Es erscheint wie ein Kunstwerk, das um ein anderes Kunstwerk gehüllt wird. Eine Satire, die eine andere Satire transportiert und multipliziert: Der Film "Kruzifix" über einen Skandal um einen Mottowagen im Düsseldorfer Karneval, der weit über die Grenzen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt hinausreichte. Ein Film, der auch nach knapp 30 Jahren bei seiner erneuten Aufführung am Dienstag im vollbesetzten Vortragssaal des Düsseldorfer Stadtmuseums die Besucher begeisterte. Der manch einen auch beklemmte, wie die Reaktionen auf den Film über den damals vor Wut schäumenden katholischen Teil der Stadtgesellschaft zeigten.
Ernst Haeckel griff unter anderem Charles Darwins Forschungen auf und begründete die "Stammesgeschichtsforschung". Sie wurde später rassistisch interpretiert, wovon sich Wissenschaftler aus Jena vor einigen Jahren deutlich distanzierten.
Am 10. Juni 2025 fand in Konstanz ein Vortrag mit dem Titel "Säkularität als Werte stiftende und Kultur prägende Identität der modernen Gesellschaft – Warum wir mehr sind als nur ‚nicht-religiös‘" statt. Der Vortrag zeigte, dass der Verzicht auf Religion kein Mangel ist, sondern notwendige Voraussetzung für eine eigenständige Grundlage weltanschaulicher Orientierung – Vernunft, Wissenschaft und Humanismus.
Mythen und Glaubenssätze mit wissenschaftlichen Fakten abzugleichen, das tun Skeptiker seit jeher auf der Jahreskonferenz "SkepKon". Diesmal ist ein weiteres Element hinzugekommen: Den Dialog auf die Bühne zu holen, Vertreter unterschiedlicher Wertvorstellungen an einem Tisch zusammenzubringen und in kontroversen Debatten wertschätzend zu diskutieren. Zudem zeigte sich die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) mit einem erweiterten Themenspektrum, das neben Althergebrachtem wie alternativen Heilmethoden oder Prä-Astronautik auch aktuelle gesellschaftliche Debatten umfasst.
Der Vortrag am vergangenen Dienstag im Humanistischen Bildungs- und Begegnungszentrum Konstanz (hbbk) erfreute sich so großer Beliebtheit, dass sogar alle Reserveplätze belegt waren. Die Publikumsmagneten: Philip Barth (Physiker und Biologe, ETH Zürich) und Andreas Blessing (Psychologe, eigene Praxis). Das Thema: "Fake News, Falschinformation und Propaganda – Kritisches Denken ist wichtiger denn je".
Mit einer gelungenen Auftaktveranstaltung hat die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) Bodensee am Dienstag ihren ersten Vortrag im neuen "Humanistischen Bildungs- und Begegnungszentrum Konstanz" (hbbk) gehalten. Zahlreiche Gäste aus Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit füllten den Vortragsraum bis auf den letzten Platz – ein deutliches Zeichen für das große Interesse an humanistischen Themen in der Region.
Mit einem Festakt gedachten am 8. Mai über 150 Ulmerinnen und Ulmer dem Tag der Befreiung vom Faschismus. Im Stadthaus Ulm fand zum Anlass des 80. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus eine Veranstaltung der Freidenkerinnen & Freidenker Ulm/Neu-Ulm, des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg (DZOK), der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Ulm und der NaturFreunde statt.
Am vergangenen Samstag wurde in Köln anlässlich des 13. Jahrestags des "Kölner Urteils" vom 7. Mai 2012 wieder für Kinderrechte demonstriert. Die Teilnehmenden ließen sich von dem plötzlichen Wetterumschwung nicht erschüttern und brachten den Demozug sowie die Kundgebung teils in strömendem Regen zu Ende.
Das Kulturforum der Stadt Haßfurt hatte zur Feier von Karlheinz Deschner eingeladen und 70 Menschen kamen in die kleine Stadthalle. Deschner, Schriftsteller, Aufklärer, Provokateur, wäre am 23. Mai 2024 100 Jahre alt geworden. Und die Haßfurter freunden sich immer mehr mit dem "Außenseiter" an.
Der Einstieg manch einer Leserin oder eines Lesers in die Lektüre des Humanistischen Pressedienstes erfolgt über die Karikatur rechts oben auf der Startseite. Immer eine Zeichnung, in der Teilaspekte des realen Wahnsinns unserer Zeit mit ein paar Strichen auf den Punkt gebracht werden. Jetzt hat der hpd seinen Karikaturisten einfach mal Danke gesagt. Und zum von Ricarda Hinz und Judith Liesenfeld organisierten "Spöttertreffen" an den Sitz der Giordano-Bruno-Stiftung nach Oberwesel eingeladen.
Unter dem Titel "Die Demokratie retten durch mehr Mitbestimmung?" fand am vergangenen Donnerstag ein Webinar von Humanistischer Union und Berlin Institut für Partizipation statt. Es sollte ausloten, wie man die Demokratie weiterentwickeln und das politische und gesellschaftliche System weiter demokratisieren kann. Nach vier Impulsvorträgen folgte eine Fishbowldiskussion mit den bis zu 53 Teilnehmern. Der Tenor: Mehr Demokratie wagen!
Auf den Tag genau fünf Jahre nach dem bahnbrechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Suizidassistenz war es für die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) Zeit, Bilanz zu ziehen: Was hat sich geändert und was ist in dem nächsten halben Jahrzehnt zu tun, um dem Recht auf Selbstbestimmung über das eigene Sterben Geltung zu verschaffen? Was ist nötig, dass Menschen das ihnen zugestandene Recht in der Realität der Kliniken, Heime und Familien tatsächlich ausüben können? Wie können drohende Hürden durch Gesetzgebung verhindert werden?
Marcus Bensmann von der Recherche-Plattform "Correctiv" analysierte in Düsseldorf die Ziele und Methoden der AfD. Auf Einladung des Düsseldorfer Aufklärungsdienstes (DA!) zeichnete er ein bedrohliches Bild.
Am vergangenen Donnerstag luden der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) und die Evolutionären Humanisten Berlin-Brandenburg (ehbb) Berliner Politiker ein, um über Themen zu reden, die für religionsfreie Menschen bei einer Wahlentscheidung von Belang sein könnten. Es wurde ein spannender Abend.
Am vergangenen Samstag referierte der Jurist Robert Suermann beim "Arbeitskreis Selbstbestimmtes Sterben" in Oldenburg über die Frage, ob es einer Neuregelung der Suizidhilfe bedarf. Der Veranstaltungsraum im Kulturzentrum PFL war mit Zuhörern reichlich gefüllt. Dem Vortragenden gelang es, ein umfangreiches juristisches und ethisch schwieriges Thema für die Besucher interessant zu gestalten.