Ehe für alle

US-Senat schützt "Ehe für alle"

Vergangene Woche bestätigte der Senat den Respect for Marriage Act. In den letzten Wochen der Demokratischen Mehrheit im US-Parlament kommen die Abgeordneten damit dem Supreme Court zuvor, der jüngst andeutete, die Verfassungsmäßigkeit der bisherigen Rechtsprechung zu bezweifeln. Das Gesetz passierte den Senat mit den Stimmen zwölf Republikanischer Abgeordneter, 37 stimmten dagegen.

Guatemala: Kongress nimmt Gesetz zum Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen und höhere Strafen für Abtreibung zurück

Ausgerechnet am 8. März, dem Weltfrauentag, stimmte der guatemaltekische Kongress für "Ley 5272", ein Gesetz, dass Leben und Familie schützen sollte. Da dieses Gesetz jedoch de facto nur dazu gedient hätte, Abtreibung noch härter zu bestrafen, Schwangere unter Generalverdacht zu stellen und gleichgeschlechtliche Ehen zu verbieten, war der folgende Protest im Land riesig. So riesig, dass das Gesetz bereits am 15. März wieder zurückgenommen wurde.

Aus Protest: Schwuler schwedischer Priester verweigert Heterosexuellen die Ehe

Homophobie ist man aus der Kirche gewohnt. Erst in diesem Jahr betonte beispielsweise die vatikanische Glaubenskongregation noch einmal ihre Ablehnung der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare. Ein schwedischer Pfarrer hat den Spieß nun umgedreht: er weigert sich, heterosexuelle Menschen zu trauen. Damit will er die Kirche von Schweden zum besseren Schutz der Rechte queerer Personen bewegen.

Ist Kuba bereit zur Ehe für alle?

Mit einer umfassenden Änderung des Familienrechts will Kuba die gleichgeschlechtliche Ehe einführen. Während die geltende Verfassung die Ehe lediglich als "freiwillige Verbindung zwischen Mann und Frau" kennt, ist in der neuen Version von einer "freiwilligen Verbindung zwischen zwei Personen" die Rede, ungeachtet des Geschlechts. Der Gesetzentwurf muss nun zunächst das Parlament passieren, bevor die Bevölkerung in einem Referendum entscheidet. Mit dieser abschießenden Volksabstimmung ist im nächsten Jahr zu rechnen.

Ehe wird endlich wieder zivilrechtlich gedeutet

Sämtliche Kantone der Schweiz haben am vergangenen Sonntag der Ehe für alle zugestimmt, also auch jene elf, die sowohl 1985 das neue Eherecht wie auch 1999 die neue Bundesverfassung abgelehnt hatten. Auch in ländlichen Gebieten befürworteten die Stimmberechtigten diesmal also mehrheitlich die Modernisierung der Spielregeln für unser Zusammenleben.

Ehe-für-alle-Plakat in Regionalzügen

Die Ehe wird weiter resäkularisiert

Die Freidenkenden Schweiz freuen sich über die Annahme der "Ehe für alle" und begrüssen den relevanten Schritt in Richtung Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren. Wir erinnern gerne an die humanistischen Rituale, die seit jeher allen offen stehen. Die Ehe wird mit dem Entscheid weiter resäkularisiert.

Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters bietet "echte Ehe für alle"

Was in vielen Religionsgemeinschaften verpönt ist, wird von der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Österreich in die Tat umgesetzt. Am Rande der morgigen Vienna Pride Parade bieten die Pastafaris Austria allen interessierten mündigen Menschen Eheschließungen unabhängig von Geschlecht, Sexualität und Anzahl der heiratenden Personen nach pastafarischem Ritus an.