Obwohl sie im Jahre 2000 bereits als ausgerottet galten, sind die Masern in den USA zurück. Im Bundesstaat New York sind in den letzten Monaten zahllose Menschen erkrankt. Schuld an der Wiederkehr der Erkrankung sind Impfgegner-Kampagnen, die sich besonders auch an religiöse Gruppen richten.
Ein 25-jähriger Syrer erhält den Einberufungsbefehl zur syrischen Armee und beschließt, finanziell unterstützt von der Großfamilie, mit Hilfe von Schleppern nach Europa zu flüchten, was ihm unter dramatischen Umständen gelingt – seit 2015 lebt er in Salzburg. Mit wenigen Worten zusammengefasst bildet dies den Inhalt eines faszinierenden und berührenden Buches, das man nach den ersten Seiten nicht mehr aus der Hand legen mag.
Im Iran werden Atheisten diskriminiert, verfolgt und mit dem Tode bedroht. Farid Mahnad und Mohamad Hosein Tavasolli mussten deswegen aus dem islamischen Gottesstaat fliehen. Im Gespräch mit Tino Shahin erklären sie die Hintergründe ihrer Flucht.
Im Rahmen der Vorbereitungen des letzten Eurovision Song Contest kam es im israelischen Tel Aviv zu Protesten ultraorthodoxer Juden gegen die Vorbereitung und Durchführung des Events am Sabbat. Hunderte Ultraorthodoxe lieferten sich Rangeleien mit der Polizei, die versuchte die Versammlung der Protestierenden aufzulösen. Eine kleine Gruppe Frauen zog zum Protest gegen die Ultraorthodoxen ihre T-Shirts aus und vertrieb so die religiösen Männer.
Spanien ist noch immer für seinen verbreiteten Katholizismus bekannt. Jedoch gibt die Hälfte der jungen Generation zwischen 18 und 24 Jahren an, nicht gläubig zu sein. Und junge Spanierinnen und Spanier unterscheiden sich nicht nur im Denken gravierend von älteren Bevölkerungsgruppen, sondern auch im Handeln. So werden zum Beispiel mittlerweile 80 Prozent der Ehen nur noch zivil und nicht mehr kirchlich geschlossen.
In Schottland hat die Kommission zur Untersuchung von Kindesmissbrauch einen Zwischenbericht zum Missbrauch von Kindern in Heimen der Nazarethschwestern vorgelegt. In dem 140 Seiten umfassenden Bericht wurden die Aussagen von über 70 ehemaligen Heimkindern aus den Jahren 1933 bis 1984 aufgenommen. Sie berichten von Demütigungen, Misshandlungen und Vergewaltigungen. Die katholischen Nazarethschwestern haben eine Entschuldigung veröffentlicht.
Mit 82 Prozent der Stimmen hat die irische Bevölkerung sich für eine Verfassungsänderung ausgesprochen, welche eine Lockerung des Scheidungsrechtes möglich macht. Eine Ehescheidung ist in Irland erst seit 1995 möglich.
Im der westspanischen Region Extremadura hatten Bischöfe und eine Organisation von Religionslehrern sich jeweils an das Oberste Gericht gewendet, um ein Dekret aufheben zu lassen, welches den Religionsunterricht der Oberstufe auf nur mehr eine Wochenstunde im Stundenplan festlegte. Das Gericht entschied hingegen, dass eine Stunde Religion ausreiche.
Am 24. Mai 2019 hat das oberste Gericht in Kenia die Strafbarkeit von Homosexualität bekräftigt. Während einzelne Gerichtsverfahren für homosexuelle oder auch transsexuelle Personen in den letzten Jahren positiv ausgingen, hält das oberste Gericht an den noch aus der Kolonialzeit stammenden Paragraphen fest, die homosexuelle Handlungen unter Gefängnisstrafe stellen.
Jeder Staat, auch die "Islamischen Republik" Iran, ist an die völkerrechtlichen Verpflichtungen gebunden. Auch dann, wenn er sich in Konfliktfällen auf das "Selbstbestimmungsrecht der Völker" als völkerrechtlich garantiertes Grundrecht beruft.
Der internationale Aufschrei war groß, als der US-Bundesstaat Alabama einen Gesetzesentwurf vorlegte, der Schwangerschaftsabbrüche als schweres Verbrechen behandelt. Vergleichbar strenge Vorschriften gelten in Nordirland schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Das muss sich ändern, fordern Aktivistinnen und Menschenrechtler.
Der Publizist Alex Feuerherdt und der Politikwissenschaftler Florian Markl kritisieren in ihrem Buch "Vereinte Nationen gegen Israel. Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert" die im Titel angesprochene absonderliche Verurteilungspraxis.
Im Rahmen eines Interviews mit der italienischen Ausgabe der Vanity Fair hat der spanische Drehbuchautor und Regisseur Pedro Almodóvar auch über den sexuellen Missbrauch Minderjähriger in seiner Salesianer-Schule gesprochen.
Nach weltweiten Protesten hat Hassanal Bolkiah, Sultan von Brunei, die im März 2019 angekündigte Todesstrafe für wegen Homosexualität verurteilte Männer ausgesetzt. Im Jahre 2014 hatte der Sultan erklärt, die islamische Scharia als geltendes Gesetz einführen zu wollen. Danach drohen Homosexuellen der Tod durch Steinigung, des Diebstahls Überführten der Verlust von Armen oder Beinen.
Der US-Bundesstaat Alabama hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, nach dem Abtreibungen als schweres Verbrechen zu bewerten sind. Der Senat stimmte am Dienstag für das Gesetz, das nur noch von der Gouverneurin Kay Ivey unterschrieben werden muss.