Weshalb wählen konfessionslose Menschen überdurchschnittlich häufig rechtspopulistische Parteien? Was unterscheidet Atheisten und Humanisten und wirkt sich das auf das Wahlverhalten aus? Diese Fragen besprach hpd-Chefredakteur Frank Nicolai mit dem Soziologen und Extremismus-Experten Armin Pfahl-Traughber.
Kurz vor Weihnachten hat die luxemburgische Atheisten-Vereinigung AHA eine neue Kampagne gestartet. Sie will damit Atheisten ermutigen, von der Familie und der Gesellschaft Respekt einzufordern für die Entscheidung, frei von Religion zu feiern und zu leben.
Der ZEIT-Autor Raoul Löbbert findet das "alltägliche Christen-Bashing" niveaulos. Er fühlt sich diskriminiert und schreibt: "Wer heutzutage sagt, dass er an Gott glaubt, wird schnell blöd angemacht." Das kann nicht unkommentiert bleiben, meint hpd-Autor Ralf Rosmiarek.
Wie schwer das Leben für nicht religiöse Menschen selbst im Deutschland des 21. Jahrhunderts noch sein kann, das erlebt seit vielen Jahren eine Familie in Bayern. Diskriminierung und Mobbing schlagen derzeit hohe Wellen, weil die Familie dafür kämpft, dass das riesige Kruzifix aus einem Schulfoyer verschwindet.
In einigen Ländern der Welt erfahren Humanisten Bedrohungen an Leib und Leben. Am heutigen Welthumanistentag hat die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU) deshalb das Crowfunding-Projekt "Schutz für Humanisten in Gefahr" ins Leben gerufen.
Menschen, die wegen ihrer Nichtreligiosität aus ihren Heimatländern fliehen, werden hierzulande weiter bedroht. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg KdöR fordert den Berliner Senat auf, für einen besseren Schutz von religionsfreien Geflüchteten zu sorgen. Daten und Fakten zur weltweiten Verfolgung von Religionsfreien und Säkularen liefert der "Freedom of Thought Report".
"Die spannendsten Geschichten schreibt das Leben selbst", Rana Ahmads uneingeschränkt empfehlenswertes Buch liefert den Beweis; ihre in Teilen "unter die Haut gehende" Biografie berührt in mehrfacher Hinsicht.
Die Humanist Association of Nigeria wurde jüngst vom Staat Nigeria formal als Organisation anerkannt. 17 Jahre lang hatten die nigerianischen Humanisten um diese Anerkennung gekämpft. Dies berichtet die International Humanist and Ethical Union (IHEU).
Nicht-religiöse Menschen erfahren in 85 Ländern weltweit Diskriminierung, in 7 Ländern werden sie sogar aktiv politisch verfolgt. So das Ergebnis des Freedom of Thought Report 2017, den die International Humanist and Ethical Union (IHEU) in der vergangenen Woche veröffentlichte.
Die Atheist Society of Nigeria (ASN) veranstaltete diesen Monat ihre erste Tagung. Die Teilnehmer aus Nigeria und anderen afrikanischen Ländern diskutierten über die Schwierigkeiten der Situation von Atheisten in der Region.
Die Humanistische Vereinigung der kanadischen ProvinzBritish Columbiafordert expliziten gesetzlichen Schutz für Atheisten, Humanisten und Menschen, die keiner Religion angehören. Mit einer Petition richtet sich BC Humanist Association derzeit an die Menschenrechtskommission der Provinz.
In Bayern ticken bekanntlich die Uhren anders und damit verbunden natürlich auch die Kirchenglocken. So muss man schon dankbar sein, wenn in der Ausschreibung zum diesjährigen Bürgerpreis des bayrischen Landtags "Mein Glaube, Dein Glaube, Kein Glaube - unser Land" die Option "Kein Glaube" überhaupt Erwähnung findet.
Koorosh Nickhah, ein Ex-Muslim, wurde am Sonntag Abend von drei Islamisten attackiert und brutal niedergeschlagen. Das Opfer lebt seit 2015 in Deutschland. Er stammt aus dem Iran und gehörte zu der dort lebenden arabischen Minderheit.
Ein malaysischer Minister sagte laut Reuters, dass Atheisten in Malaysia von den Behörden gejagt werden sollten, weil kein Schutz für atheistische Gruppen in der Verfassung vorgesehen sei. Gleichzeitig rief er die Öffentlichkeit dazu auf, den Behörden zu helfen atheistische Gruppen wie die Ortsgruppe von "Atheist Republic" in Kuala Lumpur aufzuspüren.
Am vergangenen Wochenende verlieh der "Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten" e.V. den "Sapio 2017" an den türkischen Atheistenverein "Ateizm Derneği". Der erste und einzige Atheistenverein in der Türkei setzt sich seit 2014 für die Rechte von Atheisten ein, welche in der Türkei starken Repressionen ausgesetzt ein.