Das neue Sozialgesetzbuch soll nicht die Nummer 13 tragen. Stattdessen soll auf die Nummer 12 die Nummer 14 folgen. So will es das Bundessozialministerium. Aus Aberglaube.
Ein Name steht beispielhaft für der Vernetzung von Bremer Kirchenaktivisten der Domgemeinde, der bremischen Politik und vor allem der Interessenvertretung der bremischen Unternehmen in der Industrie- und Handelskammer: Harald Emigholz, Chef der alteingesessenen Reifenhandelsfirma gleichen Namens. Er war über lange Jahre Diakon der Domgemeinde und von 2016 bis 2018 Präses der IHK Bremen. Er ist kaufmännisches Mitglied des Hauses Seefahrt und war Schaffer. Er war auch Vorsitzender der Stiftung des kirchlichen Ökumenischen Gymnasiums Bremen. Ein Zufall oder die Spitze eines Eisbergs?
Nachdem in Brasilien der rechte Kandidat Jair Bolsonaro zum Präsidenten gewählt wurde, war klar, dass seine Präsidentschaft eine harte Zeit für Minderheiten, Frauen und NGOs bedeuten würde.
Ein Wolfsbiss geistert durch die Medien und schürt Hysterie. Aber der Wolf war gar keiner. Das bestätigen nun DNA-Tests. Die Hysterie jedoch bleibt. Wie in so vielen gesellschaftlichen Debatten, deren Faktengrundlage sich im Nachhinein als falsch herausstellt.
Bei der Stichwahl um das brasilianische Präsidentenamt Ende Oktober, konnte sich rechte Kandidat Jair Bolsonaro gegen seinen linken Gegenkandidaten durchsetzen. Neben seinem Rundumschlag gegen so ziemlich jede Minderheit im Land, unabhängige Medien und NGOs fallen noch seine diffusen Drohkulissen für die Zeit seiner Regierung und seine Unzertrennlichkeit mit den Evangelikalen auf. Waren es doch diese Evangelikalen, die ihn mit reichlich Propaganda unterstützten, um seinen Wahlsieg zu sichern.
Weil Fleischessen ja so natürlich ist, funktioniert die Tierhaltung in den Industriestaaten selbstverständlich auch ganz naturnah. Viele VerbraucherInnen sehen offenbar auch ein eingeschweißte Stück Kadaver, das auf seinem eigenen Etikett das erste Mal mit grüner Wiese in Kontakt kommt, noch als etwas "Natürliches" an.
Der österreichische Rechtsphilosoph und Staatsrechtler Hans Kelsen veröffentlichte 1929 die erweiterte Ausgabe von "Vom Wesen und Wert der Demokratie" im Sinne eines realistischen Verständnisses. In der heutigen Demokratiedebatte verdient sie wieder Interesse – und ist für unter fünf Euro in einem Neudruck zu haben.
Bei allen Religionen und Glaubensgemeinschaften geht es in irgendeiner Form ums Seelenheil. Religion ist die Antithese zum weltlichen Teil des Lebens, bei dem weniger das Sein im Mittelpunkt steht, sondern vor allem das Haben. Dieses dient dazu, die Existenz und das Überleben zu sichern. Die Aufgabenteilung ist klar.
Fast eine Viertelmillion Menschen demonstrierten am Wochenende für eine offene Gesellschaft. Trotz Kritik an einigen wenigen der mehr als 1.000 Organisationen und Unterstützer, die zu der Großdemo aufgerufen haben, zeigte die Veranstaltung eindrucksvoll, dass die Entwicklung der Gesellschaft von vielen Bürgern kritisch gesehen wird. Mit mehr als 240.000 Menschen war #Unteilbar eine der größten Demos in der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Im Schatten von Trump-Skandalen hat sich in den USA auch eine Renaissance der politischen Linken entwickelt, wobei deren intellektuelle Repräsentanten in der Zeitschrift "Jacobin" ein Forum finden. Jetzt gibt es auch eine Edition von wichtigen Beiträgen aus den letzten Jahren in deutscher Übersetzung.
Eine Studie des Pew Research Center (Pew-Forschungszentrum) hat den Zusammenhang zwischen Religiosität und der Einstellung zu Themen wie Frauenrechte, Migration und Homosexualität untersucht. Von den "Unerschütterlichen Sonntags-Kirchgängern" mit konservativen Ansichten bis zu den "Bodenständigen Säkularen" mit überwiegend liberalen Ansichten, konnten sieben verschiedene Typen von Gläubigen bzw. Ungläubigen identifiziert werden.
Heerscharen von Kommentatoren, Politikern und anderen - mehr oder weniger redlich bemühten - Zeitgenossen machen sich einen Reim auf die Zwischenfälle von Chemnitz; oder sie tun wenigstens so. Ist der Osten demokratisch tot? Oder rufen die Menschen aus ihren sächsischen Dörfern um Hilfe, weil sie vor lauter Fremden in ihrer Umgebung den örtlichen Bäcker nicht mehr finden? Noch schlimmer: wenn der Bäcker mangels Kundschaft schließt und dort ein Döner-Laden eröffnet.
Das Institut für Weltanschauungsrecht (ifw) hat am gestrigen Tage einen Offenen Brief an die Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Katarina Barley, verschickt. Hintergrund ist die Weigerung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) sowie des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), eine höchstrichterliche Entscheidung umzusetzen.
Der Elitenforscher und Soziologe Michael Hartmann problematisiert in seinem Buch "Die Abgehobenen. Wie die Eliten die Demokratie gefährden" die gesellschaftlichen Folgen von sozialer Exklusivität der Mächtigen im Lande. Was zunächst wie ein Diskursbeitrag zum Populismus klingt, kann sich auf fundierte sozialwissenschaftliche Studien stützen – und geht einher mit beachtenswerten politischen Warnungen.
Die aktuellen migrationspolitischen Debatten gehen bisweilen wild durcheinander. Für die einen sind die Schlauchboote auf dem Mittelmehr das Menetekel einer untergehenden Kultur der Menschenrechte, andere wiederum stellen die Seenotrettung generell als Hilfe für Schlepperbanden in Frage. Über all dem weht auch noch das Kopftuch; für manche das Symbol für die Machtübernahme des IS in Europa und für andere das Sinnbild weiblicher Emanzipation und schmuckes Modeaccessoire der europäischen Damenwelt.