Innen- und Heimatminister Horst Seehofer will eine gesellschaftliche Debatte über Religion und Staat anstoßen. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) begrüßt diesen Vorstoß und fordert eine stärkere Berücksichtigung der Interessen nicht-religiöser Menschen in der politischen Entscheidungsfindung.
Klein, aber fein – so startete der erste Humanistische Salon in Potsdam. Am 27. August 2018 traf sich ein Quartett von Humanisten in der Geschäftsstelle des HVD-Regionalverbandes Potsdam zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe. Konzipiert hat diese Frank Spade, langjährig als Berater für die Patientenverfügung beim HVD in Berlin tätig. Nun engagiert er sich auch in seinem Ruhestand weiter für den Verband.
Am 30. August ist der Tag der Einschulung für die Grundschul-Kinder in Nordrhein-Westfalen. Der Eintritt in den neuen Lebensabschnitt bringt manche Änderung für die Erstklässler. Ein auffälliges Merkmal ist zunächst die bunte Schultüte.
Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg KdöR hat mit seinem sozialen und pädagogischen Engagement in Berlin und Brandenburg im Jahr 2017 über 300.000 Menschen erreicht. Die Angebote des Verbandes waren sehr stark nachgefragt, eine gute Voraussetzung für weiteres Wachstum.
Im Juni diskutierten in Berlin zwei Ärzte und ein Vertreter von "Sterbehilfe Deutschland" über Strafandrohungen bei der Suizidhilfe und noch verbleibende Hilfsmöglichkeiten. Der Deutschlandfunk präsentiert einen Podcast mit einigen Wortbeiträgen der Ärzte.
Das Gesundheitsministerium hat mit Schreiben vom 29. Juni das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angewiesen, Mittel für einen Suizid auch in extremen Notfällen tödlich erkrankten Patienten zu verweigern. Alle der inzwischen über 100 eingegangenen Anträge auf Überlassung von Natrium-Pentobarbital, welches eine sichere und sanfte Selbsttötung ermöglicht, sollen pauschal abgelehnt werden.
Im Rahmen aufgeheizter Debatten hat sie sich für eine sachliche Auseinandersetzung stark gemacht: Die Journalistin und Fernsehmoderatorin Dunja Hayali erhält in diesem Jahr den Flechtheimpreis für Demokratie und Menschenrechte. Dies gaben der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg KdöR und die Humanismus Stiftung Berlin in Berlin bekannt.
Die Gemeinschaft des Humanistischen Verbandes NRW K.d.ö.R. in Wuppertal hat am 13. Juni ihre Mitgliederversammlung durchgeführt und dabei einen neuen Vorstand gewählt.
Die Erprobungsphase des Faches "Werte und Normen" an niedersächsischen Grundschulen wird fortgeführt und im kommenden Schuljahr 2018/2019 für insgesamt 40 Grundschulen offenstehen. Neu ist, dass auch fachfremd unterrichtende Lehrkräfte den Unterricht erteilen dürfen.
Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg KdöR hat am Mittwochabend im Roten Rathaus die anhaltende Privilegierung der Religionsgemeinschaften, insbesondere der Kirchen kritisiert. Der stellvertretende Verbandspräsident Dr. Thomas Heinrichs forderte u.a. das Ende des Kirchensteuereinzugs, einen Sitz der Religionsfreien im rbb-Rundfunkrat sowie acht Humanistik-Lehrstühle an der Humboldt-Universität zu Berlin, um die verfassungsgemäße Gleichbehandlung von Religionen und Weltanschauungen umzusetzen.
Eine Lehrerin mit Kopftuch will an einer Berliner Grundschule unterrichten, die Bildungsverwaltung versetzt sie mit Bezug auf das Neutralitätsgesetz an eine Berufsschule. Daraufhin zieht die Lehrerin vor das Berliner Arbeitsgericht, sie fühle sich diskriminiert. Die Richter wiesen ihre Klage in erster Instanz ab. Der Humanistische Verband begrüßt die Entscheidung.
Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg KdöR begrüßt die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), nach der kirchliche Arbeitgeber von Bewerbern nicht in jedem Fall die Zugehörigkeit zur christlichen Religion fordern können.
Die Debatte um den Islam-Lehrstuhl an der Humboldt-Universität zeigt, dass sich der Staat vom kirchenförmigen Konzept religiös-weltanschaulicher Lehrstühle trennen muss. Orientiert am Grundsatz der Gleichbehandlung von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sowie dem Bedarf in Berlin und Brandenburg ist die Einrichtung eines Humanistik-Lehrstuhls dringend geboten.
Der HVD-BB hat zum 01.01.2018 vom Land Berlin die Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen bekommen. Soll man sich darüber freuen, weil es ihm damit gelungen ist, die gleiche Rechtsstellung wie die Kirchen zu erlangen oder soll man dies bedauern, weil der Verband damit seine staatskirchenrechtliche Unschuld verloren hat und unter Durchbrechung des Grundsatzes der möglichst weitgehenden Trennung von Staat und Kirche, eine staatliche Rechtsform angenommen hat?