Bernd Greiner, Historiker aus Hamburg, legt eine neue Monographie vor: "Weißglut. Die inneren Kriege der USA. Eine Geschichte von 1900 bis heute". Darin steht das innergesellschaftliche Agieren gegen progressive Entwicklungen im Zentrum. Auch die Gegenwart wird durch die Perspektive auf die Vergangenheit verständlicher.
Der Kampf um die kulturelle Deutungshoheit wird in den USA zunehmend in den Schulen ausgetragen. Rechte Gruppierungen wie die "Moms for Liberty" setzen sich für eine konservative Bildungspolitik ein – und fordern die Entfernung von Büchern, die nicht in ihr religiös-nationalistisches Weltbild passen.
Matthew Boedy legt das erste kritische Buch zu Charlie Kirk und "Turning Point" vor, worin der Einfluss des "christlichen Nationalismus" nicht nur auf die Politik exemplarisch veranschaulicht wird. "Exposing the Dangerous Plan to Christianize America and Destroy Democracy" lautet der passende Untertitel.
In New York City gewinnt Zohran Mamdani als erster Muslim die Wahl zum Bürgermeister. Der hpd sprach mit dem Politikwissenschaftler Armin Pfahl-Traughber über demokratischen Sozialismus und Vorwürfe des Antisemitismus beziehungsweise Islamismus.
Mit "Amerikas Oligarchen. Geld, Macht und der Zerfall der Demokratie" ist ein Buch betitelt, das Julian Heissler aus journalistischer Sicht vorgelegt hat. Es macht anhand vieler Beispiele deutlich, wie stark der Einfluss des großen Geldes auf die US-Politik ist.
Mit über sieben Millionen Teilnehmern an mehr als 2.700 Veranstaltungen gehören die "No Kings"-Proteste vom 18. Oktober zu den größten Demonstrationen in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Unter dem Motto "Keine Könige" richtete sich der Protest gegen die autoritäre Amtsführung der Trump-Regierung, von harter Einwanderungspolitik bis zum geplanten Einsatz der Nationalgarde in demokratisch regierten Städten. Die Reaktion der Regierung fiel provokant aus: Ein KI-generiertes Video, das Trump als Kampfpiloten zeigt, der Fäkalien auf Demonstranten abwirft, sorgt für Empörung und wirft Fragen nach dem demokratischen Selbstverständnis im Weißen Haus auf.
In direkter Reaktion auf die Ermordung Charlie Kirks hat US-Präsident Donald Trump per Exekutivbefehl und präsidialem Memo verfügt, dass "Antifa" als domestische Terrororganisation eingestuft wird. Leere Drohungen, könnte man meinen, denn "Antifa" ist keine organisierte Bewegung. Doch der Schein trügt.
Auf dem Spiegel-Cover "Gotteskrieger" taucht neben bekannten Figuren der US-Rechten auch Doug Wilson auf – ein evangelikaler Pastor, der durch extrem konservative und teils offen frauenfeindliche sowie rassistische Positionen auffällt. Wilsons Einfluss wächst, nicht zuletzt durch prominente Unterstützer wie Kriegsminister Pete Hegseth und Plattformen wie der von Tucker Carlson. Der Schulterschluss zwischen evangelikalen Hardlinern und katholischen Integralisten rund um Vizepräsident JD Vance wirft Fragen zur religiösen Ausrichtung der US-Politik auf.
Die Demokratie steht unter Druck. In einigen westlichen Ländern, sei es in den USA, Ungarn, Italien, den Niederlanden oder Frankreich, haben rechtspopulistische Parteien längst zentrale Machtpositionen erobert oder sind im Begriff, sie zu erreichen. Was vor wenigen Jahren noch als Warnung liberaler Intellektueller abgetan wurde, ist heute Realität. Das Buch "Das Sterben der Demokratie" von Peter R. Neumann und Richard C. Schneider beschreibt in beklemmender Klarheit, wie die Fundamente der liberalen Ordnung Schritt für Schritt ausgehöhlt werden – und warum auch Deutschland am Scheideweg steht.
Etablierte Demokratien geraten zunehmend unter Druck – und erodieren. Erst langsam, unbemerkt und mit einem Mal rasend schnell. Welche Effekte besonders fatal wirken und wie eine Gesellschaft der Entwicklung begegnen kann, erforscht Ralph Hertwig am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Fakt ist: Passives Zuschauen wird die Erosion nicht aufhalten.
Peter Thiel ist ein deutschstämmiger Milliardär, ein wichtiger Unterstützer Donald Trumps und – wenn man den Autoren einer Podcast-Serie über Thiel glauben schenken möchte – "der Strippenzieher hinter dem kulturellen Rechtsruck in den USA". Wer ist dieser Mann, woran glaubt er und ist er wirklich die Graue Eminenz des aktuellen Rechtsrucks?
Die Grenzschutzbehörde ICE wird zur mit Abstand bestfinanzierten Strafverfolgungsbehörde der Vereinigten Staaten und wird ihre Personalstärke nahezu verdreifachen. Ein landesweites Netzwerk von Abschiebegefängnissen für über 100.000 Menschen soll ICE künftig verwalten. Sehen wir uns die Rekrutierungsstrategie einmal genauer an.
Stephen Miller, stellvertretender Stabschef im Weißen Haus und Homeland Security Advisor, nennt die Demokraten eine "extremistische Organisation". Wie das Weiße Haus die Rhetorik in ungekannter Weise verschärft und was das bedeuten könnte.
Eine republikanische Kongresskandidatin aus Texas sorgt mit einem Koran-Verbrennungsvideo für internationale Empörung. Valentina Gomez inszeniert sich als Kämpferin gegen Islam, LGBTQ und Migration – und nutzt religiöse Rhetorik, um Hassbotschaften zu verbreiten. Ihre Aussagen stehen exemplarisch für eine radikalisierte Strömung innerhalb der US-Republikaner, die christlichen Fundamentalismus mit politischer Hetze verbindet.
Pete Hegseth, Verteidigungsminister der USA, hat auf der Plattform X eine CNN-Dokumentation geteilt, in der Doug Wilson und andere evangelikale Pastoren sich für eine christliche Welt und die Abschaffung des Frauenwahlrechts aussprechen. Die Pastoren gehören zu der Gemeinschaft reformierter, evangelischer Kirchen. Hegseth sei ein "stolzes Mitglied" einer dieser Kirchen.