Sind Frauen selbst schuld, wenn sie Opfer von Gewalt werden? Diese Ansicht scheint innerhalb der katholischen Kirche in Italien weit verbreitet zu sein, wie der katholische Geistliche Don Giorgio De Capitani erklärt.
In der pakistanischen Provinz Punjab verurteilte laut Medienberichten der Ältestenrat eines Dorfes ein sechzehnjähriges Mädchen dazu, vergewaltigt zu werden, um ein Verbrechen ihres Bruders zu sühnen.
Der Gouverneur von Kentucky hat jetzt einen Aktionsplan gegen Armut und Gewalt in der Großstadt Louisville vorgestellt: Bet-Patrouillen! Niemand kann so recht glauben, dass er das wirklich gesagt hat - vor allem nicht die Geistlichen vor Ort.
Sigmar Gabriel veranstaltete eine dreitägige Konferenz zur "Friedensverantwortung der Religionen". Im Vorfeld der Konferenz, die gestern endete, schrieb der Außenminister einen Gastbeitrag für den Berliner Tagesspiegel. Dort warnte er davor, Religionen stets nur als konfliktverschärfend anzusehen und verharmloste dabei das enorme Gewaltpotenzial, das von ihnen ausgeht. Ein Kommentar.
Die heftigen Reaktionen auf die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht und auf das Verhalten der Polizei setzen eine Diskurstradition fort, welche die Meinungsverschiedenheit und Diskussion als solche verurteilt. Ein nüchterner und reflektierter Streit in der Sache ist zur Orientierung jedoch notwendig, meint Mukeba Muamba in einem Kommentar.
Der Ägyptologe Jan Assmann geht in seinem Buch "Totale Religion. Ursprünge und Formen puritanischer Verschärfung" erneut dem Kontext von Gewalt und Monotheismus nach. Dabei beschränkt er sich auf eine kenntnisreiche Darstellung zur Entstehungsgeschichte, eine darüber hinausgehende Erörterung im strukturellen oder übergeschichtlichen Sinne findet man darin nicht.
Am vergangenen Samstag wurde der katholische Bischof Franz-Josef Overbeck aus Essen im Deutschlandfunk interviewt. Das angekündigte Thema des Gesprächs: Der Zusammenhang von Religion und Gewalt.
Ende November erschien in der renommierten Zeitschrift "Nature" ein Artikel, der das Bild von den friedlichen Silberrücken als sanfte Riesen erschüttert. Nun scheinen die Gorillas nicht nur den Schimpansen, sondern auch den Menschen ein Stück ähnlicher. Ein Mob, der in der Überzahl lebensbedrohlich auf ein einzelnes Individuum losgeht, das wurde auch im Virunga-Nationalpark im Kongo in jüngerer Zeit mehrfach beobachtet.
Eine sogenannte "Geste der Verantwortung" zur sexuellen Gewalt durch die Kirche haben Kardinal Schönborn und Parlamentspräsidentin Doris Bures nun für den 17. November 2016 angekündigt. Die verstorbene NR-Präsidentin Barbara Prammer hatte hier mehr Feingefühl bewiesen und hat vor drei Jahren eine Veranstaltung der kircheneigenen Klasnic-Kommission unter Ausschluss der betroffenen Kirchenopfer im Hohen Haus unterbunden.
Der echte Oberbayer Wolfgang Sellinger straft das deutschlandweit bekannte Bild des klassischen Bayern Lügen. Nicht in jedem Punkt, aber in einem dafür umso deutlicher. Mit der die Bayern häufig noch heute kennzeichnenden Gottesfürchtigkeit ist es bei ihm nicht weit her.
In Äthiopien gibt es große soziale Unruhen. Dabei wurden allein in der Region Gondar sechs Personen getötet. Dutzende wurden während einer Kundgebung der Oromo und Amhara gegen Diskriminierung in der Hauptstadt Addis Abeba festgenommen.
Jorge Bergoglio, von vielen verehrt als Papst Franziskus, sprach sich auf seinem Rückflug vom Weltjugendtag in Krakau gegen die Gleichsetzung von Islam und Gewalt aus. Löblich, findet hpd-Kommentator Falko Pietsch. Allerdings unterschlägt der Papst – für sein Metier nicht ganz unerwartet – dass Gewalt auch im Namen der Religion begangen wird.
BERLIN. (hpd) Am Tag nach der Schießerei im Münchener Olympia-Einkaufszentrum geht die Polizei von einem Amoklauf eines Einzeltäters aus. Viele Gerüchte und Spekulationen wurden über die sozialen Netzwerke verbreitet, obwohl es keine gesicherten Erkenntnisse gab. Der Politologe Hamed Abdel-Samad kommentiert die Reaktionen.
BERLIN. (hpd) Das Massaker von Srebrenica gilt als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Am 21. Jahrestag wurde den Opfern erneut gedacht.
MÜNSTER. (hpd) Am Mittwoch lud das Institut für Kriminalwissenschaften der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zu einem Kolloquium über das Verhältnis von Religion und Gewalt. Da in der Öffentlichkeit aktuell besonders das Verhältnis des Islam zur Gewalt diskutiert wird, legte auch das Kolloquium hierauf seinen Schwerpunkt.