Glaube ist so etwas Schönes, er durchwirkt den Alltag. Überall, wo man hingeht, ist Gott mit dir, oder der gute Jesus, oder aber Engel umschweben dich und wachen über dir. Sollte man Mühe damit haben, sich diesen Umstand zu vergegenwärtigen, so kann man auf kleine Erinnerer zurückgreifen, die es im evangelischen Werbemittelversand "Komm" zu bestellen gibt: Ein Holzkreuz als Handschmeichler, der Waschlappen "Gottesgeschenk", ein Gruß des Allmächtigen auf dem Fußabtreter, das Jesuspflaster fürs blutig geschlagene Knie – in drei Tagen ist alles wieder gut, Spatz!
Für den Papst und die katholische Kirche ist dieser Monat ein aufregender: Nicht nur die Sammlung des "Peterspfennigs" stand an – Spenden der Gläubigen weltweit für karitative Projekte des Papstes –, nachdem sie wegen der Corona-Pandemie von Juni auf Oktober verschoben worden war, sondern auch die Veröffentlichung der Bilanz 2019. Trotz Verlusten, Miss- und Vetternwirtschaft ist der Vatikan noch über vier Milliarden Euro schwer.
So hat sich die 59-jährige Missionarin Beatrice Stöckli das Ende ihres Lebens kaum vorgestellt. Die fromme freikirchliche Christin wurde in Mali von Islamisten umgebracht. Sie hat auf die Hilfe Gottes gehofft. Vergeblich. Nach vierjähriger Gefangenschaft, in der die Missionarin durch die Hölle gegangen war, haben sie die muslimischen Fanatiker umgebracht.
Die Freidenkenden Schweiz sind entsetzt über den Mord an einem Lehrer in Frankreich durch einen islamistischen Täter. Sie verurteilen die Tat scharf und hoffen auf eine klare Distanzierung durch muslimische Kreise. Sie rufen auch andere zivilgesellschaftliche Akteure auf, die Tat deutlich zu verurteilen.
In Deutschland nennt man es "Staatsleistungen", in Österreich noch irreführender gar "Wiedergutmachungsleistungen". Hier wie da bekommt die reiche katholische Kirche Geld vom Staat ohne Gegenleistung.
Der 15-jährige Carlo Acutis wurde am Samstagabend seliggesprochen. 2006 war er an Leukämie gestorben. Als erster Seliggesprochener in Jeans und Turnschuhen wird er nun in Assisi zur Schau gestellt.
Saudi-Arabien hat angekündigt, die Restriktionen für Pilgerfahrten nach Mekka zu lockern. In diesem Jahr wurde die heiligste Stätte des Islam zum ersten Mal seit 150 Jahren abgeriegelt, um aus der Pilgerfahrt kein globales Super-Spreader-Event werden zu lassen. Ausländische Pilgernde dürften jedoch erst Anfang November wieder einreisen, so das saudische Innenministerium.
Papst Franziskus hat die Lust am Sex rehabilitiert – teilweise. Es ist nicht das erste Mal, dass der für vatikanische Verhältnisse revolutionär auftretende oberste Kirchenfürst mit Aussagen zu diesem Thema für Aufsehen sorgt. Denn traditionell ist Sexualität im Christentum nicht unbedingt positiv belegt.
Seit 2019 wurden im Auftrag des Kultusamtes, durch die Beamten des Finanzministeriums, 211 Vereine und Körperschaften von insgesamt vier türkisch-islamischen Dachverbänden überprüft. Der Hintergrund dieser Prüfungen ist in erster Linie das Islamgesetz, in welchem unter anderem Auslandsfinanzierungen untersagt werden.
Das Märchenbuch Bibel hat eine neue Heimat gefunden: als Playmobilversion auf YouTube. Hat Religion, also der feste Glaube an märchenhafte Vorstellungen aus der Bronzezeit, noch eine Zukunft? Vielleicht ja in den Kinderzimmern der Menschheit. Dort wo der Weihnachtsmann, Lord Voldemort und Darth Vader eine Rolle spielen.
Das Leben ist oft eine Irrfahrt. Wir wissen nicht, was uns das Schicksal beschert, wohin es uns verschlägt, was uns der nächste Tag bringt. Deshalb lautet eine der häufigsten Redewendungen: "Ich wünsche dir viel Glück." Das einzige, was wir sicher haben, ist der Tod. Er ist unser treuster Begleiter. Eigentlich eine traurige Geschichte: Das, was wir am meisten fürchten, ist die einzige Konstante in unserem Leben.
Vergangene Woche fand die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz statt. Neben der Zementierung der weit hinter den Expertenempfehlungen zurückbleibenden Anerkennungszahlungen fielen einige abenteuerliche Äußerungen des Vorsitzenden Bischof Georg Bätzing auf, die einen nur noch wütend machen können.
Skandal im Atlantik: Die Isländische Kirche hat den Heiland als Transsexuellen abgebildet. Aua, all die verletzten religiösen Gefühle! Unser Kolumnist sagt, wie die Kirche es nächstes Mal besser machen kann.
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) betont in Interviews immer wieder, dass sein Engagement für das "Kirchenschiff Sea-Watch 4" zum Ziel habe, Menschen im Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten, weil sich die Politik passiv verhalte. Doch sein eigentliches Ziel ist es, den Verfallsprozess der evangelischen Kirche aufzuhalten.