Die Zeitschrift "Brigitte" hat in einem Artikel die "beste Homöopathie für euer Sternzeichen" vorgestellt. Warum das in gleich mehrerlei Hinsicht zum Haare raufen ist, erläutert Constantin Huber in einer kritischen Betrachtung der dort aufgeworfenen Thesen.
Ein aufregendes Jahr voller Fake News und Verschwörungstheorien neigt sich dem Ende zu. Grund genug, um das fünfte Mal den "Goldenen Aluhut" zu vergeben. Einen der von den Preisträgern nicht sonderlich begehrten Preise gewann vergangene Woche auch das Unternehmen "Hevert", welches Homöopathie-Kritikerin und hpd-Präsidiumsmitglied Natalie Grams einen juristischen Maulkorb verpassen wollte.
Am 24. Oktober berichtete das kritische Portal "MedWatch", dass dem Bayerischen Landtag ein Antrag der Fraktionen von CSU und Freien Wählern vorliegt, in dem die Beforschung von alternativmedizinischen Methoden, "namentlich der Homöopathie", zur Verringerung und Vermeidung des Einsatzes von Antibiotika gefordert wird. Der Gesundheitsausschuss des Landtages hat bereits mehrheitlich dem Landtag empfohlen, entsprechend zu beschließen.
Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften, kurz GWUP, hat auch in diesem Jahr dazu aufgerufen, im Rahmen der "Nichts drin, nichts dran!"-Aktion nachzuweisen, dass homöopathische Mittelchen nicht "über den Placebo-Effekt hinaus" wirken. In Berlin zeigten zehn mutige Skeptiker, dass man sich mit Globuli nicht vergiften kann.
Was macht man, wenn sich unbequeme Fakten herumsprechen und eine unsinnige Heilmethode zusehends an Rückhalt in der Gesellschaft verliert? Ein guter Anlass, den eigenen Irrtum zu erkennen und auf der Müllhalde überholter Ideen zu entsorgen. Oder man startet eine Petition, um den Quatsch wider jede Vernunft in den Köpfen zu belassen.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am 17.09.2019 über eine Videobotschaft mitgeteilt, dass er an der Erstattungsfähigkeit von Homöopathie durch die gesetzlichen Krankenkassen festhalten werde. Das Informationsnetzwerk Homöopathie hat einen offenen Brief an den Bundesgesundheitsminister verfasst, in dem es seine Entscheidung kritisiert. Interessierte haben die Möglichkeit, diesen Brief mitzuzeichnen.
In der TAZ erschien am 12. Juli 2019 ein Artikel, der Homöopathie als Kassenleistung befürwortet. Unter der Überschrift "Wahlfreiheit muss bleiben" verteidigt die Journalistin Anja Krüger mit sehr fragwürdigen Argumenten die Erstattung von Scheinmedikamenten durch die Krankenkassen. Der hpd dokumentiert den Leserbrief von Falko Pietsch, den dieser bei Facebook veröffentlichte.
Schluss mit dem süßen Nichts aus der Solidarkasse: Wie die französische Regierung jetzt bekannt gab, kippt das Land die Erstattung von homöopathischen Mitteln durch die Krankenversicherung. Während die Krankenkassen derzeit noch 30 Prozent der Kosten übernehmen, sinkt der erstattete Anteil ab Anfang nächsten Jahres auf 15 Prozent, 2021 ist dann ganz Schluss mit den Globuli als Kassenleistung.
Wer was beweisen will, der verweist auf eine Studie. Und wer das Gegenteil beweisen will, der macht das auch. Wie verlässlich ist eigentlich "eine Studie"?
Am 13. Juni 2019 hat Jan Böhmermann in seinem "Neo Magazin Royale" das Thema Homöopathie nicht nur aufgegriffen, sondern – überraschend – zum Hauptthema der Sendung gemacht. Ausgelöst wurde sein Interesse am Thema offensichtlich von dem Abmahnungsversuch der Firma Hevert Arzneimittel, mit der der Homöopathiekritikerin Dr. Natalie Grams eine Unterlassungserklärung abverlangt wurde, sie möge ich der Öffentlichkeit nicht mehr äußern, "Homöopathie habe keine Wirkung über den Placeboeffekt hinaus".
Wenn es uns nach einer Krankheit besser geht, wissen wir oft sofort, warum – und liegen damit dann gerne völlig falsch. Das macht uns zur leichten Beute für Scharlatane.
In Stralsund findet vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2019 der diesjährige Homöopathische Ärztekongress des Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ ) statt. Wie bei solchen Veranstaltungen üblich, hat sich der DZVhÄ auch diesmal wieder des Rückhaltes in der Politik versichert, indem er der Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), die Schirmherrschaft über die Veranstaltung angetragen hat.
In der Werbepostsendung "Einkauf aktuell", die die Briefkästen deutscher Haushalte verstopft und zu großen Teilen gleich im Altpapier entsorgt wird, fand sich jüngst ein Beispiel, wie Homöopathie als Medizin angepriesen wird.
Es ist ja schön und gut, wenn Medizin und Naturheilkunde versöhnt werden – aber ist es wirklich nötig? Überhaupt: Um was streiten die beiden denn? Natalie Grams versucht, Antworten zu finden.
Vom 30. Mai bis 1. Juni 2019 findet in Augsburg die jährliche GWUP-Konferenz SkepKon statt. Das größte Event für Wissenschaft und kritisches Denken im deutschsprachigen Raum versammelt auch diesmal wieder Forscherinnen und Forscher, Kreative und Neugierige.