Die katholische Kirche hat nach 25 Jahren wieder Stellung zur Entfernung von Gebärmüttern genommen. Üblicherweise als unzulässig, da sterilisierend eingestuft, wird die Entfernung durch die Kongregation für die Glaubenslehre und Papst Franziskus nun als moralisch erlaubt eingestuft, wenn sich der Uterus in einem unveränderbaren Zustand befindet, der keine Fortpflanzung mehr erlaubt.
Kürzlich haben zwei Frauen im indischen Bundesstaat Kerala ein altes Gebäude betreten und sich dort ein bisschen umgesehen. Die Frauen haben nichts beschädigt, niemanden verletzt oder beleidigt. Dann sind sie wieder gegangen. Die Folge: Landesweite Proteste, Aufruhr, Verletzte, hunderte Festnahmen, Versammlungsverbote, mindestens ein Brandanschlag auf das Zuhause eines Politikers – und eine überwältigende Gegendemonstration.
Heute vor 100 Jahren wurde in Deutschland das Wahlrecht für Frauen gesetzlich verankert. Der Einführung des Frauenwahlrechts war weltweit ein langer Kampf vorausgegangen. Ein noch längerer für die Gleichberechtigung sollte folgen. Und verdächtig oft spielte – und spielt – in all diesen Kämpfen um Frauenrechte der weibliche Unterleib eine wichtige Rolle.
Spanien hatte noch bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts eine Diktatur. Diese als Franquismus bezeichnete Diktatur zeichnete sich nicht nur durch mörderische Grausamkeit gegen politisch unbequeme Menschen aus, sondern auch dadurch, dass sie Hand in Hand mit der Kirche versuchte, die EinwohnerInnen möglichst fügsam und zu großen Teilen ungebildet zu halten. Für die Rolle der katholischen Kirche gibt es eine eigene Beschreibung, den Nationalkatholizismus.
Der höchste Führer der Mullahs im Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat in einer Fatwa den Frauen des Landes verboten, "in der Öffentlichkeit und vor Fremden" mit dem Fahrrad zu fahren. Denn das liefe der Keuschheit der Frauen zuwider und zöge Männer an.
Schaut man in seinen Facebookfeed oder auf Twitter, ist er immer wieder zu sehen: der Hashtag #metoo, zu Deutsch "ich auch". Frauen erzählen damit, dass auch sie bereits Opfer sexueller Belästigung wurden. Manche erzählen detailliert, wie und wo es zu den Vorfällen kam. Ein erschreckendes Zeichen dafür, wie viele Frauen, auch aus meinem Freundeskreis, Opfer sexueller Gewalt geworden sind.
Am 21. September findet jährlich weltweit der Internationale Tag des Friedens statt. Das nehmen das europäische Netzwerk WAVE (Women Against Violence Europe) in Kooperation mit dem Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) und der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie zum Anlass für eine große Kundgebung vor dem Justizpalast in Wien. Ziel von HELLWACH ist es, einmal mehr entschieden gegen Gewalt an Frauen und Kindern und für ein Leben in Frieden für alle Menschen aufzutreten.
Sind Frauen selbst schuld, wenn sie Opfer von Gewalt werden? Diese Ansicht scheint innerhalb der katholischen Kirche in Italien weit verbreitet zu sein, wie der katholische Geistliche Don Giorgio De Capitani erklärt.
In der pakistanischen Provinz Punjab verurteilte laut Medienberichten der Ältestenrat eines Dorfes ein sechzehnjähriges Mädchen dazu, vergewaltigt zu werden, um ein Verbrechen ihres Bruders zu sühnen.
Wenn Sie in den nächsten Tagen jungen Leuten begegnen, aus deren To-Go-Trinkbechern Fäden hängen, dann könnte es sein, dass Sie Zeuge einer provokanten Aktion geworden sind. Mit einfallsreichen Aktionen wollen junge Aktivist*innen das Thema Menstruation in die Öffentlichkeit bringen und sich über die Tabuisierung der Monatsblutung hinwegsetzen. Wir sprachen mit Alina Schmitz, einer der Initiatorinnen von #aktionsmens.
Die Bürgerversammlung Irlands, ein von der Regierung eingesetztes Beratungsgremium, hat sich für die Legalisierung der Abtreibung ausgesprochen. Sie folgen mit der Empfehlung dem Wunsch der irischen Bürger, die sich in einer Umfrage der Irish Times Anfang März mit deutlicher Mehrheit gegen das geltende Abtreibungsverbot aussprachen
Philippe van Leeuws erschütternder Spielfilm "Insyriated" zeigt den Krieg in Syrien aus der Perspektive von drei Frauen und macht dabei deutlich, wie ausgeliefert die Zivilbevölkerung im Krieg ist.
Die Kölner Silvesternacht 2015/16 hat die Republik nachhaltig verändert. Frauen, die sich in dieser Nacht auf dem Platz zwischen Dom und Hauptbahnhof aufhielten, waren in großer Zahl Opfer sexueller Übergriffe geworden, begangen von Gruppen junger Männer vornehmlich aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum. Vielfach wurden über die Sexualdelikte hinaus auch Eigentums- und Körperverletzungsdelikte verübt. Auch in anderen deutschen und europäischen Städten gab es derartige Vorfälle.
Der Weltschachbund FIDE hat Mitte September beschlossen, dass die Frauenschach-WM 2017 im Iran stattfinden soll. Doch im Iran müssen Frauen in der Öffentlichkeit Kopftuch tragen – das gilt auch für auch Ausländerinnen und Nicht-Musliminnen. Führende Schachspielerinnen protestieren deshalb gegen den Veranstaltungsort.
Laut Bericht des "National Council of Resistance of Iran" (NCRI) hat der oberste religiöse und politische Führer des Iran, Ali Chamenei, eine Fatwa gegen die Benutzung von Fahrrädern durch Frauen erlassen.