Polen

Polen beschwert sich über Tilly-Wagen

Am Rosenmontag fuhren pandemiegerecht acht gewohnt provokante Mottowagen diesmal ohne jubelndes Publikum und einzeln durch Düsseldorfs Straßen. Einer davon thematisierte die De-Facto-Abschaffung des polnischen Abtreibungsrechts, was eine Beschwerde des polnischen Konsulats nach sich zog. Wagenbaukünstler Jacques Tilly verteidigt sein Werk.

Polen: Mehrheit beurteilt katholische Kirche negativ

Schon immer hat die katholische Kirche in Polen Einfluss auf Politik und Gesellschaft genommen. Gegenwärtig ist ihr Einfluss aufgrund der religiös-konservativen Agenda der regierenden PiS-Partei besonders stark. Doch zwei Drittel der polnischen Bevölkerung beurteilen diesen Einfluss der katholischen Kirche auf das öffentliche Leben negativ, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

Krakau

Polens erste Fitness-Kirche gibt nach Polizeibesuch wieder auf

Was hilft in einer Virus-Pandemie mehr: Den Körper fit zu halten? Oder in geschlossenen, eher kühlen Räumen herumzuknien und laut zu singen? In Polen ist diese Frage längst beantwortet. Natürlich ist dem Herumknien und Singen im Kreise weiterer Knie-Enthusiasten der Vorzug zu geben. Aber Polen ist eben auch ein sehr katholisches Land, und in solchen Ländern hilft gegen alles am ehesten der liebe Gott.

Regenbogen in Warschau

Polens Bischöfe halten Homosexualität für "heilbar"

Gemäß der jüngsten polnischen Bischofskonferenz gilt Homosexualität als unnatürlich und ungesund. Dabei wurde empfohlen, diese unter bestimmten Bedingungen mittels einer Therapie zu beseitigen. Die menschenfeindliche Einstellung, wonach Homosexualität heilbar sei, führt in Polen – befördert durch hochrangige Geistliche – auch weiterhin zu Stigmatisierungen, die die Psyche vieler Betroffener enorm belastet.

Eine Regenbogen-Chronik

Anfangs 2019 – meistens in den von der PiS regierenden Gemeinden Ost- und Südpolens – entstanden die ersten "LGBT-freien Zonen". Sie entstanden als Reaktion auf die vom Warschauer Bürgermeister Rafał Trzaskowski herausgegebene "LGBT-Karte". Die katholischen Fundamentalisten waren empört, dass diese Karte unter anderem die Einführung der Sexual- und Anti-Gewalt-Aufklärung in die Warschauern Schulen vorsieht.

Polnische Sticker, die "LGBT-freie Zonen" markieren sollen

Polens Regierung sägt an Frauen-Gewaltschutzabkommen

Mit dem Wahlspruch "Wir werden keine Opfer sein!" demonstrierten letzte Woche mehrere tausend Frauen in Warschau gegen den Plan der polnischen Regierung, die "Istanbul-Konvention" aufzukündigen, ein internationales Abkommen zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Frauen und Menschen aus der LGBTQI-Community sind in dem Land zunehmend Anfeindungen und tätlichen Angriffen ausgesetzt, die Europäische Union reagiert mit der Zurückhaltung von Fördergeldern.