Kritik an einzelnen islamischen Praktiken "außerhalb unserer demokratischen Regeln", was eine demokratische Debatte erschwere.

Auch spiele dies islamistischen Netzwerken in die Hände, die diesen Begriff bewusst instrumentalisierten, wobei natürlich nicht jeder, der diesen Begriff verwende, eine extremistische Position vertrete. Jedoch würden damit Argumentationsmuster übernommen, ohne diese kritisch zu hinterfragen. Seiner Partei bescheinigte er ein "Glaubwürdigkeitsproblem", auch aufgrund ihrer Positionen im Streit um Sprache und Integrationspolitik.

Der Streit um das Konzept des antimuslimischen Rassismus und die Forderung nach einem Berliner Beauftragten dagegen schwelt in der Hauptstadt schon länger. So gab auch Hinkel an, wegen seiner Positionen zum Politischen Islam in der Partei massiv angefeindet worden zu sein.

Unterstützen Sie uns bei Steady!