Umwelt- und Klimaschutz sind zutiefst humanistische Themen: Die Wahrung von Menschenrechten ist untrennbar damit verknüpft, ob unsere Welt auch in Zukunft noch lebenswert ist. Warum also nicht den heutigen Welthumanistentag zu einem Umwelt- und Klimaschutztag machen? Ein Aufruf.
Der 21. Juni ist ein Feiertag für Humanist*innen weltweit: Am längsten Tag des Jahres feiern wir gemeinsam unsere humanistischen Werte und besinnen wir uns auf die Bedeutung von humanistischen Ideen und Überzeugungen. Anna Ranneberg, HVD-Bundesvorstand für das Arbeitsfeld Jugend und Vorsitzende der Jungen Humanist*innen in Brandenburg, ruft dazu auf, den World Humanist Day zu einem Tag für Klima- und Umweltschutz zu machen:
"Umwelt- und Klimaschutz sind wesentliche Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Welt, in der Menschenrechte gewahrt sind – und damit ein zutiefst humanistisches Anliegen! Wir müssen jetzt gemeinschaftlich in den Diskurs gehen, sowohl in der Politik und Wirtschaft als auch in der Zivilgesellschaft. Dabei sollten vor allem die Stimmen der jungen Menschen gehört und ernst genommen werden. Die Kinder und Jugendlichen von heute sind die Macher*innen und Entscheider*innen von morgen. Und sie haben ein Recht auf eine zukunftsfähige Welt!
Es gilt, hier und heute gemeinschaftlich Maßnahmen umzusetzen, die im Sinne von Umwelt- und Klimaschutz sind. Für den einzelnen Menschen erscheint der Kampf gegen den Klimawandel oft als eine überwältigende Herausforderung, doch Wirkkraft fängt schon im Kleinen an – und gemeinschaftlich haben wir eine große Kraft zur Veränderung und zur Schaffung einer lebenswerten Umwelt von Morgen! Wenn viele sich beteiligen, dann kann auch viel bewirkt werden, ob beim Aufsammeln von Müll, dem Vermeiden von Plastikverpackungen, einer nachhaltigeren Ernährung oder dem Verzicht auf Auto oder Flugzeug.
Wir können den heutigen Welthumanistentag dafür nutzen, um den Klimaschutz in unseren Fokus zu rücken und ein größeres Bewusstsein für den Klimawandel und die nötigen Maßnahmen dagegen zu schaffen. Und morgen machen wir weiter! Wir können jeden Tag eine gute Tat vollbringen und in unseren Familien, bei unseren Freund*innen oder Kolleg*innen Impulse zum Mitmachen setzen. Lasst uns gemeinsam unsere Welt neugestalten!"
Dem Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) ist es ein wichtiges Anliegen, den Klimaschutz als humanistischen Wert fest in seiner Verbandskultur zu verankern. Unser nordrhein-westfälischer Landesverband hat bereits ein Leitbild für den Klimaschutz erarbeitet, an einem bundesweiten Leitbild wird derzeit gearbeitet. Außerdem wird unser humanistisches Magazin diesseits inzwischen nachhaltig und regional gedruckt, auf 100 Prozent Recyclingpapier, mit mineralölfreier Druckfarbe. Und nicht zuletzt gehört der HVD Bundesverband zum Unterstützungskreis des Bürgerrats Klima, in welchem Bürger*innen derzeit Empfehlungen für Klimaschutzmaßnahmen in Deutschland erarbeiten, die Ende Juni vorgestellt werden.
Der Humanistische Verband Deutschlands vertritt die Interessen und Rechte von Konfessionsfreien in Staat und Gesellschaft. Er bringt sich in aktuelle ethische Debatten ein und engagiert sich auf der Basis von Toleranz, Selbstbestimmung und Solidarität für eine menschlichere Gesellschaft. Als Weltanschauungsgemeinschaft ist er den Kirchen gemäß Art. 140 Grundgesetz gleichgestellt.
Am 20. Oktober 2006 ging der Humanistische Pressedienst (hpd) offiziell an den Start, doch die Vorarbeiten dazu hatten schon Monate zuvor begonnen. Der hpd sprach darüber mit Michael Schmidt-Salomon, der von Anfang an in das Projekt involviert war und dem Humanistischen Pressedienst seinen Namen gab.
Die Frage, wie wir am Ende unseres Lebens behandelt werden möchten, beschäftigt viele – doch nur wenige setzen sich aktiv damit auseinander. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg hat mit seinem neuen Fragebogen zur Erstellung einer Patientenverfügung ein Werkzeug geschaffen, das nicht nur rechtssicher ist, sondern auch menschlich, klar und alltagstauglich.
Die Zukunft ist nicht mehr das, was sie einmal war. Viele Menschen haben jede Hoffnung auf Fortschritt verloren. Allerdings beweist das Konzept „Cradle to Cradle“ schon seit vielen Jahren, dass es sehr wohl möglich ist, den allgemeinen Wohlstand zu steigern, ohne die Natur zu zerstören. Mitte September findet nun der 10. Internationale C2C-Kongress statt, zu dem abermals rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.
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