BERLIN. (hpd) Der Nietzsche-Fachmann Prof. Hermann Josef Schmidt befasst sich in einer Rezension für den hpd mit dem derzeit bei de Gruyter erscheinenden Nietzsche-Kommentare zur "Morgenröthe" und zu den "Idyllen aus Messina".
BERLIN. (hpd) 15 Jahre lang beschäftigte sich Andrea Grill mit einer unauffälligen Schmetterlingsgattung, den Ochsenaugen. Sie kommt an einigen Standorten wie Sardinien, österreichischen Tälern oder der türkischen Küste in endemischen Arten vor, die sich für den Laien kaum voneinander unterscheiden. Wissen Schmetterlinge, wenn sie Artgenossen vor sich haben, ist eine der Fragen, die Andrea Grill in ihrem Portrait "Schmetterlinge" stellt.
BERLIN. (hpd) Im Jahr 2017 feiert die Lutherstadt Wittenberg das Reformationsjubiläum mit vielen vorauseilenden kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen. Die Feierlichkeiten gelten der theologischen, kulturgeschichtlichen und politischen Würdigung ihres großen Sohnes. Ob Luthers dunkle Seiten anlässlich der geplanten Jubelfeierlichkeiten zur Sprache kommen werden?
BERLIN. (hpd) In dem Buch "Neue Einblicke in das Kunsthistorische Museum Wien" entschlüsseln die Historiker Philipp Blom und Veronica Buckley eine Auswahl von Meisterwerken der Kunst und laden zu einer abenteuerlichen Entdeckungsreise durch die Kulturgeschichte ein.
BERLIN. (hpd) Wie viele Füchse es in Berlin gibt, weiß keiner so genau. Bis zu 3.000 schätzt man, 1.000 mindestens. Mitte der fünfziger Jahre tauchten sie zuerst in der Spreemetropole auf. In den Dreißigern aber schon in den südenglischen Städten, zunächst in Bristol und London, später dann in französischen Großstädten. "Der Fuchs in der Stadt" heißt Lutz Artmanns in Berlin entstandenes Fotobuch mit informativen kurzen Texten.
BONN. (hpd) Der Jurist Gerhard Czermak legt in seinem Buch "Weltanschauung in Grundgesetz und Verfassungswirklichkeit" eine kritische Darstellung zum Kirchen-Staats-Verhältnis aus der Perspektive des grundgesetzlichen Neutralitätsgebots vor. Es handelt sich um eine gelungene Einführung am engem Raum, die auch für Nicht-Juristen verständlich ist, aber durch einen etwas schiefen Buchtitel irritiert.
BONN. (hpd) Die Journalistin Hilal Sezgin legt mit "Wieso? Weshalb? Vegan! Warum Tiere Rechte haben und Schnitzel schlecht für das Klima sind" eine gut verständliche Darstellung zum Thema des menschlichen Umgangs mit Tieren vor. Es handelt sich um ein auch für jüngere Leser gedachtes Buch, das anschaulich auf die unterschiedlichsten Aspekte eingeht und gut als Einführung wie als Nachschlagewerk genutzt werden kann.
BERLIN. (hpd) Antilopen gelten gemeinhin nicht als besonders schlaue Tiere. Dennoch lässt sich an ihnen einiges über Gruppenentscheidungen, Motivation und Manipulation studieren, kurz, Verhaltensweisen, die in der Politik und Marktwirtschaft wichtig sind. Sie waren Léo Grassets Forschungsobjekte in der Savanne Simbabwes. In "Giraffentheater" präsentiert er rasant komisch Populärwissenschaft, die zündet.
BONN. (hpd) Hassan Abu Hanieh und Mohammad Abu Rumman, zwei Islamismus- und Terrorismus-Experten aus Jordanien, erörtern in ihrem Buch "IS und Al-Qaida. Die Krise der Sunniten und die Rivalität im globalen Dschihad" die Entstehung des "Islamischen Staates" aus dem Konflikt mit der "Mutterorganisation" der "Al-Qaida".
BERLIN. (hpd) Vor 100 Jahren entdeckte Wolfgang Köhler die Einsicht der Schimpansen, wenn sie Kisten auftürmen, um an eine Banane zu gelangen, Konrad Lorenz später die artspezifischen Instinkte, Frederick Skinner das assoziative Lernen. Frans de Waal begründete die evolutionäre Kognitionsforschung darüber, wie Sinneseindrücke in Wissen umgewandelt werden, und dessen Anwendung als Antwort auf eine sich verändernde Umwelt. Wie Tiere Lösungen suchen, sammeln und speichern, beschreibt er in seinem jüngsten Buch.
BONN. (hpd) Der Historiker Thomas Weber erklärt sich in seinem Buch "Wie Adolf Hitler zum Nazi wurde" die Entwicklung des späteren Diktators zum Antisemiten und Rassisten aus der politischen Verarbeitung des Versailler Vertrages als Erweckungserlebnis. Auch wenn der Autor eng an den historischen Quellen arbeitet, ist er doch allzu sehr auf die Bestätigung seiner Deutung fixiert, was ihn sowohl zu einer einseitigen Darstellung motiviert wie ihn eine Gesamtinterpretation unterlassen lässt.
BONN. (hpd) Die Publizisten Joachim Bischoff, Elisabeth Gauthier und Bernhard Müller legen mit dem Buch "Europas Rechte. Das Konzept des 'modernisierten' Rechtspopulismus" eine "Flugschrift" zum Thema vor. Der informative Band stellt zutreffend auf Folgen der sozioökonomischen Krisenentwicklung ab, argumentiert dabei aber trotz gegenteiliger Bekundungen mitunter etwas zu "ökonomiezentriert".
BERLIN. (hpd) Passend zu der unlängst auf den Weg gebrachten Petition des Great Ape Project, die Großen Menschenaffen von der UNESCO als "Lebendiges Welterbe" anerkennen und damit unter besonderen Schutz stellen zu lassen, brachte das Salzburger Landestheater Franz Kafkas bittere Satire "Ein Bericht für eine Akademie" auf die Bühne. Premiere war am 11. Mai 2016 in der Seekirchener Kunstbox.
BERLIN. (hpd) Eine alte Frau mit einem schwarzen Hund, die begleitet wird von einem Schwarm Krähen, sobald sie mitten in Berlin auf die Straße tritt. Diese Frau gibt es nun wirklich, die Autorin Monika Maron. Für ihre jüngste Romanrecherche freundete sie sich mit den übel beleumundeten Vögeln an. Heraus kam ein Essay: "Krähengekrächz".
BONN. (hpd) Die beiden Hochschullehrer für Philosophie Heriwg Grimm und Markus Wild legen mit "Tierethik" eine Einführung mit einem Schwerpunkt auf den modernen Vertretern vor. Dafür fehlen klassische Ansätze, während dafür die neuere Debatte thematisiert wird, was den Band zu einer informativen Einführung macht.