ZWICKAU. (hpd) Im Sexual- wie Religionsverhalten sind Fetische lebende oder tote Gegenstände, die als Stimulantien der Erregung und Befriedigung dienen. Eine ähnliche Funktion, so scheint es, hat die Atheismus-Kritik in kirchlichen Zusammenhängen.
BERLIN. (hpd) Die kleine Lokführergewerkschaft GDL streikt. Auf Deutschlands Schienen bewegt sich kaum noch etwas. Doch anders als bei vorherigen Streiks halten sich Bürger- und Medienschelte in Grenzen. Was ist anders als noch vor zwei Wochen?
BERLIN. (hpd) Der insgesamt sehr mild gehaltene Report am Montag in der ARD – vermutlich hat der zuständige Rundfunkbeauftragte kräftig dagegen gehalten, vielleicht hat auch der zuständige verantwortliche Redakteur seinen dämpfenden Einfluss geltend gemacht – zeigt eine Kirche, die einen weitgehend unabhängigen Staat im Staate darstellt. Eine Kirche, die sich kaltschnäuzig über Moral und Gesetze hinwegsetzt – so wie sie das seit Jahrhunderten schon tut.
WEIMAR. (hpd) Erst jetzt fiel mir ein reißerisch aufgemachter Artikel in der Lokalausgabe Rudolstadt der Ostthüringer Zeitung (OTZ) vom 17. Juli d.J. in die Hände. Diesen Text musste ich gleich mehrmals lesen, denn so ganz verständlich ist für mich die Botschaft, die evangelische Kirchenfunktionäre und der Lokaljournalist vermitteln wollen, nicht. Geschult an Brecht, will ich das mal mit einigen nachdenklichen Fragen versuchen.
KOBLENZ. (hpd) Deutschland erstickt im kirchlichen Mief. Und nicht nur in Nordrhein-Westfalen. Theologen und Pfarrer als Ministerpräsidenten oder Bildungsminister, das ist inzwischen Routine. Ein ostdeutscher Pfarrer als Bundespräsident kann die Deutschen nicht mehr erschüttern. Eine Pfarrerstochter aus der mecklenburgischen Provinz, die ausgerechnet den ehemaligen Vorsitzenden der judenfeindlichen Inquisitionsbehörde in höchsten Tönen lobt, als Bundeskanzlerin?
BERLIN. (hpd/dgpd) Das kürzlich bekannt gewordenen Ermittlungsverfahren wegen angeblichen Totschlags in zwei Fällen gegen Roger Kusch (“Sterbehilfe Deutschland e.V.”) und einen Nervenarzt, der für ihn die Urteilsfähigkeit von suizidwilligen Personen begutachtet, kommentiert DGHS-Präsidentin Elke Baezner.
BERLIN. (hpd) Es gibt derzeit für einen Journalisten kaum eine schwierigere Aufgabe, als zu versuchen, über die Krise in der Ukraine zu schreiben ohne dabei in irgend einer Weise Partei zu ergreifen oder sich auf Medienmeldungen zu verlassen, die eben alles sind: nur nicht unparteiisch.
BERLIN. (hpd) “Stille Feiertage”, vor allem im Zusammenhang mit Karfreitag und Ostern, sind schon länger ein gewaltiges Ärgernis für Konfessionsfreie. Aufgrund religiöser Traditionen schränken Gesetze und Verordnungen das Freizeitverhalten der Menschen an aus religiöser Sicht "ernsten Tagen" erheblich ein.
LIMBURG. (hpd) Unglaublich, skandalös: Die öffentlich-rechtlichen Medien haben gestern sogar mit der Meldung aufgemacht. Tagesschau (ARD) und heute (ZDF) hatten in ihren Nachrichtensendungen zur besten Sendezeit nichts Wichtigeres aus Deutschland und der Welt zu berichten als eine relativ umfängliche Story über einen Bischof, der es mit der Wahrheit ebenso wenig genau nahm wie mit dem ihm anvertrauten Geld.
ZWICKAU. (hpd) Beim Humanistischen Pressedienst sind zwei überwiegend lobende Rezensionen von Achim Pfahl-Traughber und Siegfried R. Krebs des neuen Werkes von Gerhard Czermak “Problemfall Religion” erschienen. In ihnen werden Inhalt wie Gliederung des Buches angemessen vorgestellt und gewürdigt, der eingesetzte Religionsbegriff hingegen wenig problematisiert. Wegen der Bedeutung des wichtigen Buches und des bekannten Autors für die “säkulare Szene” sind aus Sicht der noch jungen Humanistik einige Hinweise nötig.
KÖLN. (hpd) Nun hat er aufgehört. Künftig werden sich die Medien kaum mehr mit seinen Äußerungen befassen. Der Kölner Kardinal ist im Ruhestand. Das Aufsehen, das er immer wieder erregte, hat im Übrigen von seinen Leistungen abgelenkt.
KIEW. (hpd) Sollte der Kompromiss zustande kommen, dass Neuwahlen in der Ukraine erst für Dezember 2014 vorgesehen sein und Janukowitsch bis dahin Präsident bleiben sollte, wäre das als Ergebnis der Verhandlungen in Kiew ein Schlag ins Gesicht der Demonstranten und des Volkes.
BERLIN. (hpd) Nach den Mitteilungen der Hannoveraner Staatsanwaltschaft vom 14. Februar 2014 ermittelt der Staatsanwalt seit dem 4. November 2013 wegen Vorwürfe im Grenzbereich zur Kinderpornografie gegen Sebastian Edathy. Sie hat bisher offenkundig nichts gegen Edathy in der Hand, das eine strafbare Handlung belegt.
WIEN. (hpd) Ich werde heute Abend für den hpd die Demonstration gegen den Burschenschafter-Ball in der Wiener Hofburg beobachten. Die Umstände dieser Proteste machen aus mir keinen bloßen Beobachter. Sie machen aus mir eine Partei.
(hpd) "Pantha rhei", so heißt es in dem von Heraklit verfassten Aphorismus. Alles ist im Fluss, verändert sich, sagen uns diese Worte. Und das ist für bestimmte Gegebenheiten in Raum und Zeit auch heute noch richtig.