Man hört hierzulande gelegentlich von "neuen Impfempfehlungen" in den USA oder von politischen Debatten um den Impfkalender. Was dabei kaum vermittelt wird: Die amerikanische Impfpolitik erlebt derzeit eine der stärksten institutionellen Erschütterungen der letzten Jahrzehnte. Die CDC – lange Zeit globale Referenz für immunologische und epidemiologische Standards – wurde politisch unter Druck gesetzt, Empfehlungen aufzuheben, und steht nun im Zentrum eines juristischen und politischen Machtkampfes. Die Folgen reichen weit über die USA hinaus.
Eine fesselnde Autobiografie - verbunden mit weitgefasster Wissensvermittlung: Katalin Karikó, Nobelpreisträgerin für "Physiologie oder Medizin" 2023, erzählt humorvoll, mit einer gehörigen Portion Selbstironie die inspirierende Geschichte einer Wissenschaftlerin, die immer an das glaubte, was sie tat. Spannend authentisch und emotional berührend berichtet sie von ihrem an Höhen und Tiefen reichen Leben und erläutert gleichzeitig die wichtigsten wissenschaftlichen Aspekte ihrer mehr als drei Jahrzehnte währenden Erforschung von Messenger-RNA (mRNA), die als Grundlage für die Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen Millionen Menschen vor den schlimmsten Folgen der COVID-19 Pandemie bewahrten.
Am 18.Juni 2023 stimmt die Schweiz zum dritten Mal über bestimmte Massnahmen im Covid-19-Gesetz ab, die vom Parlament bis Mitte 2024 verlängert wurden. Lanciert wurden die Referenden von Impf- und Maskengegnern, die sich zunehmend radikalisieren. Die Freidenker-Vereinigung der Schweiz (FVS) hält dagegen und wirbt am 18. Juni für das dritte Ja zum Covid-Gesetz an der Urne – aus Vernunft und Verantwortung.
In der Corona-Pandemie sind die Impfungen bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland deutlich zurückgegangen. Das ergab eine Analyse von Behandlungsdaten durch die Krankenkasse DAK-Gesundheit.
Die Bereitschaft zur Impfung kann durch einfache Hinweise und vergleichende Informationen über Nebenwirkungen erhöht werden. Eine neue Studie zeigt, dass die Bereitschaft, einen Covid-19-Impfstoff zu verwenden, höher war, wenn die Nebenwirkungsrate mit "sehr geringes Risiko" angegeben wurde oder wenn die Rate mit der Sterblichkeitsrate im Straßenverkehr verglichen wurde.
Der Suizid der Ärztin Lisa-Maria Kellermayr erschüttert derzeit nicht nur Österreich. Monatelang wurde sie mit Morddrohungen konfrontiert, weil sie öffentlich über Corona aufklärte und Impfungen empfahl. Ihr Tod ist nicht zuletzt eine Folge des fahrlässigen Kuschelkurses staatlicher Institutionen mit der Querdenker-Bewegung.
Im US-Staat New York benötigen Beschäftigte in Gesundheitsberufen auch dann eine Corona-Impfung, wenn dies ihrer religiösen Überzeugung widerspricht. Dies hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten, der Supreme Court, Ende Juni entschieden. Die Richterinnen und Richter lehnten es in einer Mehrheitsentscheidung ab, die Klage von 17 Betroffenen gegen die Impfpflicht zu verhandeln.
Zum Herbst die Impfquote erhöhen – ganz ohne Zwang. Wie dies bewerkstelligt werden könnte, zeigt die Studie eines internationalen Forschungsteams unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen. Demnach hängt die Bereitschaft der Menschen, sich impfen zu lassen, mit dem vermuteten Vertrauen der Ärzteschaft in die Impfung zusammen. Allerdings zeigt die Untersuchung eine große Diskrepanz zwischen den Annahmen der Bevölkerung und der tatsächlichen Meinung der Ärzteschaft.
Zur angeblichen Islamisierung des Abendlandes, der "Klima-Lüge" oder dem nie eingeführten Impfzwang gesellen sich Verschwörungsmärchen über den Krieg in der Ukraine. Das Center für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS) hat zu den "Verschwörungserzählungen über den Angriffskrieg gegen die Ukraine in der Gesellschaft" vergangene Woche ein Research Paper veröffentlicht.
Wünschen wir uns nicht alle ein Wundermittel gegen tödliche Krankheiten? Etwas wie die HPV-Impfung, die Krebs wirksam verhindert? Nutzen tun sie viel zu wenige. Warum nur, fragt die Ärztin Natalie Grams-Nobmann?
Umfangreiche Lockerungen, ein neues Infektionsschutzgesetz: Ist die Pandemie zu Ende oder wird sie für beendet erklärt? Es war kaum jemals schwieriger als jetzt, die Pandemielage vernünftig einzuschätzen, findet unsere Kolumnistin Natalie Grams-Nobmann.
Bei allem anderen: Zumindest die Pandemie scheint für viele vorbei zu sein, es locken Freiheit und Frühling. Doch eine Normalität wie vor Corona ist unrealistisch. Was bedeutet das Leben mit Sars-CoV-2 und seinen Varianten für uns alle? Fragt sich die Kolumnistin und Ärztin Natalie Grams-Nobmann.
In den USA lehnen etwa 10 Prozent der Bevölkerung eine Impfung gegen das Coronavirus aus religiösen Gründen ab. Dies sorgt bei einer Mehrheit von 60 Prozent der Menschen für Verärgerung. Mit besonderer Verwunderung werden religiös begründete Ausnahmen von der Impfpflicht bei den Streitkräften aufgenommen. Während im Dezember 2021 noch Konsequenzen für die Impfverweigerung angedroht wurden, gewährte das Marinekorps Mitte Januar 2022 bereits zwei Ausnahmen.
In Folge seiner Verwicklung in einen Rechtsstreit gegen einen Impfgegner wurde der Arzt Dr. David Bardens zu einem der bekanntesten deutschen Kritiker der Impfgegner-Bewegung. Im Interview gibt er Antworten zur aktuellen Impfdebatte.
Die Ärztin Natalie Grams-Nobmann sieht viele gute Gründe für eine Covid-Kinderimpfung. Zunächst schützt sie natürlich Leben und ist daher gerade für Risiko- und vorerkrankte Kinder wichtig. Aber: Leben ist mehr als Nicht-tot-Sein. Dem müssen wir nach zwei Jahren Pandemie endlich wieder Rechnung tragen.