Kann man im "Land der Freien" leben, ohne sich zu Gott zu bekennen? Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Atheisten ihre Religionsfreiheit lieber für sich behalten. Und dass sie viel mehr sind als bislang angenommen.
In Pakistan haben Studenten einen Kommilitonen ermordet, weil er sich auf seinem Facebook-Kanal den Beinamen "The Humanist" gegeben hatte. Dies berichten zahlreiche Medien. Über zwanzig Männer seien mit Stöcken über ihn hergefallen, bevor er von einem Schuss getroffen wurde. Ob das 23-jährige Opfer tatsächlich eine humanistische oder atheistische Einstellung hatte, ist demnach unklar. In Pakistans Parlament wurde nach dem Vorfall die Forderung gestellt, Menschen, die andere fälschlicherweise der Blasphemie beschuldigen, genauso behandelt werden sollten wie Blasphemiker selbst. Auf Gotteslästerung droht in Pakistan die Todesstrafe.
Jeder zehnte Ire betrachtet sich inzwischen als religionslos. Das zeigen die jüngst veröffentlichten Ergebnisse des irischen Zensus von 2016. Vor allem der Anteil der katholischen Bevölkerung sank – um 14% innerhalb der letzten 25 Jahre.
Auf den Philippinen regt sich mittlerweile auch Widerstand gegen die katholische Dominanz. Über die im Dezember 2013 gegründete "Internationale Humanistische Allianz der Philippinen" (HAPI) versuchen als "atheistische Missionare" bezeichnete Filipinos humanistische Ideale in der Bevölkerung zu verbreiten. Das gleicht allerdings einer Mammutaufgabe, da weit über 90 % der Bevölkerung katholisch sind und der Anteil sich selbst als Atheisten bezeichnender Filipinos bei 0,1 Prozent liegt.
Die Götter der Fernsehunterhaltung können grausam sein. Wenn Sheldon Cooper, das leicht autistische Genie aus "Big Bang Theory" irgendwo auf keinen Fall hingehört, dann nach Texas. Wo er aufwuchs.
Die bekannte Atheistin, Sozialreformerin, Frauenrechtlerin, Gandhi-Anhängerin und Leiterin des Atheist Centre in Vijayawada/ Indien, Frau J. Mythri ist am 11. Februar 2017 verstorben. Mit ihr verliert die humanistische und säkulare Bewegung eine herausragende Vertreterin, die als Tochter der Gründer des weltweit ersten Atheistischen Zentrums, Gora und Saraswathi Gora, das Atheist Centre seit 2006 geführt und inspiriert hat.
Mag Papst Franziskus Atheisten wirklich lieber als heuchlerische Katholiken? So jedenfalls ist es derzeit überall zu lesen. Ein genauerer Blick auf die Predigt des Papstes zeigt jedoch, dass Franziskus von seiner negativen Sicht auf Atheisten nicht abgerückt ist.
Laut einer aktuellen Umfrage des US-amerikanischen Meinungsforschungsinstituts "Pew Research Center" beurteilen Amerikaner religiöse Gruppierungen derzeit positiver als vor drei Jahren. Sogar Muslime und Atheisten, die nach wie vor das Schlusslicht der Beliebtheitsskala bilden.
Die atheistische Organisation in Kenia hat beantragt, den 17. Februar als staatlichen Feiertag zu genehmigen. Das beim Innenministerium eingereichte Anliegen steht im Kontext einer Klage vor dem Obersten Gerichtshof um die offizielle Anerkennung der Organisation. Auf Druck religiöser Gruppen war diese im vergangenen Jahr zurückgenommen worden.
In vielen muslimischen Ländern organisieren sich zunehmend Atheisten – im Verborgenen. Am Beispiel Irak wird deutlich, wie gefährlich es für Atheisten sein kann, sich öffentlich zu ihrer Areligiosität zu bekennen. Zwar schützt die irakische Verfassung offiziell die Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit sowie die Meinungs- und Kunstfreiheit. Diese Rechte werden jedoch in der Praxis häufig missachtet.
Die jährlich über 4 Mio. Touristen sind von der Vielfalt der Attraktionen Prags beeindruckt: Laterna Magica und Pan Tau, tanzende Häuser, goldene Gässchen und barocke Kirchen. Was die wenigsten Besucher wissen: Prag ist die am stärksten säkularisierte Hauptstadt Europas.
Wie französischsprachige Medien bereits Ende Dezember berichteten, hat das Büro der Algerischen Liga zur Verteidigung der Menschenrechte (Ligue algérienne de la défense des droits de l’homme – LADDH) in der nordalgerischen Provinz M’sila bei der algerischen Regierung schriftlich beantragt, eine Konferenz gegen den Atheismus durchführen zu dürfen. Sollte die Regierung dem Antrag zustimmen, wäre dies die erste Konferenz einer Menschenrechtsorganisation weltweit, die sich direkt gegen eine Weltanschauung richtet.
Fast ein Viertel aller US-Bürger ist religiös ungebunden, und es werden seit Jahren mehr. Ihre politische Repräsentation im US-Kongress, der zweieinhalb Wochen vor der Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident seine Arbeit aufgenommen hat, ist jedoch marginal. Gläubige haben in den USA exorbitant bessere Chancen, ihre Anliegen politisch durchzusetzen.
Am 16. Dezember vergangenen Jahres überraschte der US-Kongress mit einer außergewöhnlichen Gesetzeserweiterung. Der Religious Freedom Act von 1998 wurde um die Rechte von Nicht-Gläubigen ergänzt, trotz republikanischer Mehrheiten in beiden Parlamentskammern.