Die Corona-Zahlen sind erschreckend. Der Präsident des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg, Jan Gabriel, äußert sich deshalb in einem Statement zur aktuellen Lage – und teilt einen eindringlichen Appell unserer Freund*innen der Humanistischen Gemeinschaft Hessen, die ihrerseits zum Impfen aufrufen.
Schon öfter hat unsere Kolumnistin Natalie Grams-Nobmann darauf hingewiesen, dass die Homöopathie der Einstieg zum Ausstieg aus dem rationalen Denken sein kann. In der Pandemie wird klar, welche schlimmen Folgen es hat, hier nicht gleich gegenzusteuern.
Trotz Impfung, Aufklärungskampagnen, Expertise erlebt die Gesellschaft eine möglicherweise verheerende vierte Corona-Welle. Nach wie vor fehle ein Konzept, um Kinder und Heranwachsende zu schützen, kommentiert die Ärztin Natalie Grams-Nobmann.
Und wieder haben wir dieselben Fehler gemacht: Während wir de facto regierungslos durch die vierte Welle einer Jahrhundert-Pandemie steuern, kann man beobachten, wie gut das mit der Eigenverantwortung funktioniert – ein falsch verstandener Freiheitsbegriff und einseitiges kritisches Hinterfragen haben uns in eine Lage gebracht, die schlimmer ist als je zuvor und noch immer massiv unterschätzt wird. Die persönliche Frustration ist enorm.
Eine experimentelle Methodenstudie der TU Chemnitz und der Universität Konstanz deutet auf eine Überschätzung der Impfquote gegen Covid-19 in Bevölkerungsumfragen hin – denn Gründe der "sozialen Erwünschtheit" verzerren die Umfrageergebnisse.
Corona und kein Ende in Sicht: In der Pandemie ist die Lebenszufriedenheit der Deutschen auf einen historischen Tiefstand gesunken. Doch die Impfung gibt vielen Menschen Hoffnung. Zu diesem Ergebnis kommt eine nun veröffentlichte repräsentative Befragung.
Zügige Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 für die Hälfte der Bevölkerung könnte die vierte Infektionswelle wahrscheinlich brechen. Denn sie könne die Zahl Ansteckungen und Übertragungen bei diesen Personen nochmal auf ein Zehntel reduzieren. Dies ist eine zentrale Aussage einer Stellungnahme, die ein Team um Viola Priesemann, Leiterin einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, formuliert hat.
Die Ärztin und Kolumnistin Natalie Grams-Nobmann hat Verständnis für kritisches Hinterfragen beim Impfen. Sie selbst grübelt aber, warum Laien sich nicht auf Expertinnen und Experten mit Fachwissen verlassen.
Nun ist es also passiert. Der Sommer ist vorbei und die vierte Welle ist da. Und mit ihr schwindet die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie. Stattdessen steht uns ein dunkler Winter bevor, den viele Menschen nicht überleben werden. Schuld an dieser Situation sind Diejenigen, die aus völlig irrationalen Gründen eine Impfung ablehnen, sowie die Politik, die nicht in der Lage ist, einen wirksamen Schutz aller durchzusetzen.
Ungesund essen, Risikosport ausüben, rauchen: Wir dürfen vieles, und die gesundheitlichen Folgekosten trägt die Solidargemeinschaft. Darf man dann fürs Nichtimpfen bestraft werden? Unsere Kolumnistin Natalie Grams-Nobmann meint, hier wird zu viel miteinander vermengt.
Die "Tage" einer Frau kommen nicht immer pünktlich. Das kann viele Gründe haben. Aber kann es auch an der Covid-19-Impfung liegen? Die Ärztin Natalie Grams-Nobmann erklärt in ihrer Kolumne, was die Forschung über einen möglichen Zusammenhang weiß.
Immer wieder begegnen unserer Kolumnistin, der Ärztin Natalie Grams-Nobmann, vermeintlich gute Gründe gegen die Corona-Impfung. Medizinisch berechtigt sind sie allerdings fast nie. Welche Kontraindikationen gibt es wirklich?
Corona und kein Ende: 11.561 Neuinfektionen meldeten die Gesundheitsämter am Mittwoch, die bundesweite 7-Tage-Inzidenz lag gestern bei 61,3. Um die vierte Welle doch noch zu brechen, müssten laut Robert Koch-Institut mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und mehr als 90 Prozent der Menschen über 60 geimpft sein. Doch von diesen Quoten ist Deutschland noch weit entfernt. Aktuell verfügen nur 49.408.641 Menschen in Deutschland über eine vollständige Corona-Impfung (Stand: 25. August 2021). Das sind gerade einmal 59,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Was kann man also tun?
Jeder Mensch hat das Recht auf einen eigenen Glauben. Anders sieht es jedoch aus, wenn es um die "eigenen Fakten" geht. Und wenn lupenreine Impfgegner-Propaganda vom Pfarramt verbreitet wird, platzt sogar einigen Kirchenoberen der Kragen. So geschehen in der Tausend-Seelen-Gemeinde Preitenegg (Kärnten), wo die Gläubigen via Pfarrbrief mit Falschbehauptungen gegen die Corona-Impfung bombardiert wurden.
Wenn Aberglaube auf Aberglaube trifft, entsteht meistens etwas Gefährliches. So auch in Kirchengemeinden auf der griechischen Insel Kreta Anfang des Monats. Dort haben einige Geistliche, die zusätzlich auch Impfgegner:innen sind, den geimpften Gläubigen die Kommunion verweigert. Die dadurch entstandenen Anreize, sich keiner solidarischen und lebensrettenden Schutzimpfung zu unterziehen, sorgten für heftige Kontroversen. Vonseiten der Kirche sind wissenschaftsfeindliche Vorstöße im Kontext der Corona-Pandemie in Griechenland keine Einzelfälle.