Internationales

Entwicklungshelfer

Entwicklungshilfe unter Beschuss – Kürzungen mit fatalen Folgen

Entwicklungshilfe ist weit mehr als eine moralische Geste. Sie ist ein zentrales Instrument, um im Idealfall wirtschaftliche Stabilität, soziale Gerechtigkeit und Frieden in anderen Ländern zu fördern. Sie finanziert Bildung, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur, stärkt lokale Gemeinschaften und unterstützt nachhaltige Entwicklungsprozesse. Dennoch gerät sie meist zu Unrecht in die Kritik. Donald Trump hat die Gelder für Entwicklungshilfe bereits gestrichen, jetzt plant auch die Bundesregierung Kürzungen, die große Auswirkungen für die ärmsten Länder der Welt haben werden, insbesondere auf Frauen und Kinder.

Geschändeter Bahai-Friedhof in Yazd, Iran

Die systematische Verfolgung der Bahai im Iran

Der Rat der Europäischen Union setzte im April 2025 mehrere iranische Amtsträger und Institutionen auf die Sanktionsliste. Hintergrund sind schwere Menschenrechtsverletzungen und willkürliche Verhaftungen, mit denen die iranische Justiz systematisch zur Unterdrückung eingesetzt wird. Die gesetzlich verankerte staatliche Verfolgung der Bahai im Iran stellt ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar.

Ibtissam "Betty" Lachgar

Feministin wegen "Allah is lesbian"-Shirt verhaftet

In Marokko ist die Aktivistin für LGBTQ-Rechte, Ibtissam "Betty" Lachgar, wegen Blasphemie in Untersuchungshaft genommen worden. Der Grund: Sie hat auf der Plattform X ein Foto veröffentlicht, auf dem sie ein T-Shirt mit der Aufschrift "Allah is lesbian" trägt. Das Bild ging viral und löste einen Shitstorm aus – inklusive Vergewaltigungsaufrufen, Morddrohungen und Aufrufen zur Steinigung.

Symbolbild

Das Anti-Neutralitätsgesetz

Angestellte der US-Bundesregierung müssen ihre Schreibtische künftig nicht mehr weltanschaulich neutral halten. Mehr noch: Sie dürfen aktiv versuchen, ihren Kolleg*innen zu bekehren. So will es eine neue Dienstvorschrift der Personalabteilung.

Donald Trump mit Vertretern des saudischen Königshauses

Beinahe täglich Hinrichtungen in Saudi-Arabien

Saudi-Arabien will als weltoffen wahrgenommen werden und seinen internationalen Einfluss steigern. Doch die Zahl der Hinrichtungen dort hat sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. In diesem Jahr wurden bereits 239 Todesurteile vollstreckt. Erst vor wenigen Tagen gab es weitere 17 Hinrichtungen – ein neuer Negativrekord.

Das Format "Jubilee" und Cancel Culture als Geschäftsmodell: Wie der Faschismus die Medien an der Nase herumführt

Zehn Jahre lang konnten wir dabei zusehen, wie die Vereinigten Staaten Stück für Stück in den algorithmisch gesteuerten Sog des Faschismus gerieten. Nun stehen Menschen vor einem Millionenpublikum, beschwören Carl Schmitt, deklarieren sich stolz als Faschisten und werden dafür bejubelt und bezahlt. Und die US-Medien? Schlucken den Köder auch noch.

Abtreibungsverbot in Polen: Das Dilemma der Ärzte

In Polen herrscht striktes Abtreibungsverbot. Wenn Ärzte dennoch einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen, müssen sie mit mehrjährigen Haftstrafen rechnen. Ausnahme: Wenn das Leben der Frau durch Komplikationen bedroht ist. Im "Fall Izabela" warteten die Mediziner zu lange, und die Frau starb. Jetzt wurden sie von einem Gericht verurteilt – wegen fahrlässiger Gefährdung der Patientin.