OLDENBURG. (hpd) Keine diskriminierenden Sonderrechte mehr für kirchliche Einrichtungen – das beschloss außer dem Osnabrücker und dem Stuttgarter Rat bereits am 9.Februar der Rat Oldenburg. Auch hier will die Stadt als Auftraggeber nicht länger hinnehmen, dass die Beschäftigten in kirchlicher Trägerschaft nicht die vollen Rechte wie bei städtischer und privater haben.
Bischof Ackermann traf sich mit dem LSVD und stellte sich den Fragen der Aktivisten. Dieses Treffen konnte die Erwartungen dann doch nicht erfüllen, die in es gesetzt waren.
Eine katholische Klinik in Dortmund kündigte einer muslimischen Krankenpflegerin nach 15 Jahren guter Arbeit. Anlass ist, dass sie seit letzten November Kopftuch tragen möchte.
KÖLN. (hpd/snn) Am 05. Juli verlieh das Schwule Netzwerk NRW die Kompassnadel an Dr. Volker Jung, Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Ein Kommentar dazu von Bodo Busch.
BERLIN / FRANKFURT. (hpd) Eine Referentin für Antirassismus wurde vom Diakonischen Werk aufgrund ihrer Konfessionslosigkeit abgelehnt, ein Assistenzarzt von einer evangelischen Klinik. Sie stand nach einem Sieg vor dem AG Berlin kürzlich vor dem LAG Berlin-Brandenburg, er vor dem AG Frankfurt/M. Ihr beschied der konservative Richter, die Kirche dürfe Konfessionslose diskriminieren. Er musste sich anhören, seine völlig aussichtslose Klage sei reine Prinzipienreiterei. Der hpd sprach mit den beiden.
BERLIN. (hpd) Ein Regierungsentwurf zur Modernisierung des Meldegesetzes ist umstritten, weil kirchliche Arbeitgeber dadurch von Kündigungsgründen wie Lebenspartnerschaft und Zweitehe erfahren würden. Am 24.Juni fand hierzu eine Sachverständigen-Anhörung des Innenausschusses statt.
DÜSSELDORF/KARLSRUHE. (hpd) Wie völlig uneinsichtig und ideologisch eingemauert in den gegenwärtigen Diskussionen um das Arbeitsrecht sich vor allem die katholische Kirche verhält, zeigt eine überraschende Nachricht, dass sie in der Angelegenheit des so genannten Chefarzt-VerfahrensVerfassungsbeschwerde gegen ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts eingelegt hat.
Der innen- und religionspolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, Volker Beck, fürchtet, dass die Meldedaten zu gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften von der katholischen Kirche dazu genutzt werden könnten, um homosexuellen Kirchenmitarbeitern zu kündigen.
Erst in der vergangenen Woche veröffentlichte der hpd ein Interview mit Felix W. Wurm, in dem es um den Widerstand der Stadt Osnabrück ging, die als Auftraggeber nicht länger hinnehmen will, dass die Beschäftigten unter kirchlicher nicht die vollen Rechte wie bei städtischer und privater Trägerschaft haben.