In einem Radiointerview kurz vor Weihnachten enthüllte James Purnell, Chef des BBC-Radios sowie der Bildungs- und Religionsabteilung des öffentlich-rechtlichen britischen Senders, dass er Atheist ist. Ein Sturm des Entsetzens fegte durch die englische Boulevard-Presse und heizte religiöse Gemüter an.
Wer die Beschneidung an männlichen Säuglingen lernen möchte, findet hierfür bei Amazon ein entsprechendes Übungs-Set mit Gummi-Penissen und Skalpellen. Seit neuestem allerdings nicht mehr in Großbritannien. Nach einem eindringlichen Brief der National Secular Society nahm Amazon UK das Beschneidungs-Set aus dem Programm.
Die iranische Menschenrechtsaktivistin Maryam Namazie ist eine der wichtigsten Akteurinnen der weltweiten Ex-Muslim-Bewegung. Sie musste den Iran 1980 nach der Islamischen Revolution verlassen und lebt seitdem in Großbritannien, wo sie sich als Sprecherin des Council of Ex-Muslims of Britain gegen Islamismus engagiert. Im Interview mit der stellvertretenden hpd-Chefredakteurin Daniela Wakonigg sprach Maryam Namazie über Hidschab-Barbies, Kinderrechte und Rassismus.
Zum ersten Mal in der Geschichte ist die Mehrheit der britischen Bevölkerung religionslos. In der jüngeren Generation sind es sogar über zwei Drittel, während sich drei Viertel der älteren Briten als religiös bezeichnen.
In Großbritannien wird es künftig einen verpflichtenden Beziehungs- und Sexualkundeunterricht geben. Das Königshaus hat Ende April einem entsprechenden Gesetzentwurf zugestimmt. Während das Pflichtfach in den Grundschulen auf einen Beziehungsunterricht reduziert werden wird, wird den Schülern in den britischen Sekundarschulen auch Sexualkunde erteilt. Die britischen Humanisten warnen vor Ausnahmen für religiöse Schulen und Schüler.
Die aus Maschendraht und Pappmaché gefertigten Karnevalswagen von Jacques Tilly erregen auf der ganzen Welt Aufmerksamkeit. Der Brexit-Wagen des diesjährigen Rosenmontagsumzugs soll nun nach London transportiert werden, um am 25. März die Demonstration des "March for Europe" anzuführen.
Die Grundschulen in Großbritannien bekommen ab dieser Woche eine besondere Postsendung. Über 2.000 Exemplare des Aufklärungsbuchs "Was ist Humanismus?" der Kinderbuchautoren Michael Rosen und Annemarie Young werden in den nächsten Wochen und Monaten von der British Humanist Association (BHA) an alle Grund- und Gesamtschulen verschickt. Ein christlich-radikaler Geistlicher in Nordirland hat die Aktion für einen verbalen Amoklauf gegen den Humanismus in Schulen genutzt.
Mitten im zunehmend glaubensfernen England planen Christen den Bau einer Gebetsmauer. Jeder Ziegelstein der Mauer soll für ein Gebet stehen, das Gott erhört hat.
Darf man sich über IS-Sympathisantinnen lustig machen oder gibt es Grenzen des Humors? Mit dieser Frage beschäftigt sich aktuell das britische Fernsehpublikum, nachdem am vergangenen Dienstag die Satire "The Real Housewives of ISIS" ausgestrahlt wurde.
In der ecuadorianischen Botschaft in London wurde der Gründer der Enthüllungs-Plattform WikiLeaks, Julian Assange, erstmals zu den gegen ihn in Schweden erhobenen Vorwürfen wegen angeblicher Vergewaltigung und sexueller Belästigung vernommen.
Im September hatte die britische Premierministerin Theresa May eine Schulreform angekündigt, die unter anderem das Entstehen neuer Schulen in religiöser Trägerschaft fördern würde. Mays Vorhaben stieß außerhalb religiöser Kreise auf starke Kritik – und führt nun zu einem verstärkten Spendenaufkommen für die Kampagne "Sag Nein zu Glaubens-Schulen" der British Humanist Association.
Maryam Namazie, gebürtige Iranerin und Gründerin des Rats für Ex-Muslime, konstatiert zunehmende atheistische Bestrebungen innerhalb vieler muslimischer Gemeinden in Großbritannien. Allerdings hätten viele Menschen Angst sich öffentlich von ihrem Glauben abzuwenden, da sie Diskriminierung und Isolation durch ihre muslimischen Gemeinden befürchten: "Da ist eine große Gruppe von Menschen, welche weder gehört noch gesehen werden", so Namazie.
Die neue britische Premierministerin Theresa May plant eine Schulreform, die es unter anderem Schulen in religiöser Trägerschaft ermöglichen soll, 100% ihrer Schüler nach dem Glauben auszuwählen. Bislang lag dieser Anteil bei maximal 50%.
LONDON. (hpd) Der Ausgang des Brexit-Votums hat in Großbritannien nicht nur zu kräftigen Verwirbelungen in der politischen Landschaft geführt. Landesweit haben auch ausländerfeindliche Angriffe zugenommen.
BERLIN. (hpd) Die Volksbefragung über die EU-Mitgliedschaft Großbritanniens war nicht nur ein Gradmesser zur Akzeptanz der EU in der Bevölkerung, sondern warf auch ein Licht auf das Demokratieverständnis von Akteuren und Beobachtern innerhalb wie außerhalb Großbritanniens. Viele vom Votum Enttäuschte kritisieren nicht nur das Abstimmungsergebnis, sondern die Abstimmung selbst. Dabei gerät leider einiges durcheinander und demokratische Grundsätze zum Teil erheblich unter die Räder.