Tilly-Prozess erneut verschoben

Der Moskauer Strafprozess in Abwesenheit gegen den Düsseldorfer Bildhauer Jacques Tilly verzögert sich erneut. Eigentlich sollte am vergangenen Montag Verhandlung sein (der hpd berichtete). Doch weil es eine neue Anklagevertreterin gibt, die sich noch nicht in die Akten eingelesen hat, wurde die Sache erneut vertagt, nunmehr auf den 2. April.

Ob es dann ein Urteil gibt, kann Tilly nicht einschätzen. Er wird durch Vertreter der deutschen Botschaft in Moskau über das bizarre Verfahren auf dem Laufenden gehalten. Die Anklage wirft dem Satiriker vor, mit seinen Karnevalswagen für den Düsseldorfer Rosenmontagszug Kremlpräsident Wladimir Putin beleidigt und die russischen Streitkräfte "verunglimpft" sowie religiöse Gefühle verletzt zu haben.