Bei der diesjährigen Sitzung der Mitglieder der Giordano Bruno Stiftung (GBS) wurde unter anderem auch über den fünfjährigen Jahrestag des "Kölner Urteils" im kommenden Jahr gesprochen. Beiratsmitglied Andreas Altmann stellte daraufhin dem hpd ein Kapitel aus seinem Buch "Verdammtes Land" zur Verfügung.
In der Debatte um das Bundesteilhabegesetz hat die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, Nachbesserungen gefordert. "Es gibt noch zu viele Dinge, die nicht im Sinne der Menschen mit Behinderungen geklärt sind", sagte Bentele im Interview.
In deutschen Kliniken wird operiert, katheterisiert und bestrahlt, was die Gebührenordnung hergibt… diese auf dem rückwärtigen Umschlag des im Piper Verlag erschienenen Buches angeführte Feststellung nimmt der Palliativmediziner Dr. Matthias Thöns zum Anlass für eine sehr kritische Analyse des deutschen Gesundheitswesen mit seinen überbordenden Kosten, seiner Missachtung des Patientenwillens und unmenschlichem Einsatz der Apparatemedizin bei Sterbenskranken.
Erst vor Kurzem flackerte Spielbergs Verfilmung von Roald Dahls Kinderbuch "BFG-Big Friendly Giant" über die Kinoleinwände. Ein Buch, das der berühmte britische Autor seiner Tochter Olivia gewidmet hat. Mit sieben Jahren starb sie an den Folgen einer Masernerkrankung. Ein Erlebnis, das Dahl zu einem bedeutenden öffentlichen Fürsprecher für Impfungen machte – und zu einem großen Zweifler an der Existenz Gottes. Heute wäre Roald Dahl 100 Jahre alt geworden.
Anlässlich des siebten Jahrestages des Inkrafttretens des sog. Patientenverfügungs-Gesetzes (§ 1901 a Bürgerliches Gesetzbuch BGB vom 1. September 2009) betont DGHS-Präsidentin Elke Baezner die Bedeutung dieser Gesetzesänderung für das Selbstbestimmungsrecht des Menschen bis zum Lebensende.
Während die Staatsanwaltschaft Krefeld im Zusammenhang mit einem von Heilpraktikern betriebenen "Alternativen Krebszentrums" in Brüggen wegen 70 Toten ermittelt, schweigt die zuständige Gesundheitsministerin Barbara Steffens (B90/Die Grünen). Nun wird öffentlich gefragt, ob das daran liegt, dass Frau Steffens selbst eine aktive Befürworterin der Pseudomedizin ist.
Ein jüngst gefälltes Urteil des Bundesgerichtshofs beschreibt die Anforderungen an eine Patientenverfügung; diese soll so konkret wie möglich sein. Bei einer nicht perfekt formulierten Patientenverfügung läuft man hingegen Gefahr, jahrelang im nicht mehr kommunikationsfähigen Zustand zwangsweise am Leben gehalten zu werden.
Patientenverfügungen sollten so konkret wie möglich formuliert sein. Das betont in einer Pressemitteilung vom Dienstag der Bundesgerichtshof (BGH), weil sich drei Schwestern stritten, ob die Mutter eine künstliche Ernährung noch gewünscht hätte oder nicht.
Am 7. Juni 2016 lud die LAG (Landesarbeitsgemeinschaft) Säkulare Grüne Bayern zu einer Podiumsdiskussion unter dem Titel "Beschneidung von Jungen – Eine Frage der Selbstbestimmung?" ins Stadtbüro der Münchner Grünen. Viele Fragen wurden an diesem Abend gestellt und diskutiert. Und es herrschte Einigkeit darüber, dass die genitale Selbstbestimmung ein Menschenrecht ist.
BERLIN. (hpd) Auch Spitzensportler sind anfällig für psychische Störungen. Wie der Sportpsychiater Frank Schneider von der Universitätsklinik in Aachen sagte, sei man früher irrigerweise davon ausgegangen, dass Leistungssportler keine psychischen Probleme hätten. Die verfügbaren internationalen Zahlen zeigten aber, dass psychische Störungen bei Hochleistungssportlern genauso oft vorkämen wie in der Allgemeinbevölkerung. "Die Geschichte von den psychisch stabilen Leistungssportlern ist also Quatsch. Möglicherweise treten manche psychischen Erkrankungen bei Leistungssportlern sogar häufiger auf", sagte der Direktor der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der Uniklinik RWTH Aachen.
BERLIN. (hpd) Häufig hört und liest man nach einem Amoklauf, dass der Täter depressiv war. So jüngst auch nach München. Der Autor Dennis Riehle betreut unter anderem auch eine Selbsthilfegruppe für Depressionen und beschreibt die Pein, die es ihm und anderen Betroffenen bereitet, sich für ihre Erkrankung rechtfertigen zu müssen.
BERLIN. (mpg) Methoden der kollektiven Intelligenz können zu erheblich genaueren medizinischen Diagnosen führen – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ein Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung hat neue Erkenntnisse gewonnen, wie sich ärztliche Entscheidungen durch das Einholen mehrerer unabhängiger Meinungen verbessern lassen könnten. Dabei fanden die Forscher auch heraus, dass für die Qualität der Diagnose die Zusammensetzung der Ärztegruppe entscheidend ist.
BERLIN. (hpd) Der Gesundheitsforscher Gerd Antes hält klinische Studien an Demenzkranken für unerlässlich. Bei der jetzigen Altersentwicklung in Deutschland müsse sehr intensiv darüber nachgedacht werden, wie man mit Studien näher herankommen könne an die Medikation von multimorbiden, alten Menschen, sagte der Direktor des Cochrane Zentrums für evidenzbasierte Medizin am Universitätsklinikum Freiburg der Wochenzeitung "Das Parlament".
BERLIN. (hpd) Seit einiger Zeit wird beim hpd über die Legalisierung von Drogen diskutiert. Die Partei der Humanisten (PdH) fordert in ihrem Grundsatzprogramm, "Drogen grundsätzlich zu legalisieren". Generalsekretär David Helmus erläutert für die "Arbeitsgruppe Drogenpolitik", warum die Prohibition gescheitert ist und kein Weg an einer vernünftigen, verantwortungsbewussten und umfangreichen Legalisierung – und damit erst möglichen Regulierung – vorbeiführt.
BERN. (hpd) Im scheinbar ergebnisoffen mit "Wäre eine Drogenfreigabe wirklich humanistisch?" betitelten Artikel erläutert der Autor Dennis Riehle, warum er gegen jegliche Liberalisierung von Drogen ist. Dagegen ist erstmal nichts einzuwenden; es ist sein gutes Recht, seine Meinung zu vertreten. Unsäglich ist hingegen seine Vereinnahme des Begriffs "Humanismus" und die Verquickung desselben mit seiner persönlichen Meinung. Ausserdem strotzt der Text vor Fehlern, Missverständnissen und offensichtlicher Unkenntnis der Faktenlage.