"Kirchentage auf dem Weg"

Ein teurer Flop für die Steuerzahler

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Moses in Leipzig
Moses in Leipzig

Die "Kirchentage auf dem Weg" als Teil des Luther-Theaters bleiben hinsichtlich der Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen zurück. Nicht einmal ein Drittel der geplanten Besucher kam zu den Veranstaltungen, die die evangelische Kirche gern als "Dialog" verkaufen wollte. Ein Ansinnen, dem im säkularisierten Osten des Landes kein Erfolg beschieden war.

Die Feiern für Martin Luther sind zwar noch nicht beendet; klar ist jedoch jetzt schon, dass die Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen der Veranstalter zurückblieben. Insbesondere die "Kirchentage auf dem Weg" haben dunkelrote Zahlen beschert.

Ticketverkauf geplant und tatsächlich beim "Kirchentage auf dem Weg"
Ticketverkauf geplant und tatsächlich beim "Kirchentage auf dem Weg"

Zwar weist die Kirche darauf hin, dass es auch kostenlose Veranstaltungen gegeben hätte und man daher nicht genau sagen könne, wie viele Besucher es beim den "Kirchentagen auf dem Weg" tatsächlich gegeben habe. Das jedoch scheint eher dem Aufbau potemkinscher Dörfer zu gleichen denn einer wirklichen Analyse. Tatsache ist, dass im säkularisierten Osten kein Mensch hinter dem Ofen hervorzulocken war mit dem christlichen Brimborium. Dem Durchschnitts-Brandenburger, -Sachsen oder -Anhaltiner ist die Kirche nicht einmal als Widerpart interessant. Sie sind nicht einmal ungläubig, sondern – wie ein interviewter Leipziger einmal am Rande eines Kirchentages sagte – "normal".

Allein der evangelische Kirchentag in Berlin und Wittenberg hat 21,8 Millionen Euro gekostet. Ein guter Teil davon wurde aus öffentlichen Mitteln bezahlt. (Allein in Leipzig wurden fast 60% der Kosten vom Staat getragen!) Angesichts dieser Zahlen fragt man sich: Warum? Diese Steuergelder hätte man ganz sicher sinnvoller ausgeben können.


Anmerkung der Redaktion: Die Tabelle wurde am 12.10.2017 noch einmal überarbeitet.