BERLIN. (hpd) Politik ist keine mathematisch exakte Wissenschaft, aber sie darf auch nicht auf eine "Glaubenssache" reduziert werden! Politik hat die Aufgabe der Entschlüsselung unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems. Sie muss Zusammenhänge in einer anschaulichen, konkreten Sprache erklären, vorausschauend denken, Weichenstellungen vornehmen und so die Zukunft gestalten.
BONN. (hpd) Der Politikwissenschaftler und Soziologe Björn Wendt untersucht in seinem Buch "Die Bilderberg-Gruppe. Wissen über die Macht gesellschaftlicher Eliten" das Wissen von Medien, Politik und Verschwörungsanhängern zur genannten Gruppe. Dabei macht er deren strukturellen Blindheiten und Verzerrungen deutlich, kann aber – was indessen auch nicht sein Ansatz ist - letztendlich auch keine Einschätzung zur politischen Relevanz der "Bilderberger" vornehmen.
BONN. (hpd) Der US-amerikanische Sozialphilosophi Michael J. Sandel legt in seinem Buch "Moral und Politik. Gedanken zu einer gerechten Gesellschaft" eine Sammelung von früheren Aufsätzen vor, worin er Fragen der Gerechtigkeit aus der Perspektive eines liberalismuskritischen Kommunitarismus erörtert.
BERLIN. (hpd) Zwei Monate vor der geplanten Abstimmung im Deutschen Bundestag über eine gesetzliche Einschränkung der Suizidhilfe hat das Bündnis für Selbstbestimmung bis zum Lebensende, dem sich acht humanistische Organisationen angeschlossen haben, ein Sechs-Punkte-Papier vorgelegt. In dem Text fordert das Bündnis die Parlamentarier auf, gegen eine Kriminalisierung von Suizidhelfern zu stimmen.
KÖLN. (hpd) Was ist Lobbyismus? Häufig ein negativ konnotierter Begriff für professionalisierte Interessenvertretung in politisch bedeutsamen Gremien. Welche Interessengruppen etwa in Berlin sich in unmittelbarer Nähe zum Regierungsviertel befinden, lässt wahrscheinlich viele Menschen staunen. Die Organisation LobbyControl, Partner vom Online-Petitionsnetzwerk Campact, hat einen Stadtführer herausgegeben, der diese Interessengruppen benennt und genauestens lokalisiert.
BONN. (hpd) Mark Lilla, Professor für Geistswissenschaften an der Columiba University, will in seinem Buch "Der hemmungslose Geist. Die Tyannophilie der Intellektuellen" den Opportunismus von Denkern gegenüber Diktaturen anhand von Fallbeispielen aus dem 20. Jahrhundert erörtern. Da die einzelnen Beiträge zu Benjamin, Derrida, Foucault, Heidegger und Schmitt eher essayistisch gehalten sind, liegt mit dem nicht ganz so gelungenen Buch nur eine fragmentarische Erörterung zum Thema vor.
BERLIN. (hpd) Zu einer erstaunlichen Erkenntnis gelangten Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Freien Universität Berlin (FU): die sog. Riester-Rente nutzt denen, für die sie ursprünglich gedacht war, nichts. Zukünftige Rentner werden davon nichts haben.
BERLIN. (hpd) Drei Viertel der Bevölkerung wollen am Ende ihres Lebens kompetente Hilfe finden können, falls sie ein für sie unerträgliches Leiden freiwillig beenden möchten. Das bereitet vielen Bundestagsabgeordneten große Sorge – als Gesetzgeber wollen sie nunmehr sterbewillige Bürger/innen vor sich selbst und vor vermeintlich normal werdenden Angeboten von einem Suizidhilfeverein in Deutschland und in der Schweiz schützen.
BERLIN. (hpd/dghs) Die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) begrüßt den am 17. Juni vorgestellten Gesetzentwurf der Abgeordnetengruppe um Peter Hintze (CDU), Dr. Carola Reimann und Prof. Dr. Dr. Karl Lauterbach (beide SPD) u. a. als einen "Vorschlag der Vernunft". Für DGHS-Präsidentin Elke Baezner ist der Vorschlag unterstützenswert.
BERLIN. (hpd) Als "klare Botschaft, dass niemand ins Ausland reisen muss” wolle sie den von ihr und anderen Abgeordneten erarbeiteten Gesetzentwurf für einen Regelung der ärztlich begleiteten Lebensbeendigung" verstanden wissen, sagte Dr. Carola Reimann (MdB SPD) bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, 17. Juni 2015.
BERLIN (hpd) Christlich-konservative Politiker bemühen sich sehr, für Normalität und Unterschiede zu kämpfen. Auch für Frauke Petry (AfD) war das bei der letzten Sendung von Anne Will wichtig. Die "Homo-Ehe" sei eine Gleichmacherei und Homosexuelle seien ja nun mal anders und müssten vom Gesetz unterschiedlich behandelt werden.
BONN. (hpd) Die beiden Journalisten Georg M. Hafner und Esther Schapira gehen in ihrem Buch "Israel ist an allem Schuld. Warum der Judenstaat so gehasst wird" davon aus, dass hinter einer einseitigen "Israelkritik" ein kaum verborgener Antisemitismus auszumachen sei.
BERLIN. (hpd) Manchmal kann man das Gefühl bekommen, dass sich die Geschichte schneller bewegt. Der Volksentscheid in Irland, die Ehe für Homosexuelle zu ermöglichen, hat eine Lawine verursacht, die auch Deutschland nicht verschonen wird. Jetzt fordern 150 Prominente Konsequenzen von der Bundesregierung.
BONN. (hpd) Der Philosoph Odfried Höffe legt in seinem Buch "Kritik der Freiheit. Das Grundproblem der Moderne" eine Erörterung von Ambivalenzen im Kontext der Freiheit in unterschiedlichen Themenfeldern vor. Bei allem Interesse für die präsentierten Erörterungen wäre wohlmöglich weniger mehr gewesen, also die nähere Konzentration auf wenige Problempunkte unter Vermeidung von Allgemeinplätzen.
BONN. (hpd) Der österreichische Politikwissenschaftler Anton Pelinka geht in seinem Buch "Die unheilige Allianz. Die rechten und die linken Extremisten gegen Europa" auf die gemeinsame Frontstellung der im Untertitel genannten Strömungen gegen die EU ein. Der Autor nimmt dabei keine platte Gleichsetzung vor, sondern weist unter Hinweis auf die ideologischen Unterschiede auf die strukturellen Gemeinsamkeiten dieser Kritik als Ausdruck des Antimodernismus hin.