Katholiken gegen die Abschaffung der Todesstrafe

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Papst Franziskus
Papst Franziskus

Der Papst spricht sich gegen die Todesstrafe aus – sie sei unvereinbar mit dem katholischen Glauben. Damit stößt er in den USA auf Widerstand. Die Kritik: Die Todesstrafe sei laut des Alten Testaments unter bestimmten Bedingungen zulässig.

45 Universitätsprofessoren, unter anderem aus der Philosophie und Theologie, Priester sowie Buchautoren veröffentlichten am Dienstag in der Zeitschrift "First Things" einen Brief an das Kardinalskollegium, in dem sie die Änderung des Papstes im katholischen Katechismus kritisierten.

Für die Unterzeichner sei die Entscheidung Franziskus’ "skandalös", weil sie im Widerspruch zur Heiligen Schrift stehe. Über diese dürfe sich das Lehramt niemals hinwegsetzen. Die Kritiker fordern die Kardinäle auf, "seine Heiligkeit zu beraten, dass es seine Pflicht ist, diesen Skandal zu beenden, den Paragraf aus dem Katechismus zu streichen und das Wort Gottes unverfälscht zu lehren."

Die Autoren verweisen in der Bibel auf Kapitel 9, Vers 6 aus Genesis, wo steht: "Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut wird durch Menschen vergossen." Nach Meinung der Unterzeichner sei es göttliche Wahrheit und katholische Lehre, dass Kriminelle in bestimmten Fällen zum Tode verurteilt werden können.

Franziskus hatte Anfang August diesen Paragraf geändert. Für ihn sei die Todesstrafe "unzulässig, weil sie gegen die Unantastbarkeit und Würde der Person verstößt". Der Papst will damit die Abschaffung der Todesstrafe in der ganzen Welt vorantreiben. Bislang hieß es, dass die Kirche die Todesstrafe unter bestimmten Bedingungen nicht ausschließe, wenn dies der einzige Weg wäre, Menschen vor einem Aggressor zu schützen.