CADIZ. (hpd) Im US-Bundesstaat Kentucky wurde einem nicht-religiösen Paar die staatliche Eheschließung verwehrt, da der zuständige Bezirksrichter sich weigerte, eine Zeremonie ohne Gottesformel durchzuführen.
STUTTGART. (hpd) Im Rahmen des laufenden Themenjahres "Freier Glaube. Freies Denken. Gleiches Recht." der Antidiskriminierungsstelle des Bundes haben am vergangenen Freitag die Abgeordneten des Landtags von Baden-Württemberg den Bericht "Gläserne Wände" zur Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland erhalten.
BERLIN. (hpd) Im indischen Bundesstaat Bihar reichte der Anwalt Chandan Kumar Singh Klage gegen den Hindu-Gott Rama ein. Das angeklagte Vergehen: Frauendiskriminierung. Singhs Klage wurde vom Gericht nicht zugelassen. Stattdessen muss er sich nun wegen religiöser Beleidigung selbst vor Gericht verantworten.
KONSTANZ. (hpd) Nationalität ja oder nein? Vor dieser Frage stehen Journalisten in diesen Tagen immer häufiger, wenn es darum geht, in Berichterstattungen die Herkunft von möglichen Straftätern und Beschuldigten zu nennen.
OBERWESEL. (hpd) Die Giordano-Bruno-Stiftung kritisiert den am Donnerstag in Berlin vorgestellten Entwurf zur Novellierung des ZDF-Staatsvertrags. Trotz mangelnden Rückhalts der Kirchen in der Bevolkerung, werde die Bedeutung religiöser Institutionen im Fernsehrat noch weiter gestärkt. Die inakzeptable Ausgrenzung der konfessionsfreien Bürgerinnen und Bürger wolle die gbs auf keinen Fall hinnehmen.
BRIG-GLIS. (hpd) Laut Lehrplan 21 tritt das konfessionsneutrale Fach "Ethik-Religion-Gemeinschaft" (ERG) an die Stelle des bisherigen konfessionellen Religionsunterrichts in der Schweiz.
WIEN/ZAGREB. (hpd) Die Kroaten haben sich am Sonntag gegen die Gleichberechtigung Homosexueller entschieden. Fast zwei Drittel stimmten für eine Verfassungsänderung, die die Homosexuellen-Ehe verbietet. Das Referendum war eine Machtprobe zwischen Kirche und Regierung.
BRIG-GLIS. (hpd) Der Bischof von Sitten schickte die beliebte Religions- und Ethiklehrerin Edith Inderkummen in die Wüste, weil sie aus der Kirche ausgetreten war. Als Infosperber und hpd letzte Woche darüber berichteten, geschah für Walliser Verhältnisse etwas sehr Ungewöhnliches.
BRIG-GLIS. (hpd) Nach der Kruzifix-Affäre im Jahr 2010 zeigen die klerikalen und säkularen Kreise im Wallis erneut grosse Mühe mit der verfassungsmässigen Einhaltung der Glaubens- und Gewissensfreiheit. Betroffen ist diesmal die Religions- und Ethiklehrerin Edith Inderkummen, welche an der Orientierungsschule von Brig unterrichtete.
BERLIN. (hpd) In diesen Tagen wurde vom Alibri-Verlag das Buch "Loyal dienen" von Corinna Gekeler veröffentlicht. Darin stellt sie die Ergebnisse der im Zuge der Kampagne "Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz" (GerDiA) gewonnenen Ergebnisse vor. Das Buch zeigt, wer von einer solchen Diskriminierung alles betroffen ist und wie weit die Eingriffe ins Privatleben reichen.
MÜNSTER. (hpd) Das Oberverwaltungsgericht Münster hat gestern in einem Eilbeschluss bestätigt: eine katholische Grundschule in Paderborn "darf die Schulaufnahme eines muslimischen Schulanfängers ablehnen, weil seine Eltern die Teilnahme am katholischen Religionsunterricht und an Schulgottesdiensten verweigern".
BOCHUM. (hpd/rir) „Katholisch operieren – evangelisch Fenster putzen“ – unter diesem Motto fand am vergangenen Freitag zum ersten Mal eine gemeinsame Veranstaltung von ver.di und Religionsfrei im Revier statt. Trotz der im Vorfeld starken Bedenken seitens ver.di, sich auf eine Zusammenarbeit mit "Atheisten" einzulassen, zeichnete sich für die bevorstehende Veranstaltung ein erfolgreicher Verlauf ab.
LONDON. (hpd) Das neue Wachstum von Konfessionsschulen im Vereinigten Königreich wird von den britischen Humanisten sehr kritisch beobachtet. Anstoß erregen nicht nur die Lehrkonzepte. In der Kritik stehen auch arbeitsrechtliche Privilegierungen.
GRAZ. (hpd) Mit der komplexen Thematik der religiös-weltanschaulichen Diskriminierung befasste sich am 27. und 28. Mai 2010 eine internationale Konferenz mit Wissenschaftlern aus ganz Europa im Meerscheinschloss der Universität Graz. Die Tagung veranlasste Gerhard Czermak zu grundsätzlichen Erwägungen über die Diskriminierung von Säkularen in Deutschland, die in zwei Teilen erfolgt.
GRAZ. (hpd) Mit der komplexen Thematik der religiös-weltanschaulichen Diskriminierung befasste sich am 27. und 28. Mai 2010 eine internationale Konferenz mit Wissenschaftlern aus ganz Europa im Meerscheinschloss der Universität Graz. Die Tagung veranlasste Gerhard Czermak zu grundsätzlichen Erwägungen über die Diskriminierung von Säkularen in Deutschland, die in zwei Teilen erfolgen wird.